Ukraine: Kanzler Merz in Kyjiw
Bundeskanzler Friedrich Merz ist zu einem nicht angekündigten Besuch in Kyjiw eingetroffen und wird von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sowie zehn Unternehmern aus den Bereichen Rüstung und Energie begleitet. Merz sagte bei seiner Ankunft, wenn Russland nicht gestoppt werde, richte sich seine Kriegsmaschinerie früher oder später gegen andere.
Wenige Stunden nach der Ankunft der deutschen Delegation gab es in Kyjiw erneut Luftalarm. Die Nordbrücke wurde nach Angaben der Behörden von einer russischen Drohne getroffen. Auch das russische Außenministerium hatte vor dem Aufenthalt ausländischer Besucher und Diplomaten in der Hauptstadt gewarnt.
Nach Angaben aus Berliner Regierungskreisen will Merz der Ukraine die baldige Lieferung von Tausenden Abfangdrohnen zusichern. Geplant sind außerdem gemeinsame Projekte zur Produktion verschiedener Drohnentypen sowie von Abstandswaffen mit einer Reichweite von mehr als 1000 Kilometern. Für die deutschen Hilfen sollen eine Milliarde Euro freigegeben werden, zusätzlich sind 350 Millionen Euro für Reparatur und Wiederaufbau zerstörter Kraftwerke vorgesehen.
