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Türkei: Razzia bei dem oppositionsnahen Sender Halk TV

In der Türkei hat die Polizei am Mittwochmorgen die Istanbuler Zentrale des oppositionsnahen Fernsehsenders Halk TV durchsucht. Die Liveübertragung wurde unterbrochen, ein staatlicher Zwangsverwalter übernahm die Leitung des Senders. Gegen den Chef Cafer Mahiroğlu wurde ein Haftbefehl erlassen, insgesamt nahm die Staatsanwaltschaft elf Menschen fest.

Halk TV gehört zu den bekanntesten oppositionellen Sendern des Landes und berichtet regelmäßig kritisch über die Regierung. Nach dem Einsatz durften die Journalisten das Gebäude zunächst nicht betreten. Statt des laufenden Programms zeigte der Sender eine ältere Sendung.

Der Zeitpunkt des Vorgehens sorgte für zusätzliche Spannungen, weil am selben Tag der inhaftierte Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu mit seiner Verteidigung in einem Strafverfahren beginnen sollte. Die Opposition sprach von einem dunklen Tag für die Türkei und warf der Regierung diktatorische Methoden vor. Auch die türkische Journalistengewerkschaft TGS verurteilte das Vorgehen als willkürlich.

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