Usbekistans Aufstieg zur Schachgroßmacht
Usbekistan erlebt bei der Schach Olympiade in Samarkand einen weiteren Schub für den Sport. Rund 2000 Spieler treten dort bis zum 27. September bei der Mannschafts WM der Männer und Frauen an. Der Großmeister und Trainer Rustam Kasimjanov sagt, Schach sei in Usbekistan inzwischen sehr populär und könne nach dem Turnier noch einmal deutlich an Bedeutung gewinnen.
Die Entwicklung ist auch aus seiner Sicht eng mit staatlicher Förderung verbunden. Präsident Shavkat Mirziyoyev hat ein Dekret zur weiteren Entwicklung und Popularisierung des Schachs erlassen. Bereits 2022 gewannen die usbekischen Männer Gold bei der Schach Olympiade. Für Ende 2026 steht zudem Usbekistans Nachwuchsstar Javohir Sindarov im WM Finalkampf gegen den indischen Titelverteidiger Dommaraju Gukesh.
Bei den Männern nennt Kasimjanov Indien, China, die USA und Usbekistan als Favoriten. Auch Deutschland traut er eine Rolle im Medaillenrennen zu. Das deutsche Team setzt vor allem auf Vincent Keymer und Mathias Blübaum. Magnus Carlsen tritt in Samarkand nicht an, führt die Weltrangliste aber weiterhin an.
