Verbrechen gegen die Menschlichkeit? UN kritisieren Vertreibung Zehntausender Palästinenser im Westjordanland
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Verbrechen gegen die Menschlichkeit? UN kritisieren Vertreibung Zehntausender Palästinenser im Westjordanland

Die Vereinten Nationen sehen die Vertreibung zehntausender Palästinenser aus Flüchtlingslagern im besetzten Westjordanland kritisch und halten ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit für möglich. Mehr als 33.000 Menschen seien Anfang 2025 aus den Lagern Dschenin, Tulkarem und Nur Schams vertrieben worden, teilte die UNO mit.

Das UN Menschenrechtsbüro sprach von einem großflächigen, langanhaltenden und systematischen Vorgehen. Der Einsatz von Luftangriffen, gepanzerten Bulldozern und kontrollierten Sprengungen habe Lager unbewohnbar gemacht und eine Rückkehr verhindert. UN Menschenrechtskommissar Volker Türk erklärte, die Vorgehensweise lege nahe, dass möglichst viele Palästinenser vertrieben werden sollten, um Platz für weitere israelische Siedlungen zu schaffen.

Israel wies die Vorwürfe zurück. Die Vertreibungen erfolgten im Zuge des Militäreinsatzes Eiserne Mauer, der im Januar 2025 im Norden des Westjordanlands begann. Israel hatte im Februar 2025 mitgeteilt, die drei Lager geräumt zu haben, und erklärte später, dauerhaft im ehemaligen Flüchtlingslager Dschenin präsent bleiben zu wollen.

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