Ukrainischer Experte im Interview: Trumps Diesel Deal stellt einen radikalen Bruch dar
Der ukrainische Politologe Wolodymyr Fessenko wertet den Diesel Deal zwischen US Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin als wirtschaftlich unbedeutend. Entscheidend sei aus seiner Sicht vielmehr, dass Washington damit eine bisherige Linie aufgegeben habe: Wirtschaftsdeals mit Moskau sollten erst nach einem Ende des Kriegs gegen die Ukraine möglich sein.
Fessenko sagte, der Deal schaffe für Kiew ein Dilemma. Setze die Ukraine ihre Angriffe auf russische Ölanlagen fort, könne das die Beziehungen zu den USA weiter belasten. Höre sie damit auf, profitiere Russlands Kriegsmaschine. Er sprach von einem radikalen Bruch und verglich das Abkommen mit einem Diesel München. Zugleich sieht er in der Umsetzung des Deals zusätzlichen Druck auf Kiew, weil die gelieferten Mengen steigen könnten. Die Ukraine müsse deshalb flexibel bleiben, zugleich aber ihre zentralen Interessen verteidigen. Wichtig seien für Kiew vor allem Frühwarnsysteme, Starshield und Patriot Raketen.
