UEFA bereitet Absetzung von FIFA Präsident Gianni Infantino vor
Der Streit zwischen der FIFA und der UEFA ist nach einem Machtkampf um geplante Investorenmodelle vorerst entschärft, zugleich aber weiter eskaliert. Die FIFA hat schriftlich zugesichert, weder jetzt noch künftig kommerzielle Rechte an private Investoren zu verkaufen. Daraufhin setzte die UEFA ihre Drohung aus, mit europäischen Teams FIFA Wettbewerbe zu boykottieren.
Auslöser war ein Plan von FIFA Präsident Gianni Infantino, nach der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada Rechte in eine neue Gesellschaft auszulagern und damit Milliardenerlöse zu erzielen. Vorgesehen waren unter anderem Einnahmen aus TV Rechten, Sponsoring, Ticketing und Events der Männer und Frauen Weltmeisterschaften. Als führender Investor war Thrive Capital von Joshua Kushner vorgesehen, dem Bruder von Jared Kushner.
Die UEFA hält dennoch an ihrem harten Kurs fest. Sie bereitet eine Strafanzeige gegen Infantino wegen krimineller Misswirtschaft vor und will bei einer erneuten Kandidatur einen Gegenkandidaten unterstützen, der für Reformen und eine stärkere Begrenzung der Präsidentenmacht steht.
