Tschechien würdigt den Roma Widerstand gegen die Nazi Besatzer
In Prag ist im Museum der nationalen Wiedergeburt der Roma eine Ausstellung über tschechische und slowakische Roma Widerstandskämpfer während der nationalsozialistischen Besatzung eröffnet worden. Sie widmet sich einem lange wenig beachteten Kapitel der Geschichte und zeigt die Lebensgeschichten von 100 Roma Partisanen und Soldaten, ausgewählt aus mehr als 1400 dokumentierten Kämpfern.
Museumsdirektor Emil Scuka betonte bei der Eröffnung vor mehreren hundert Gästen, Roma seien nicht nur Opfer, sondern auch Helden des Widerstands gewesen. Zu den vorgestellten Persönlichkeiten gehören Anton Facuna und Josef Serinek, der aus dem Konzentrationslager für Roma in Lety floh und später eine Partisaneneinheit gründete. Historiker Prokop Tomek nannte die Ausstellung bahnbrechend. Viele Roma in Tschechien und der Slowakei bekennen sich bis heute nicht öffentlich zu ihrer Herkunft, auch wegen der historischen Erfahrungen mit dem Holocaust.
