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Ukraine: Warum Fedorows Sturz Proteste auslöst

Die Entlassung des ukrainischen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow hat in Kyjiw und anderen Großstädten der Ukraine Proteste ausgelöst. Seit dem 16. Juli fordern Teilnehmer die Rückkehr Fedorows ins Amt und den Rücktritt des Oberbefehlshabers der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj. Für Präsident Wolodymyr Selenskyj bedeutet der Streit eine schwierige Entscheidung.

Fedorow hatte nach eigenen Angaben wegen eines Konflikts mit Syrskyj seinen Posten verloren. Er warf dem Oberbefehlshaber vor, Initiativen zu blockieren und nicht bereit zu sein, über Probleme zu sprechen. Selenskyj erklärte, beide Seiten hätten sich nicht einigen können. Syrskyj dankte Fedorow öffentlich für seine Arbeit und wünschte ihm, weiter im Team Ukraine zu bleiben.

Zum amtierenden Verteidigungsminister wurde Jewhenij Chmara ernannt, bisher Leiter des Zentrums für Spezialoperationen A und seit Januar amtierender Chef des Sicherheitsdienstes der Ukraine. Selenskyj schlug vor, Chmaras Kandidatur dem Parlament zur Bestätigung vorzulegen. Beobachter erwarten, dass sich die Zusammenarbeit zwischen Verteidigungsministerium und Militärkommando nun verändern und der Konflikt zwischen ziviler und militärischer Führung weiter in den Mittelpunkt rücken wird.

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