USA: Doppel Niederlage für Trump im Streit um Wahlkreiszuschnitte
US Präsident Donald Trump hat im Streit um Wahlkreiszuschnitte für die Republikaner zwei Niederlagen erlitten. In South Carolina blockierten Senatoren des Bundesstaates eine neue Wahlkreisaufteilung, die Trumps Partei bei den Kongress Zwischenwahlen im November vermutlich alle sieben Sitze im Repräsentantenhaus in Washington gesichert hätte. Derzeit stellen die Republikaner dort sechs Abgeordnete.
In Alabama untersagte ein Gericht die Nutzung einer von Republikanern entworfenen Wahlkreiskarte. Nach Ansicht der Richter benachteiligte der Plan schwarze Wähler absichtlich, indem er sie auf mehrere Wahlbezirke verteilte. Alabama muss nun die bisherige Wahlkreiskarte verwenden, mit der der Bundesstaat nach der vergangenen Wahl fünf Republikaner und zwei Demokraten ins Repräsentantenhaus entsandte.
Trump drängt seit längerem republikanisch regierte Bundesstaaten zu neuen Wahlkreiszuschnitten, um die knappe Mehrheit seiner Partei im Repräsentantenhaus zu sichern. Die Praxis des politisch motivierten Zuschnitts von Wahlkreisen, Gerrymandering genannt, hat in den USA eine lange Tradition und sorgt immer wieder für Streit.
