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Künstliche Intelligenz: Wie die EU noch aufholen kann

Der Nobelpreisträger Philippe Aghion warnt, dass Künstliche Intelligenz Arbeitsplätze kosten, zugleich aber neue schaffen werde. Wenn technologische Umbrüche richtig gesteuert würden, könne daraus sozialer Aufstieg entstehen. Europa habe bei der IT Revolution und nun bei der KI zu lange gezögert, während die USA und China bei der Entwicklung weit voraus seien.

Aghion sieht für Europa dennoch Chancen, vor allem in Bereichen wie dem Gesundheitswesen und bei spezialisierten KI Anwendungen. Die europäische Stärke bei Datenschutz und Regulierung könne sich als Vorteil erweisen, wenn eine Nachfrage nach ethischer KI wachse. Um aufzuholen, fordert er mehr langfristige Forschungsfinanzierung, mehr Risikokapital und bessere Bedingungen für Startups.

Auch eine stärkere Nutzung europäischer Ersparnisse und mehr gemeinsame Finanzmärkte könnten helfen. Aghion schlägt zudem vor, dass Frankreich und Deutschland bei einer eigenen Forschungsagentur vorangehen. Wichtig seien außerdem Bildung, Umschulung und ein funktionierender Sozialstaat, damit KI nicht zu mehr Unzufriedenheit und Populismus führt.

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