Iran: Trauer um Ajatollah Chamenei als Machtdemonstration
In Teheran sollen die Trauerfeiern für Ali Chamenei nach Angaben der Behörden die größte Versammlung in der Geschichte der Hauptstadt werden. Für die Beisetzung des getöteten ehemaligen Obersten Führers des Iran ist eine sechstägige Zeremonie vorgesehen. Chamenei wurde bei Raketenangriffen auf seinen Wohn und Arbeitskomplex im Zentrum Teherans zusammen mit mehreren Mitgliedern seiner Familie getötet.
Die Feiern wurden wegen des Krieges verschoben und erst nach einer fragilen Waffenruhe zwischen Washington und Teheran angekündigt. Nach Angaben des Organisationsleiters sollen sie den nationalen Zusammenhalt stärken. Gleichzeitig wollen die Behörden mit den Zeremonien auch außenpolitische Signale senden und den Einfluss Irans in der Region demonstrieren.
Chamenei hatte 37 Jahre lang in zentralen Angelegenheiten des Landes das letzte Wort. Unter seiner Herrschaft verschärften sich Korruption, Missmanagement und der Druck durch Sanktionen. Im Iran kam es wiederholt zu schweren Protesten, die von den Sicherheitskräften hart niedergeschlagen wurden. Die Beisetzung ist für den 9. Juli in Maschhad geplant, Trauerzeremonien finden auch in Nadschaf und Kerbela statt.
