US Einstufung als Terrororganisationen: Der Kampf gegen Drogenbanden als Vorwand?
Die USA haben Ende Mai die beiden mächtigsten brasilianischen Verbrechersyndikate PCC und Comando Vermelho als Terrororganisationen eingestuft. Die Regierung von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva reagierte mit scharfer Kritik und wies auf Brasiliens nationale Souveränität hin.
Das US Außenministerium begründete den Schritt mit der Brutalität der Gruppen und ihrem Einfluss bis in die USA. Aus Brasilien kam zugleich der Vorwurf, die Einstufung könne als Vorwand dienen, um Druck auf das Land auszuüben. Beobachter warnen zudem, die Entscheidung könne die Zusammenarbeit im Kampf gegen die organisierte Kriminalität erschweren und Brasiliens Finanzsystem unter Druck setzen.
Hintergrund ist auch der politische Streit zwischen Lula und Teilen der Trump Regierung. In Brasilien bleibt die öffentliche Sicherheit ein zentrales Thema, da die Gewalt durch organisierte Kriminalität weiter zunimmt.
