US Regierung schließt Journalisten von G20 Treffen aus
Vor dem Treffen der G20 Finanzminister und Zentralbankchefs in Asheville im US Bundesstaat North Carolina sorgt der Ausschluss mehrerer Journalisten für Kritik. Reporter der New York Times, des Wall Street Journal und der Nachrichtenagentur Bloomberg erhielten teilweise keine Akkreditierung für die Beratungen. Der Deutsche Journalisten Verband forderte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil auf, sich für die betroffenen Medien einzusetzen und sprach von einem klaren Verstoß gegen die Pressefreiheit.
Nach Angaben aus Delegationskreisen hat sich das Bundesfinanzministerium bereits bei der US Regierung für die Zulassung einzelner Journalisten eingesetzt. Die Akkreditierung eines New York Times Reporters wurde demnach nach einer Intervention doch noch erteilt, ein anderer Reporter der Zeitung wurde jedoch nicht zugelassen. Auch die Bemühungen zugunsten von Bloomberg blieben erfolglos. US Finanzminister Scott Bessent wies politische Motive zurück, nannte aber keine konkrete Begründung für die Ablehnungen. Bloomberg und die New York Times kritisierten das Vorgehen scharf.
