Top 10: Mähroboter ohne Begrenzungskabel im Test, der beste navigiert mit LiDAR
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Top 10: Mähroboter ohne Begrenzungskabel im Test, der beste navigiert mit LiDAR

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* Ergänze keine eigene Meinung und keine Spekulation.
* Nenne ausschließlich Informationen, die im Originaltext enthalten sind.
* Bleibe nah am Inhalt des Originaltexts.
* Schreibe natürlich, flüssig und journalistisch.

Umfang und Aufbau:

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* Bei inhaltlich gehaltvollen Originaltexten soll die Zusammenfassung in der Regel mindestens 100 Wörter umfassen.
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* Fasse nicht nur den Einstieg des Textes zusammen, wenn weitere relevante Informationen vorhanden sind.

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* Vermeide vollständig Aussagen wie „weitere Einzelheiten wurden nicht genannt“, „Details blieben offen“, „dazu gab es keine Angaben“ oder sinngleiche Formulierungen.
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* Aus der Überschrift geht hervor
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* Der Bericht beschreibt
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Zeichenregel:

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* Übernimm diese Zeichen auch dann nicht, wenn sie im Originaltext vorkommen.
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* Nutze bei Bedarf stattdessen Kommas, Doppelpunkte oder eine natürliche Umformulierung.
* Prüfe vor der Ausgabe, dass im fertigen Text keines der Zeichen -, – oder — enthalten ist.

Originalüberschrift:
Top 10: Mähroboter ohne Begrenzungskabel im Test – der beste navigiert mit LiDAR

Originaltext:

Mähroboter ohne Begrenzungskabel versprechen eine leichte Inbetriebnahme. Mit LiDAR-Navigation gelingt das sogar noch einfacher. Wir zeigen die besten Geräte.

Mähroboter ohne Begrenzungskabel versprechen maximale Freiheit, doch nicht jede Navigationstechnik eignet sich für jeden Garten. RTK-Mähroboter stoßen bei hohen Gebäuden, Mauern oder dichtem Baumbestand oft an ihre Grenzen – im Mähroboter-Test verweigerte ein Modell wegen fehlender Satellitendaten sogar komplett den Start.

Hier spielen neuere Modelle mit LiDAR-Navigation ihre Stärken aus. Statt auf Satelliten zu setzen, scannen sie die Umgebung per Laser und erstellen mittels SLAM (Simultaneous Localization and Mapping) eine präzise Karte. Der Vorteil: Genau die Hindernisse, die RTK-Signale stören, dienen LiDAR-Mährobotern als zuverlässige Referenzpunkte – gänzlich unabhängig von Himmelssicht, Wetter oder Tageszeit.

Doch auch LiDAR hat Grenzen: Auf enormen, offenen Flächen ohne markante Strukturen (Reichweite ca. 30 Meter) wird die Positionsbestimmung ungenauer. Hier bleibt RTK überlegen. Die Zukunft gehört daher hybriden Systemen. Der Mammotion Luba Mini AWD LiDAR kombiniert unter anderem Laser, Kamera und kostenloses Net-RTK (ohne eigene Antenne) zu einem „Tri-Fusion“-Ansatz, der die Vorteile beider Welten vereint.

Der Markt wandelt sich rasant: War LiDAR 2025 noch Vorreitern wie Dreame, Ecovacs oder Mammotion vorbehalten, haben 2026 nahezu alle großen Anbieter entsprechende Modelle im Programm. LiDAR entwickelt sich damit zum neuen Standard für komplexe Gärten.

Welcher ist der beste Mähroboter ohne Begrenzungskabel?

Wir zeigen in Form dieser Bestenliste, welche Mähroboter ohne Begrenzungsdraht wir für die besten aus unseren Tests halten, und erklären beim jeweiligen Gerät, wie wir zu dieser Einschätzung kommen. Bislang haben wir weit über 40 Modelle getestet.

Nur weil Roboter A bei uns auf dem ersten und Roboter B auf dem letzten Platz steht, bedeutet das noch lange nicht, dass diese Reihenfolge auf jeden Anwendungsfall zutrifft.

Unser Testsieger, der Dreame A3 AWD Pro 3500, ist die erste Wahl für steiles Gelände und höchste Mähleistung. Mit Allradantrieb und 40 cm Schnittbreite meistert er komplexe Gärten mühelos und überwindet selbst 5 cm hohe Randsteine. Die präzise LiDAR-Navigation manövriert ihn souverän durch 70 cm schmale Engstellen, der Kantenschnitt überzeugt mit knapp 3 cm Randabstand. Die hohe Qualität hat allerdings ihren Preis. So muss man für den Dreame A3 AWD Pro 3500 aktuell 2200 Euro hinblättern.

Den besten Kantenschnitt bietet der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro dank integrierter Trimmer-Einheit – unser Technologiesieger. Zwar arbeitet der Trimmer bisher nicht optimal, dennoch fällt hier die wenigste Nacharbeit an den Kanten an. Mit 33 cm Schnittbreite mäht er allerdings etwas langsamer als der Dreame A3. Da der für 2300 Euro erhältliche Goat A3000 LiDAR Pro auf einen Hinterradantrieb setzt, ist er allerdings weniger geländegängig.

Für kleinere Gärten bis 1200 m² mit geringen Steigungen ist der Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro die ideale Wahl – unser Preis-Leistungs-Sieger. Er nutzt dieselbe Trimmereinheit für den sauberen Kantenschnitt wie das größere Modell A3000 LiDAR Pro – kostet aktuell aber nur 900 Euro.

Noch günstiger ist der Ecovacs Goat O600 RTK für 499 Euro, der allerdings nur für kleine Gärten bis etwa 300 m² gut geeignet ist. Er navigiert mithilfe einer RTK-Antenne, die allerdings, wenn der Garten von hohen Gebäuden und Bäumen umgeben ist, nicht immer einen optimalen Empfang gewährleistet.

Wer einen Mähroboter für einen einfach strukturierten Garten mit klaren Abgrenzungen sucht, kann zum Roboup Racoon 2SE greifen. Er navigiert auf Basis von Kameras, nutzt also weder RTK noch LiDAR. Dafür ist er mit 499 Euro ein echtes Schnäppchen.

In unserer Bestenliste ordnen wir möglichst umfassend ein. Wir bevorzugen in der Regel Mähroboter mit großem Funktionsumfang und zuverlässiger Leistung. Günstige Geräte ohne besondere Stärken folgen entsprechend weiter hinten. Grundsätzlich gilt: Preis und Verfügbarkeit unterliegen Schwankungen – jede Aktualisierung der Bestenliste ist daher eine Momentaufnahme.

Dreame A3 AWD Pro 3500: Allrad-Mäher mit hoher Schnittleistung und Top-Kantenschnitt

Aktuelle Top-Angebote

Wer sich für aktuelle Tiefstpreis-Angebote interessiert: Derzeit ist nicht nur unser Testsieger Dreame A3 AWD mit einer Ersparnis zum Verkaufspreis in Höhe von 15 % erhältlich, sondern auch viele andere Mähroboter. Einige davon haben wir bereits getestet, bei anderen steht der Mähroboter-Test noch aus. Wir zeigen die aktuellen besten Angebote, sortiert nach Ersparnis zum Verkaufspreis:

  • Mova Lidax Ultra 1600 (1600 m²) für 999 Euro (-33 %)
  • Segway Navimow i208 LiDAR mit Garage (800 m²) für 900 Euro (-25 %)
  • Mammotion Yuka Mini 2 800 LiDAR (800 m²) für 849 Euro (-23 %)
  • Mova Lidax Ultra 2000 AWD (2000 m²) für 1700 Euro (-23 %)
  • Dreame A3 AWD Pro 3500 (3500 m²) für 2200 Euro (-15 %)
  • Dreame A2 (3000 m²) für 1600 Euro (-14 %)
  • Mova Lidax Ultra 800 (800 m²) für 849 Euro (-11 %)
KURZÜBERSICHT

Für große, steile oder verwinkelte Gärten mit dem Anspruch an minimale Nacharbeit an den Kanten ist der Dreame A3 AWD Pro 3500 eine der besten verfügbaren Mährobotern. Der Dreame A3 AWD Pro 3500 hat eine UVP von knapp 2600 Euro und ist aktuell für knapp 2200 Euro erhältlich.

VORTEILE

  • Top-Kantenschnitt, hohe Mähleistung
  • Passiert Engstellen problemlos und überwindet Randsteine
  • Dank Allrad auch für steiles Gelände geeignet

NACHTEILE

  • Smart-Home-Integration bleibt Stückwerk
  • Gewicht als Achillesferse bei Nässe
  • Garden Guardian enttäuscht

Das Highlight des Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro ist der integrierte Trimmer. Auch wenn dieser noch nicht perfekt funktioniert, liefert der Ecovacs-Mähroboter den bislang besten Kantenschnitt. Hier ist die Nacharbeit auf ein Minimum reduziert. Unser Technologiesieger kostet regulär 2300 Euro. Für kleinere Gärten ist das Schwestermodell Goat A1600 für 1500 Euro eine günstigere Alternative.

VORTEILE

  • Integrierter Fadentrimmer spart Nacharbeit an Kanten
  • Gutes Mähtempo mit 155 m²/h
  • Solide Akkulaufzeit und schnelles Laden
  • Livestream der Kamera in App

NACHTEILE

  • Trimmer arbeitet unpräzise an Sperrflächen
  • Eingeschränkte Geländetauglichkeit
  • Mobilfunkmodul (LTE) nur optional

Ecovacs bietet mit dem Goat O1200 LiDAR Pro einen Mähroboter, der dank LiDAR auch in schwierigen Situationen wie unter Bäumen und zwischen hohen Gebäuden präzise navigiert. Er meistert auch Engstellen und liefert mit dem integrierten Trimmer zwar keine perfekte, aber eine brauchbare Lösung für den Randschnitt an befestigten Rasengrenzen. Aktuell ist er für 900 Euro im Angebot.

VORTEILE

  • preiswert
  • dank Trimmer wenig Nacharbeit an Kanten
  • passiert 70 Zentimeter breite Engstelle problemlos
  • Integration für Home Assistant

NACHTEILE

  • Mähgeschwindigkeit nur Durchschnitt, aber klassentypisch
  • überwindet keine Hindernisse wie Randsteine, die höher als 3 Zentimeter sind
  • steile Bereiche und Kantenschnitt bei Sperrzonen problematisch

Ratgeber

Wie funktioniert ein Rasenroboter ohne Begrenzungskabel?

Aktuelle Mähroboter verzichten auf den nervigen Draht und versprechen damit nicht nur weniger Arbeit, sondern insgesamt auch deutlich mehr Komfort. Die App und eine genaue Ortung des Mähers machen das möglich. Damit sieht der Nutzer zu jedem Zeitpunkt, wo sein Roboschaf gerade grast.

Der Begrenzungsdraht wurde bislang bei automatischen Rasenmähern gebraucht, damit sie wussten, welchen Bereich sie nicht verlassen oder welchen sie nicht befahren durften. Das setzte zuvor präzises Verlegen eines Drahtes rings um den zu mähenden Bereich voraus, das je nach Verlegeart auf oder unter dem Rasen und abhängig von der Größe mehrere Stunden dauern kann. Was generell noch wichtig bei Rasenrobotern ist, erklären wir in unserem Ratgeber Husqvarna, Gardena, Stihl: Der beste Mähroboter für jede Rasengröße.

Die Mehrzahl der Mähroboter, die ohne Begrenzungskabel auskommen, navigiert per RTK-Technik (Real Time Kinematics – präzise Positionsbestimmung durch Satellitennavigation), die je nach Mäher und Garten zu mehr oder weniger Komplikationen führen. Problematisch sind hier Flächen, die von hohen Gebäuden umgeben sind oder unter großen Bäumen liegen. Dann werden die für die Navigation nötigen Satelliten nicht empfangen und der Mäher verweigert die Arbeit.

Seit einiger Zeit kommen daher entweder weitere Sensoren wie Ultraschall, LiDAR (Light Detection and Ranging) und Kameras hinzu, um die Navigation zu verbessern – oder diese Technik ersetzt die Satellitennavigation.

Mähroboter, die mit Satellitendaten navigieren, benötigen eine Antenne. In eng bebauten Gebieten, unter Bäumen und bei bewölktem Himmel, ist der Empfang oft nicht optimal. Unter solchen Bedingungen sind LiDAR-basierte Modelle die bessere Wahl.

RTK-Technik: Mithilfe von Satellitendaten navigieren

Die neuesten Mähroboter benötigen dieses Begrenzungskabel nicht mehr. Stattdessen setzen sie in erster Linie auf das globale Ortungssystem GPS sowie bisweilen auf zusätzliche Signalbaken, Ultraschall, ToF-Sensoren (Time of Flight) und Kameras, gepaart mit AI-Technologie (Artificial Intelligence/Künstliche Intelligenz). Damit ist es den Geräten möglich, bis auf wenige Zentimeter genau zu navigieren und zu mähen, ohne ungewollt das Blumenbeet umzupflügen. Einen Regensensor haben heute fast alle Mähroboter.

Dreame A2: So sehen die 3D-Karten auf Basis von LiDAR aus.

LiDAR – Light Detection and Ranging: Ohne Satellitendaten navigieren

Zunehmend verwenden Hersteller die LiDAR-Technik. LiDAR steht für „Light Detection and Ranging“ und ist eine Technologie, die mit Laserstrahlen Entfernungen misst und präzise 3D-Karten der Umgebung erstellt. Ähnlich wie Radar, aber mit Licht statt Radiowellen, erkennt LiDAR Objekte und misst Abstände sehr genau. Hier liegt der entscheidende Vorteil gegenüber RTK-Mährobotern: Während diese in engen Häuserschluchten und unter Bäumen Probleme mit dem Satellitenempfang haben, funktioniert LiDAR lokal und bietet in schwierigen Situationen eine bessere Navigation als RTK-Modelle.

In unserem Testgarten konnten bislang lediglich die LiDAR-gestützten Geräte ein enges Verbindungsstück zwischen zwei Rasenzonen, das zudem noch von zwei Häuserwänden begrenzt ist, problemlos passieren. LiDAR hat aber auch Nachteile: Die Technik benötigt Referenzpunkte wie Hauswände, Gartenschuppen et cetera. Ohne diese, etwa auf einem Golfplatz oder einer anderen großen Rasenfläche, kommt die LiDAR-Navigation an ihre Grenzen.

So sieht der Ecovacs A3000 LiDAR Pro die Umgebung

RTK vs. LiDAR verständlich erklärt

RTK (Real-Time Kinematic) basiert auf Satellitensignalen, die durch Korrekturdaten präzisiert werden. Im sogenannten Fix-Zustand erreicht das System eine Genauigkeit im Zentimeterbereich – ideal für große, offene Flächen mit freier Sicht zum Himmel. Wird der Empfang gestört, etwa durch Gebäude oder Bäume, wechselt das System in den Float-Zustand. Dann sinkt die Genauigkeit deutlich, was sich direkt auf die Spurführung und Zuverlässigkeit auswirkt.

LiDAR (Light Detection and Ranging) arbeitet unabhängig von Satelliten. Ein Lasersensor erfasst kontinuierlich die Umgebung und nutzt feste Strukturen wie Wände, Zäune oder Bäume zur Orientierung.

Dabei kommen zwei Bauarten zum Einsatz: 360°-LiDAR, bei dem ein rotierender Sensor die Umgebung rundum scannt, und Festkörper-LiDAR (Solid-State), das ohne bewegliche Teile auskommt und mehrere feste Blickrichtungen kombiniert.

Während RTK seine Stärken auf freien Flächen ausspielt, eignet sich LiDAR besonders für strukturierte, komplexe Gärten. Viele aktuelle Geräte kombinieren beide Ansätze, um die jeweiligen Vorteile zu verbinden.

Bei vielen LiDAR-basierte Mährobotern befindet sich der entsprechende Sensor unter einer Glaskuppel.

Warum benötigt ein Mähroboter Kameras?

Die Kameras vieler neuer Mähroboter erlauben es dem Gerät, sich buchstäblich ein Bild von seiner Umgebung zu machen. Mithilfe von KI orientiert sich der Mäher und erkennt Hindernisse wie Gartenmöbel, Menschen oder Tiere im Fahrweg. Bei einigen Modellen dienen die Kameras zusätzlich als bewegliches Sicherheitssystem: Die Geräte können – patrouillierend auf dem Grundstück oder stationär in der Ladestation – erkannte Personen filmen und so potenzielle Diebe abschrecken. Gemeinsam mit einem PIN-Code sorgt das für zuverlässigen Diebstahlschutz. Bei einigen Herstellern gehört zudem ein GSM-Modul für die Mobilfunkanbindung zum Lieferumfang oder ist optional nachrüstbar.

Dreame A2: Kameraansicht

Wofür benötigt ein Rasenmähroboter künstliche Intelligenz?

Die Erkennung von Gegenständen, Personen und der Umgebung geschieht zwar über die erwähnten Kameras, allerdings muss der Roboter das Gesehene auch verstehen. KI sorgt dafür, dass der Mäher die Bilder verarbeitet und etwa seine Fahrtroute bei einem Hindernis umplanen kann, ohne es zuvor anzurempeln oder gar zu überfahren. Das erhöht nicht nur die Autonomie des Roboters, sondern auch den Schutz für Mensch und Tier und ist richtig smart.

Sollte man die Hinderniserkennung immer aktivieren?

In Gärten mit spielenden Kindern oder Haustieren sollte man die KI-unterstützte visuelle Hinderniserkennung der Mähroboter aktivieren. Es gibt aber auch Situationen, bei denen man sie besser ausschaltet. Wenn etwa Äste von Pflanzen auf die Rasenfläche ragen, verhindert die Hinderniserkennung möglicherweise, dass Mähroboter unter diesen den Rasen mähen, weil sie die Äste als Hindernis erkennen und sie umfahren.

In solchen Fällen sind Mähroboter mit Zonenverwaltung im Vorteil: Sie erlauben es, die Hinderniserkennung gezielt für einzelne Zonen oder Bereiche wie Kanten zu deaktivieren oder herabzusetzen. So interpretieren die Geräte überhängende Äste nicht als Hindernis, sondern fahren darunter hindurch und mähen den Rasen sauber ab. Diese Funktion bieten unter anderem Modelle von Anthbot, Dreame und Mammotion.

Bei Ecovacs lässt sich die Hinderniserkennung dagegen nur global steuern. Die 2026er-Modelle erlauben jedoch, einzelne Bereiche zu markieren, in denen die visuelle Hinderniserkennung deaktiviert bleibt. Eine vergleichbare Option bietet auch Sunseeker.

Mammotion Luba Mini AWD LiDAR im Einsatz: Unter Bäumen und Sträuchern mäht der Mähroboter erst, wenn die Hinderniserkennung ausgeschaltet ist.

Kein Begrenzungskabel, keine Arbeit bei der Installation?

Mähroboter ohne Begrenzungskabel reduzieren den Zeitaufwand bei der Ersteinrichtung erheblich. Das Aufstellen der Ladestation bleibt zwar Pflicht, das mühsame Verlegen des Drahtes entfällt jedoch komplett. Stattdessen erfolgt die Einrichtung bequem per App – ein unkomplizierter Vorgang, der Nutzern von Saugrobotern (Bestenliste) bereits vertraut sein dürfte.

Je nach Navigationstechnik gibt es beim Aufbau kleine Unterschiede: Während LiDAR-basierte Mähroboter ohne weitere Hardware auskommen, müssen bei RTK-Modellen oft noch GPS-Antennen oder Signal-Beacons im Garten platziert werden. Einige neuere RTK-Geräte verzichten inzwischen auf diese Zusatzantennen und beziehen ihre Satellitendaten direkt aus dem Netz. Voraussetzung dafür ist allerdings eine lückenlose WLAN-Abdeckung im Garten oder ein Mähroboter mit integriertem 4G-Modul.

Anschließend folgt das Erlernen der Mähfläche. Dafür wird der Mäher bei fast allen derzeit verfügbaren Geräten mit dem Smartphone wie ein ferngesteuertes Auto am Rand der Mähfläche entlang manövriert, bis man wieder am Ausgangspunkt angelangt ist. Dabei sollte man möglichst exakt vorgehen, damit die Messer des Rasenmähroboters auch Halme am Rand erreichen können. Die Roboter erkennen dadurch ihre spätere Arbeitsfläche. Dieser Vorgang dauert je nach Roboter und Rasengröße sowie Ausgrenzungen von Beeten oder Teichen im Schnitt etwa 20 bis 60 Minuten. Das Verlegen von Draht dauert deutlich länger.

Inzwischen gibt es auch Modelle, die das Grundstück automatisch erkunden und kartografieren. Doch diese Funktion ist nur bei wenig komplexen Rasenflächen mit klaren Abgrenzungen sinnvoll. Ist der Garten verwinkelt oder führen niedriger gelegene Wege an dessen Grenze vorbei, ist eine manuelle Kartenerstellung das A und O für ein optimales Mähergebnis. Hierbei sollte man auch das Handbuch genau studieren.

Manche Hersteller empfehlen, bei schwierigen Geländesituationen, wie einem tiefer liegenden Weg, etwas Abstand zur Rasengrenze zu halten, damit das Roboschaf nicht hängen bleibt. Diese Empfehlung deckt sich mit unseren Erfahrungen in der Praxis ab. Bis man die optimale Karte für seinen Mähroboter erstellt hat, können mehrere Kartierungsdurchläufe vonnöten sein.

Für eine präzise Navigation benötigen RTK-Mähroboter einen optimalen Satellitenempfang. In dicht bebauten Gebieten kann dieser problematisch sein.

Welche Vorteile bieten Rasenroboter ohne Begrenzungsdraht?

Neben der Arbeitsersparnis bei der Einrichtung bieten Mähroboter, die ohne Begrenzungskabel auskommen, weitere Vorteile. So fahren diese größtenteils in geraden Bahnen und erzeugen damit ein ordentliches Schnittbild – fast wie auf dem Fußballplatz. Die Ausrichtung der Bahnen darf bei manchen Geräten frei gewählt werden, sodass man etwa exakt parallel zur Hausfront mähen lassen kann. Einige Modelle können sogar Muster in den Rasen schneiden – eher eine Spielerei.

Außerdem lassen sich bei den meisten Varianten sinnvollerweise einzelne Zonen anlegen, die unterschiedlich hoch oder oft gemäht werden können – ähnlich wie bei Saugrobotern. Zudem sieht man größtenteils dank App-Steuerung genau, wo der Roboter schon war, wie lange er noch benötigt und einiges mehr. Das klappt detaillierter als bei bisherigen Rasenrobotern, da die GPS- oder LiDAR-gestützten Geräte genau wissen, wo sie sich gerade aufhalten und wo sie schon waren.

Gibt es Nachteile von Mährobotern ohne Begrenzungskabel?

Derzeit bieten die von uns getesteten oder gerade im Test befindlichen Mähroboter, die ohne Begrenzungsdraht auskommen, zwar einige offensichtliche Vorteile, aber die meisten sind nicht perfekt. Ein Nachteil vieler Geräte ist die Abhängigkeit von einem guten GPS-Signal. Ist der Himmel mit einer dichten Wolkendecke überzogen oder bewegt sich der Roboter unter dichtem Blattwerk von Bäumen oder Sträuchern, kann das GPS-Signal so schwach werden, dass der Roboter aus Sicherheitsgründen seine Arbeit einstellt. Das passiert aber bei den neuesten Modellen selten, zumal sie sich auf weitere Sensoren und oftmals Kameras verlassen können.

Kritisch im Hinblick auf Satellitenempfang sind zudem Flächen, die von hohen Gebäuden umgeben sind. Hier reicht schon eine vierstöckige Wohnanlage und auf der anderen Seite ein zweistöckiges Einfamilienhaus, um dem Empfang einen Strich durch die Rechnung zu machen. Ist man davon betroffen, sind Mähroboter mit LiDAR, wie der Ecovacs Goat A3000 LiDAR, der Dreame A2, der Mammotion Luba Mini AWD LiDAR oder der Hookii Neomow X die bessere Wahl.

Alle anderen Roboter verlangen ein komplett neues Anlernen der Karte, wenn man etwa feststellt, dass sich der Roboter an einer bestimmten Stelle der Karte immer wieder festfährt. Oft reicht aber das Einrichten einer No-Go-Zone aus, um das Problem zu umgehen.

Ein weiterer Nachteil ist der Kantenschnitt – bei GPS-basierten Robotern mehr noch als bei solchen mit Begrenzungsdraht. Denn während Besitzer von Drahtmodellen das Kabel zur Not immer wieder ein paar Zentimeter versetzen können, bis der Roboter die perfekte Kante abfährt, können aktuelle GPS-Mäher das mehrheitlich (noch) nicht. Da sie zentimeter-, aber nicht millimetergenau mähen, sollte lieber immer etwas Gras am Rand stehen bleiben, statt dass der teure Mäher im Teich versinkt oder die Beete ramponiert. Wegen des schwankenden GPS-Empfangs ist die Genauigkeit beim Kantenmähen zudem nicht an allen Tagen gleich. Deutlich besser beherrschen das Randmähen LiDAR-basierte Varianten. Doch auch diese lassen bei einem Rasen mit hohen Begrenzungssteinen oder Mauern grundsätzlich etwas Rasen stehen, weil die Klingen nicht ganz bis zum Rand reichen.

Dreame A3 AWD Pro 3500: Für Home Assistant existiert eine community-basierte Integration. Sie ist allerdings an die Dreame-Cloud gekoppelt – eine lokale Ansteuerung ist nicht möglich. Dafür liefert sie Zugriff auf viele Betriebsdaten wie Akkustatus und Mähfortschritt.

Es ist also wie bei Saugrobotern auch: Man muss etwas nacharbeiten, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Somit wird ein Rasentrimmer auch mit dem besten Mähroboter weiterhin ein nützlicher Helfer bleiben.

Was sind gute Alternativen?

Mähroboter ohne Begrenzungsdraht sind nicht nur smart, sondern auch relativ teuer. Wer nicht so viel Geld für einen kabellosen Mäher ausgeben will und mit einigen Abstrichen leben kann, sollte einen Blick auf Mähroboter mit Begrenzungsdraht werfen. Die gehen schon unter 300 Euro los und können je nach Garten sogar nach wie vor die bessere Wahl sein. Alternativ lohnt sich auch ein Blick auf die Modelle aus dem Vorjahr.

Automatische Kartierung oder manuell

Moderne Mähroboter bieten häufig eine automatische Kartierung, bei der das Gerät die Rasenfläche selbstständig abfährt und erfasst. In der Praxis funktioniert das jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen zuverlässig – entscheidend ist vor allem eine klare Abgrenzung der Rasenfläche gegenüber dem restlichen Garten, etwa durch Randsteine, Mauern oder befestigte Wege.

Die manuelle Kartierung, bei der der Mähroboter per App gezielt entlang der Rasenkanten gesteuert wird, liefert in der Regel präzisere Ergebnisse. Sie ermöglicht eine exakte Definition der Mähfläche und verhindert Fehlinterpretationen an Übergängen zu Beeten, Kiesflächen oder unbefestigten Bereichen.

In unserem Testgarten mit mehreren Zonen und offenen Übergängen zu einem Blumenbeet konnte keiner der getesteten Mähroboter eine wirklich zufriedenstellende automatische Kartierung erzielen.

Zusammengefasst: Die automatische Kartierung ist komfortabel und kann in klar strukturierten Gärten mit eindeutigen Begrenzungen zuverlässig funktionieren. In komplexeren Umgebungen bietet die manuelle Kartierung jedoch deutliche Vorteile hinsichtlich Präzision, Kontrolle und Zuverlässigkeit – insbesondere bei der gezielten Zonierung und individuellen Anpassung des Mähverhaltens. Wer exakt festlegen möchte, wo gemäht wird und wo nicht, fährt mit der manuellen Kartierung in der Regel besser.

Wenn eine Rasenfläche klar abgegrenzt ist, bringt die automatische Kartierung brauchbare Ergebnisse. Die manuelle Kartierung sollte man dennoch bevorzugen, weil damit präzisere Karten erzeugt werden können.

Mähroboter und Kartierung: Warum eine Aufteilung in Zonen sinnvoll ist

Die Aufteilung der Mähkarte in Zonen ist immer dann sinnvoll, wenn Rasenflächen unterschiedlich ausgerichtet sind, physisch voneinander getrennt liegen oder besondere Eigenschaften aufweisen. Durch eine gezielte Zonierung lässt sich der Mähroboter effizienter einsetzen und sich besser an die Gegebenheiten des Gartens anpassen.

Mährichtung optimieren: Verläuft eine Rasenfläche quer zum Gebäude und eine andere längs, empfiehlt es sich, diese als separate Zonen zu definieren. So lässt sich für jede Fläche die optimale Mährichtung individuell einstellen, was zu einem gleichmäßigeren Schnittbild führt und die Grasnarbe schont.

Unterschiedliches Wachstum berücksichtigen: Bereiche mit stärkerem Wachstum – etwa durch mehr Sonneneinstrahlung oder bessere Bodenverhältnisse – können per Zonierung häufiger gemäht oder mit einer angepassten Schnitthöhe gepflegt werden. Zeitpläne lassen sich gezielt pro Zone konfigurieren.

Hangneigung beachten: Bei stark geneigten Flächen kann es notwendig sein, die Mährichtung zu ändern. Eine Fläche, die quer zum Gebäude angelegt ist, aber eine deutliche Steigung aufweist, wird oft besser längs gemäht. Andernfalls kann der Mähroboter die Spur nicht sauber halten, was zu ungleichmäßigem Schnitt oder sogar Rasenschäden führt.

Hinderniserkennung feinjustieren: In bestimmten Bereichen – etwa unter Büschen oder bei tief hängenden Ästen – kann eine zu empfindliche Hinderniserkennung dazu führen, dass der Mähroboter Flächen auslässt. Durch eine separate Zonendefinition lassen sich die Sensoreinstellungen gezielt anpassen.

Akkulaufzeit effizient nutzen: Ist der Garten so groß, dass der Mähroboter ihn nicht in einem Durchgang bewältigen kann, muss er zwischendurch zur Ladestation zurückkehren. Durch eine sinnvolle Aufteilung in Zonen, die jeweils innerhalb einer Akkuladung bearbeitet werden können, lässt sich die Mähzeit besser strukturieren. Das reduziert lange Betriebszeiten am Stück und sorgt dafür, dass der Garten schneller wieder uneingeschränkt nutzbar ist.

Beanspruchung steuern: Stark frequentierte Bereiche wie Spiel- oder Laufzonen lassen sich gezielt schonen oder seltener mähen. Auch saisonale Anpassungen – etwa unterschiedliche Mähintervalle im Frühjahr und Sommer – sind pro Zone einfacher umsetzbar.

Insgesamt ermöglicht die Aufteilung in Zonen einen effizienteren, flexibleren und rasenschonenderen Betrieb. Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass die Gartennutzung möglichst wenig eingeschränkt wird.

Durch eine Aufteilung in Zonen lassen sich Mähparameter wie die Mährichtung gezielt konfigurieren, sodass der Mähroboter mit möglichst wenigen Wendemanövern effizient arbeitet. Sinnvoll ist das jedoch nicht in jedem Fall: In steilem Gelände (im Beispiel „Vorne Steil“) wäre die optimale Mährichtung quer zur Hangneigung. Hier können der A3 wie auch andere Mähroboter die Spur allerdings nicht halten und müssen wiederholt korrigieren – was vor allem bei nassem Untergrund Schäden am Rasen verursacht.

Betriebskosten und Ersatzakku

Für den Betrieb der Mähroboter fallen Stromkosten für das regelmäßige Aufladen an. Diese sind bei einem angenommenen Strompreis von 35 Cent pro kWh allerdings vernachlässigbar. Pro Ladung muss man je nach Größe des Akkus zwischen rund 4 Cent und rund 8 Cent rechnen.

Auch die Klingen müssen regelmäßig ersetzt werden. Die Apps informieren darüber. Die Ersatzklingen kann man entweder direkt über den Hersteller beziehen oder im freien Handel nach günstigen Alternativen suchen. So kosten 45 kompatible Klingen für Modelle zahlreicher Hersteller teilweise weniger als 25 Euro.

Für den Luba Mini AWD LiDAR bietet Mammotion einen passenden 6,1-Ah-Akku für 219 Euro an. Der Einbau kann selbst erfolgen. Ein Akkutausch in Eigenregie soll laut Hersteller auch bei den Mini-Modellen möglich sein, nicht jedoch beim Luba 3.

Bei den anderen Herstellern ist offenbar nur ein Austausch durch Service-Personal möglich. Ob man dazu den Mähroboter einschicken muss oder den Austausch bei einem Service-Partner vor Ort erledigen kann, ließ sich bis zum Redaktionsschluss nicht für jeden Hersteller verifizieren. Ecovacs hat uns mitgeteilt, dass bei Defekt ein Ersatz-Akku während der Garantiezeit kostenlos ausgetauscht wird. Hierfür muss das Gerät nicht eingeschickt werden – der Austausch kann von einem autorisierten Fachhändler vor Ort erledigt werden.

Was darf man von einem Mähroboter erwarten?

Mähroboter mit RTK oder LiDAR fahren in geraden Bahnen, sind praktisch nicht zu hören und erzeugen ein gleichmäßiges Schnittbild. An festen Begrenzungen wie Randsteinen bleibt jedoch Gras stehen. Die Breite dieses Randstreifens hängt vom Abstand der Messer zum Gehäuserand ab, der zwischen den Modellen deutlich variiert. Die Spitzenposition in dieser Kategorie belegt der Dreame A3 AWD Pro 3500, dessen adaptives Schnittsystem das Gras bis auf etwa 3 cm an den Rand heran mäht. Die meisten anderen Modelle lassen einen Streifen von 10 cm oder mehr stehen.

Die neuen Ecovacs-Varianten A3000 und A1600 LiDAR Pro sowie O1200 LiDAR Pro verfügen über eine integrierte Trimmeinheit für den Randschnitt, die im Idealfall kaum Grashalme übriglässt. Allerdings steigt beim Einsatz dieser Einheit die Lautstärke erheblich, sodass ein wesentlicher Vorteil moderner Mähroboter – der leise Betrieb – entfällt.

Zusammenfassend erleichtern Mähroboter die Rasenpflege erheblich. In engen Bereichen und an festen Grenzen wie Randsteinen arbeiten sie jedoch nicht perfekt, sodass hier Nacharbeit erforderlich bleibt.

Kleine Gärten bis 800 m² – kompakt und leise

Für kleine Gärten ist der Ecovacs Goat O600 RTK für 499 Euro eine preisgünstige Alternative. Er navigiert per RTK-Antenne – in Gärten mit hohen Gebäuden oder dichtem Baumbestand kann der Empfang allerdings leiden.

Eine weitere günstige Option für kleine, klar abgegrenzte Rasenflächen ist der Roboup Racoon 2SE für 500 Euro. Ein gleichmäßiges Schnittbild liefert er jedoch nicht, da er die meiste Zeit kreuz und quer über den Rasen fährt.

Mittlere, komplexe Gärten bis 1500 m² – enge Passagen und Übergänge

Der Mova Lidax Ultra 1000 AWD ist die richtige Wahl für Gärten bis 1000 m² ohne Engstellen unter 80 cm. Wer Premium-Technik sucht, auf Tempo verzichten kann und sparen will, bekommt hier den besten Mähroboter seiner Preisklasse. Aktuell ist das Schwestermodell für größere Garten, der Mova Lidax Ultra 2000 AWD, für 1700 Euro im Angebot.

Einen besseren Kantenschnitt bietet unser Preis-Leistungs-Sieger Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro, der aktuell für 900 Euro im Angebot ist. Allerdings ist er nicht so geländegängig wie der Mammotion Luba Mini AWD LiDAR und somit nur für flache Gärten mit geringen Steigungen geeignet.

Große Gärten bis 3000 m² – komfortabel, aber eingeschränkt bei Hindernissen

Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro für 2300 Euro eignet sich für größere, eher offen gestaltete Grundstücke. Er bietet eine gute Balance aus Leistung und Komfort und punktet beim Randmähen mit nur etwa 5 cm Abstand sowie einem zusätzlichen Trimmer. In komplexen Gärten mit Engstellen oder Stufen zeigt er jedoch Schwächen – kleine Kanten oder schmale Durchgänge meistert er nicht immer zuverlässig.

Sehr große oder steile Gärten bis 3500 m² – leistungsstark und geländegängig

Der Dreame A3 AWD Pro 3500 für aktuell 2200 Euro ist die beste Wahl für große und anspruchsvolle Flächen. Mit Allradantrieb, hoher Steigfähigkeit und der größten Schnittbreite im Test arbeitet er besonders effizient – auch Hindernisse, Übergänge und die Engstelle im Testgarten meistert er souverän. Beim Randmähen liegt er mit unter 3 cm Abstand zudem klar vorn.

Fazit

Bei der Wahl eines Mähroboters zählen vor allem vier Faktoren: Größe der Rasenfläche, Komplexität des Gartens, Geländeneigung und die Qualität des Kantenschnitts. Die reine Fläche spielt dabei eine kleinere Rolle als die Gartenstruktur – enge Passagen und Hindernisse entscheiden im Alltag oft mehr über die Eignung als ein paar Quadratmeter mehr oder weniger.

Wer einen Mähroboter ohne Begrenzungskabel für komplexe Gärten sucht, fährt derzeit mit einem LiDAR-Modell meist am besten. Die neuesten Modelle mit LiDAR-Navigation zeigen ihre Vorteile gegenüber der vorherrschenden RTK-Technik in Stadtgärten, die von hohen Gebäuden umgeben sind, bei engen Übergängen und beim Randschnitt.

BESTENLISTE

Testsieger

Dreame A3 AWD Pro 3500

Mähroboter Dreame A3 AWD Pro 3500 im Test: Allrad, LiDAR und Top-Kantenschnitt

Allrad, LiDAR und Kantenschnitt unter 3 cm: Der Dreame A3 AWD Pro 3500 zielt auf die Mähroboter-Spitze. Ob das gelingt, zeigt unser Praxistest.

VORTEILE

  • Top-Kantenschnitt, hohe Mähleistung
  • Passiert Engstellen problemlos und überwindet Randsteine
  • Dank Allrad auch für steiles Gelände geeignet

NACHTEILE

  • Smart-Home-Integration bleibt Stückwerk
  • Gewicht als Achillesferse bei Nässe
  • Garden Guardian enttäuscht

Allrad, LiDAR und Kantenschnitt unter 3 cm: Der Dreame A3 AWD Pro 3500 zielt auf die Mähroboter-Spitze. Ob das gelingt, zeigt unser Praxistest.

RTK-Mähroboter scheitern in Stadtgärten häufig an hohen Gebäuden und dichtem Baumbestand – der Satellitenempfang reicht schlicht nicht aus. In einem an einem hohen Gebäude angrenzenden Garten konnten wir bei zahlreichen Mähroboter-Tests einige Modelle mit RTK-Navigation erst gar nicht in Betrieb nehmen, da der Empfang von mindestens 20 Satelliten dort nicht möglich war. Neuere Modelle auf Basis von LiDAR (Light Detection and Ranging) kennen dieses Problem nicht: Statt auf Satelliten zu setzen, erfasst der Roboter seine Umgebung mit Laserstrahlen und erstellt daraus eine detaillierte Karte. Gerade das, was für RTK zum Problem wird – Wände, Zäune, Bäume –, dient LiDAR als stabile Referenzpunkte.

Mit dem A3 AWD Pro 3500 erweitert Dreame seine Produktpalette um einen kabellosen Premium-Mähroboter für komplexe und großflächige Gärten bis 3.500 m². Das Gerät wurde auf der CES 2026 vorgestellt und ist seit März 2026 auf dem Markt. Die technologische Besonderheit liegt in der Kombination aus einem 360°-3D-LiDAR-System mit binokularer KI-Vision (OmniSense 3.0) und einem echten Allradantrieb (AWD) mit Nabenmotoren. Diese Ausstattung positioniert den Roboter in der gehobenen Klasse der kabellosen Mähroboter, die ohne RTK-Antenne oder Begrenzungskabel auskommen.

Getestet wurde der Dreame A3 AWD Pro 3500 in einem komplexen Garten mit drei Rasenzonen und einer Gesamtfläche von knapp 500 m². Eine Zone weist eine Neigung von etwa 30° auf und ist nur über 4 bis 5 cm hohe Randsteine erreichbar. Eine weitere Zone ist nur über eine 70 cm breite Engstelle zugänglich. Die Mähgeschwindigkeitstests fanden aus Vergleichbarkeitsgründen auf einem flachen, 240 m² großen Teilstück statt, das auch die anderen Testgeräte problemlos erreichen konnten.

Design, Verarbeitung und Ausstattung

Der A3 AWD Pro 3500 gehört mit Abmessungen von 7 × 53,2 × 32,5 cm nicht zu den kompaktesten Modellen, und mit einem Gewicht von etwa 23,9 kg ist er der schwerste Mähroboter, den wir bislang getestet haben. Das Gehäuse ist hochwertig verarbeitet und verfügt über ein integriertes Farbdisplay mit Bedientasten, das eine Steuerung auch ohne Smartphone ermöglicht.

Allradantrieb und Steigfähigkeit: Der Mähroboter nutzt vier einzeln angesteuerte Nabenmotoren. Zwei omnidirektionale Räder an der Vorderseite ermöglichen Wendemanöver auf der Stelle, während die Hinterräder für Traktion im Gelände ausgelegt sind. Die maximale Steigfähigkeit gibt der Hersteller mit 80 Prozent an (ca. 38,7 Grad). Im Testgarten bewältigte der Dreame die rund 30° steile Zone zuverlässig – extremere Steigungen standen für eine Überprüfung der Herstellerangabe nicht zur Verfügung.

Schnittsystem und Kantenverarbeitung: Das Doppelmessersystem arbeitet mit einer Schnittbreite von 40 cm – nur wenige Mähroboter bieten eine noch etwas größere Schnittbreite. Mehr Schnittbreite bedeutet weniger Bahnen und damit kürzere Mähzeiten, ein Vorteil vor allem auf großen Flächen. Dieser Vorteil kann aber auch bei kleineren Gärten eine Rolle spielen, wenn diese häufig genutzt werden: Ein schneller Mäher gibt den Garten früher zur uneingeschränkten Nutzung frei.

Die Schnitthöhe lässt sich elektrisch zwischen 3 und 10 cm einstellen. Das Edge-Master-2.0-System verschiebt die Messerscheibe beim Kantenschnitt seitlich nach außen und erreicht so einen Restabstand von unter 3 cm zur Rasenkante. Das ist ein Spitzenwert, den kein anderer Mähroboter aktuell erreicht. Lediglich Modelle mit integrierter Trimmeinheit wie der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro versprechen einen noch saubereren Kantenschnitt.

Modellvariante: Der A3 AWD Pro 5000 unterscheidet sich durch einen größeren 10-Ah-Akku und eine Flächenkapazität von bis zu 5.000 m², bleibt ansonsten technisch identisch.

Die Dreame-App ist leider nicht für Tablets optimiert. Die Kartenansicht ist daher nicht optimal. Dafür gibt es eine Option, die die 3D-Karte auf Basis des LiDAR-Scanners zeigt.

Inbetriebnahme und Kartierung

Die Einrichtung erfolgt über die Dreamehome-App. Zunächst wird eine Bluetooth-Verbindung zum Roboter hergestellt, anschließend das Gerät in das heimische 2,4-GHz-WLAN integriert. Die Basisstation sollte auf ebenem Untergrund mit mindestens einem Meter Freiraum vorne sowie 40 bis 50 cm seitlichem Abstand positioniert werden.

Kartierungsprozess: Das System bietet zwei Verfahren:

  1. Automatische Kartierung: Der Roboter fährt selbstständig die Fläche ab und erkennt Rasengrenzen mittels KI-Vision. Diese Funktion arbeitet bei klaren Kantenverläufen – etwa Randsteinen, Mauern oder befestigten Wegen – zuverlässig.
  2. Manuelle Fernsteuerung: Der Nutzer steuert den Roboter per App entlang der gewünschten Rasenkanten. Diese Methode liefert präzisere Ergebnisse bei komplexen Gartenstrukturen, mehreren Zonen oder unklaren Begrenzungen.

Im Testgarten mit mehreren Zonen und offenen Übergängen zu einem Blumenbeet lieferte der Dreame erwartungsgemäß keine zufriedenstellende automatische Kartierung. Bei schwierigen Rasenkanten oder weichen Übergängen zu Beeten, Kiesflächen oder unbefestigten Bereichen ist die manuelle Kartierung daher dringend empfehlenswert.

Warum eine Aufteilung in Zonen sinnvoll ist:

Die Aufteilung der Mähkarte in separate Zonen bringt in der Praxis erhebliche Vorteile. Unterschiedlich ausgerichtete Rasenflächen lassen sich mit individueller Mährichtung bearbeiten, was zu einem gleichmäßigeren Schnittbild führt. Zudem können Wachstumsunterschiede berücksichtigt werden, indem sonnige Bereiche häufiger gemäht oder mit angepasster Schnitthöhe gepflegt werden. Bei Hangneigungen kann die Mährichtung pro Zone angepasst werden, um eine saubere Spurführung sicherzustellen. Auch die Hinderniserkennung lässt sich feinjustieren, sodass unter Büschen oder bei tief hängenden Ästen die Sensoreinstellungen gezielt pro Zone angepasst werden können. Darüber hinaus lässt sich die Akkulaufzeit effizient nutzen, indem Zonen geschaffen werden, die jeweils innerhalb einer Akkuladung bearbeitet werden können – dies reduziert unnötige Ladeunterbrechungen. Nicht zuletzt kann die Beanspruchung gesteuert werden, indem stark frequentierte Spiel- oder Laufzonen gezielt geschont werden.

Weitere App-Konfigurationsparameter:

  • Sperrzonen (No-Go-Areas) für Teiche, Beete oder Spielbereiche
  • Mähparameter pro Zone: Schnitthöhe, Mährichtung, Geschwindigkeit, Effizienzmodi
  • Zeitpläne für bestimmte Wochentage und Uhrzeiten
  • Garden Guardian: Livestream der Kamera, Personenerkennung mit Benachrichtigungen, Patrouillenfahrten
  • Link-Dienst: Statusabfrage und Steuerung über 4G außerhalb der WLAN-Reichweite
  • Dual-Map-Management: Verwaltung von zwei separaten Gartenbereichen
Die Dreame-App erlaubt eine Anpassung der Mähparameter wie Mährichtung pro Zone. Die optimale Mährichtung  mit wenig Wendemanövern ist aber nicht immer sinnvoll. Bei steilem Gelände (Vorne Steil) würde die optimale Mährichtung quer zur Hangneigung verlaufen. Doch bei dem steilen Gelände kann der A3 wie auch andere Mähroboter die Spur nicht halten und muss wiederholt korrigieren. Das führt speziell bei nassem Untergrund zu Schäden am Rasen.

Mähleistung im Praxistest

Geschwindigkeit und Flächenleistung: Der A3 AWD Pro 3500 arbeitet mit einem strukturierten Bahnenmähsystem und fährt Flächen systematisch ab, statt zufällige Muster zu generieren. Die Mähgeschwindigkeit wurde im Test nicht verändert – im Auslieferungszustand ist die niedrigste Geschwindigkeit eingestellt, die für die höchste Schnittpräzision sorgt.

Laut Hersteller mäht der Dreame im Standardmodus bis zu 2.500 m² innerhalb von 24 Stunden, im Effizienzmodus bis zu 3.500 m² und im Schnellmodus 5.000 m². Diese Werte werden in der Praxis – ähnlich wie Reichweitenangaben bei E-Bikes oder E-Autos – in einem Garten mit Hindernissen wie Bäumen, Büschen oder Wäschegerüsten selten erreicht.

Die etwa 240 m² große Teilfläche unseres knapp 500 m² großen Testgartens bewältigte der Dreame in 1,3 Stunden – der schnellste Wert im Vergleichstest. Die knapp 500 m² große Gesamtfläche schaffte er allerdings nicht mit einer Akkuladung. Für den Test haben wir das untere Akku-Limit, bei dem der Mähroboter zur Ladestation zurückkehrt, von 15 auf 10 Prozent reduziert. Damit mähte er eine Fläche von 437 m² innerhalb von etwa drei Stunden – das ergibt eine Stundenleistung von rund 145 m². Da diese Fläche auch den steilen Bereich mit einigen Hindernissen umfasst, der zudem nicht in der optimalen Mährichtung bearbeitet werden konnte, reduziert sich die Stundenleistung gegenüber dem flachen Terrain (186 m²/h) erwartungsgemäß.

 Dreame A3 AWD Pro 3500: Allrad-Mäher mit hoher Schnittleistung und Top-Kantenschnitt

Kantenschnitt: Das EdgeMaster 2.0-System reduziert den Abstand zur Rasenkante auf unter 3 cm – eine der beste Wertem, die aktuelle Mähroboter zu bieten haben.

Zum Vergleich: Die neuen Ecovacs-Modelle der A-Serie erreichen rund 5 cm Abstand und ergänzen dies mit einem integrierten Trimmer, der allerdings mit 82 dB(A) so laut ist wie ein herkömmlicher Rasentrimmer. Der kürzlich getestete Segway Navimow i208 LiDAR lässt mit rund 9 cm deutlich mehr Rand stehen – hier fällt entsprechend mehr Nacharbeit an.

Überwindung von Hindernissen: Das Gerät überwindet Randsteine und Absätze bis zu einer Höhe von 5,5 cm. Schmale Passagen ab 70 cm Breite werden zuverlässig durchfahren – im Testgarten meisterte der Dreame die Engstelle ebenso souverän wie der bereits getestete Mammotion Luba Mini AWD LiDAR (Testbericht).

Rasenschäden und Bodenverhältnisse: Der knapp 24,5 kg schwere Mähroboter kann bei feuchtem Rasen im steilen Gelände bei Richtungswechseln Spuren hinterlassen. Der Allradantrieb minimiert zwar das Durchdrehen der Räder, das hohe Gewicht bleibt jedoch ein Faktor. Steile Rasenflächen sollten daher nur bei Trockenheit gemäht werden, um Schäden am Rasen zu vermeiden.

Garden Guardian: Der A3 lässt sich in der App so konfigurieren, dass er von erkannten Hindernissen und Personen automatisch Fotos erstellt. Manuell lassen sich auch Videos aufzeichnen. Allerdings beträgt die Auflösung lediglich 640 × 360 Pixel. Im Test funktionierte die Erkennung grundsätzlich, doch der Roboter interpretierte auch Regenrinnen und andere Objekte als Personen. Die Erkennungsquote lag bei nur rund 50 Prozent – die Qualität ist also nicht mit der einer dedizierten Überwachungskamera vergleichbar. Wer diese Funktion nutzt, sollte zudem den Datenschutz beachten, insbesondere wenn der Mähroboter in Bereichen mit Einsicht auf Nachbargrundstücke oder öffentliche Wege unterwegs ist.

Dreame A3 AWD Pro 3500: Die Dreame-App kann auch den Livestream des Kamera darstellen. Zudem bietet sie die Option, Fotos von erkannten Objekten oder Menschen aufzunehmen. Allerdings liegt die Erkennungsrate viN Menschen im Test nur bei etwa 50 Prozent. Zudem ist die Auflösung mit 640 × 360 Pixel nicht sehr hoch.

Navigation und Hinderniserkennung

Navigationsprinzip: Der 360°-LiDAR-Sensor mit einer Reichweite von bis zu 70 m erfasst die Umgebung kontinuierlich und nutzt feste Strukturen wie Wände, Zäune oder Bäume als Referenzpunkte. Mithilfe von SLAM (Simultaneous Localization and Mapping) bestimmt der Roboter seine Position laufend neu. Gerade in verwinkelten, schattigen oder dicht bebauten Gärten ist das ein entscheidender Vorteil gegenüber RTK-basierten Systemen.

Ganz ohne Einschränkungen kommt LiDAR allerdings nicht aus: Auf sehr großen, offenen Flächen mit wenigen markanten Strukturen kann die Positionsbestimmung ungenauer werden. Hier spielt RTK weiterhin seine Stärken aus. Der Dreame setzt – anders als etwa der Mammotion Luba Mini AWD LiDAR mit seinem Tri-Fusion-Ansatz aus LiDAR, Kamera und cloudbasiertem Net-RTK – ausschließlich auf LiDAR plus KI-Vision.

Hinderniserkennung: Das System erkennt laut Hersteller über 300 verschiedene Hindernistypen, darunter Gartenmöbel, Spielzeug, Tiere und Personen. Im Test funktionierte die Erkennung bei Schläuchen, kleinen Bällen und anderen Gegenständen tadellos. Eine hundertprozentige Zuverlässigkeit gibt es dennoch nicht – sehr flache oder kleine Gegenstände können gelegentlich überrollt werden. Zur Verbesserung der Erkennungsrate empfiehlt Dreame die Einstellung der Hindernisempfindlichkeit auf „Hoch“.

Dreame A3 AWD Pro 3500: 80 Minuten muss man warten, bis der Akku von 10 auf 100 Prozent geladen ist.

Akkulaufzeit, Ladezeit und Betriebskosten

Laufzeit und Ladezeit: Der 32,4-V-Akku mit 7,5 Ah Kapazität trieb den Dreame im Praxistest über die gesamte 240-m²-Teilfläche ohne Zwischenladung an. Für die knapp 500 m² große Gesamtfläche mit Steigung und Hindernissen reichte eine Ladung hingegen nicht aus (siehe Abschnitt 4).

Die Ladezeit gibt Dreame mit 70 Minuten an. Im Test dauerte das Laden von 10 auf 100 Prozent allerdings 80 Minuten – ein guter Wert im Vergleich. Der Mammotion Luba Mini AWD LiDAR benötigt mit 140 Minuten fast doppelt so lang. Ähnlich schnelle Ladezeiten wie der Dreame bietet der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro (Test folgt) mit rund 85 Minuten.

Stromkosten: Bei einem angenommenen Strompreis von 35 Cent/kWh fallen pro Ladung rund 8 Cent an – vernachlässigbar im laufenden Betrieb.

Klingenkosten: Die 18 mitgelieferten Ersatzklingen reichen für den Einstieg. Sind diese aufgebraucht, kosten 12 Originalklingen 20 Euro. Kompatible Dritthersteller-Klingen sind teilweise deutlich günstiger – 45 Stück gibt es im Handel bereits ab 25 Euro.

Ersatzakku: Anders als Mammotion (Ersatzakku für 219 Euro, Selbsteinbau möglich) bietet Dreame keinen Ersatzakku für Privatanwender an. Ein Austausch ist offenbar nur durch Service-Personal möglich. Ob dazu der Mähroboter eingeschickt werden muss oder ein Austausch bei einem Service-Partner vor Ort erfolgen kann, blieb bis Redaktionsschluss offen.

Dreame A3 AWD Pro 3500: Der Allrad-Mäher überwindet im Test 4–5 cm hohe Randsteine problemlos.

Lautstärke und Betriebszeiten

Die Betriebslautstärke des Dreame A3 AWD Pro 3500 liegt bei 65 dB(A) und damit etwas höher als beispielsweise beim Segway Navimow i208 LiDAR (Testbericht) mit 59 dB(A). Im Freien nimmt man diesen Unterschied jedoch kaum wahr. Grundsätzlich arbeiten alle von uns getesteten Mähroboter erfreulich leise.

Dennoch sollte man die geltenden rechtlichen Bestimmungen beachten. Nach herrschender Rechtsauffassung gelten für den Betrieb von Mährobotern die Zeiten der 32. BImSchV: Montag bis Samstag von 7:00 bis 20:00 Uhr. An Sonn- und Feiertagen ist der Betrieb prinzipiell untersagt.

Sicherheit und Diebstahlschutz

PIN-Schutz: Beim Dreame muss vor der Inbetriebnahme eine PIN eingegeben werden. Auch ohne PIN hätten Diebe wenig Freude: Der Mähroboter lässt sich nicht mit einer anderen App verbinden, solange er noch mit einem Konto verknüpft ist.

GPS-Ortung und Alarmsystem: Der Dreame lässt sich über GPS lokalisieren. Zusätzlich löst das Gerät einen Alarm aus, wenn es angehoben wird oder die Mähkarte verlässt, und sperrt sich automatisch. Eine Integration in Apples „Wo ist?“-Netzwerk wie der kürzlich getestete Segway Navimow i208 LiDAR (Testbericht) bietet der Dreame allerdings nicht.

Tierschutz: Zum Schutz nachtaktiver Tiere sollte der Mähroboter ausschließlich tagsüber betrieben werden. In einigen Kommunen gibt es bereits Nachtfahrverbote mit empfindlichen Geldbußen – in Leipzig beispielsweise bis zu 50.000 Euro. Geht es nach dem Deutschen Städtetag, könnte ein Nachtfahrverbot bald bundesweit gelten.

Der Dreame A3 AWD Pro 3500 meistert die nur 70 cm breite Engstelle souverän.

App und Smart-Home-Integration

App-Qualität: Die Dreamehome-App bietet alle wesentlichen Funktionen zur Konfiguration und zum Betrieb: Schnitthöhe, Mährichtung, Mähgeschwindigkeit, Kantenmähen, Hindernisempfindlichkeit und Zeitpläne. Einschränkend: Die App ist nicht für Tablets wie das iPad optimiert, sondern lediglich zoombar.

Besonders nützlich ist die Möglichkeit, für einzelne Zonen die Hinderniserkennung zu deaktivieren. Das ist etwa in Bereichen mit herunterhängenden Ästen von Vorteil, weil der Mähroboter diese Flächen dann nicht auslässt. Der Stoßfänger bleibt als mechanische Hinderniserkennung bei Kontakt weiterhin aktiv.

Ebenfalls praktisch: Der Akkustand für das automatische Aufladen lässt sich in Stufen von 10, 15, 20 und 25 Prozent konfigurieren. Ebenso kann der Akkustand für die Wiederaufnahme des Mähvorgangs zwischen 80 und 100 Prozent in 5er-Schritten definiert werden. Wer den Wert auf 80 Prozent setzt, verkürzt die Wartezeit an der Ladestation – vorausgesetzt, die verbleibende Akkuladung reicht für die Restfläche aus.

Sprachsteuerung: Unterstützt werden Amazon Alexa, Google Assistant und Siri-Kurzbefehle für grundlegende Steuerungsbefehle wie Start, Stopp und Rückkehr zur Ladestation.

Smart Home by Hornbach: Der Dreame lässt sich einbinden, die Integration bietet jedoch kaum Mehrwert über einfache Start-/Stopp-Befehle hinaus.

Dreame A3 AWD Pro 3500: Für Home-Assistant gibt es eine community-basierte Integration, die allerdings an die Dreame-Cloud gekoppelt ist. Eine lokale Ansteuerung ist nicht möglich. Mit der Integration hat man Zugriff auf viele Betriebsdaten wie dem Akku-Status und dem Mähfortschritt.

Home Assistant: Über eine Community-basierte Integration besteht Zugriff auf den Mähroboter. Die Dreame-Integration zeigt unter anderem Mähkarten und den aktuellen Fortschritt an – ein deutlich größerer Funktionsumfang als bei den meisten nativen Smart-Home-Anbindungen. Wichtig: Die Integration ist an die Hersteller-Cloud gekoppelt – ein rein lokaler Zugriff ist nicht möglich.

Fehlende Integrationen: Eine native Anbindung an Apple Home besteht nicht – das gilt allerdings bislang für alle Mähroboter. Generell spielt Smart Home bei den Herstellern eine untergeordnete Rolle.

Dreame A3 AWD Pro 3500: Der Allrad-Mäher hat mit steilem Gelände keine Probleme. Allerdings sollte der Untergrund absolut trocken sein. Ansonsten drohen bei Wendemanövern Schäden am Rasen.

Wartung und Pflege

Die App informiert, wenn die Klingen gewechselt werden müssen. Der Wechsel selbst ist unkompliziert und ohne Werkzeug möglich. Mit 18 mitgelieferten Ersatzklingen ist der Einstieg gut abgedeckt.

Ein Ersatzakku für Privatanwender ist bei Dreame nicht erhältlich (siehe Abschnitt 6). Für die Überwinterung empfiehlt der Hersteller, den Mähroboter frostfrei zu lagern und den Akku auf etwa 50 Prozent Ladezustand zu halten. Eine automatische Reinigungsfunktion ist nicht vorhanden – das Gehäuse und die Messer sollten regelmäßig von Grasresten befreit werden.

Preis

Der Dreame A3 AWD Pro 3500 hat eine UVP von knapp 2600 Euro und ist aktuell für knapp 2200 Euro (-15 %) erhältlich. Das größere Modell A3 AWD Pro 5000 wird für 2.999 Euro angeboten. Dreame gewährt drei Jahre Garantie. Außerdem hat Dreame mit dem A3 AWD 1000 ein weiteres Modell im Programm, das allerdings nur eine Schnittbreite von 20 cm bietet. Hier ist also nur ein Schneideteller installiert, während die größeren Varianten mit zweien eine Schnittbreite von 40 cm bieten.

Fazit

Der Dreame A3 AWD Pro 3500 richtet sich an Besitzer großer, komplexer Gärten mit Hanglagen, mehreren Zonen und schwierigen Übergängen. Der Mähroboter entfaltet seinen Mehrwert insbesondere dort, wo herkömmliche Geräte an Traktions- oder Navigationsgrenzen stoßen. Beim Kantenschnitt ist er mit unter 3 cm Restabstand einer der besten – wer Nacharbeit mit dem Rasentrimmer minimieren will, findet hier eine sehr gute Lösung.

Die Mähleistung überzeugt: Mit 186 m²/h auf flachem Terrain ist der Dreame einer der schnellsten Mähroboter. Auch die Gesamtfläche von knapp 500 m² mit Steigung und Hindernissen bewältigte er zuverlässig, wenn auch nicht in einer Akkuladung. Die Ladezeit von rund 80 Minuten hält die Zwangspause kurz.

Schwächen zeigt der A3 AWD Pro bei der Software-Reife: Die automatische Kartierung erfordert bei komplexen Gärten manuelle Nacharbeit, die Garden-Guardian-Funktion liefert mit einer Erkennungsquote von nur 50 Prozent und niedriger Auflösung keine zuverlässige Überwachung, und die Smart-Home-Anbindung bleibt rudimentär – Apple Home fehlt, eine iPad-optimierte App ebenfalls. Auch das hohe Gewicht von 24,5 kg kann auf feuchtem, steilem Rasen zu Spuren führen.

Die Kaufentscheidung sollte primär an der Gartensituation festgemacht werden: Für große, steile oder verwinkelte Gärten mit dem Anspruch an minimale Nacharbeit an den Kanten ist der Dreame A3 AWD Pro 3500 eine der besten verfügbaren Optionen. Für einfache, kleine Rasenflächen ist er überdimensioniert – hier fahren günstigere Modelle wie der Segway Navimow i208 LiDAR wirtschaftlicher.

Technologiesieger

Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro

Mähroboter Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro im Test: Mäht gut und trimmt sogar

Kabellos, Trimmer integriert, 400 m²/h – kann der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro in unserem Test halten, was er verspricht?

VORTEILE

  • Integrierter Fadentrimmer spart Nacharbeit an Kanten
  • Gutes Mähtempo mit 155 m²/h
  • Solide Akkulaufzeit und schnelles Laden
  • Livestream der Kamera in App

NACHTEILE

  • Trimmer arbeitet unpräzise an Sperrflächen
  • Eingeschränkte Geländetauglichkeit
  • Mobilfunkmodul (LTE) nur optional

Kabellos, Trimmer integriert, 400 m²/h – kann der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro in unserem Test halten, was er verspricht?

Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro ist der aktuelle Flaggschiff-Mähroboter des Herstellers und setzt vollständig auf kabellose Navigation. Störende Begrenzungskabel oder eine RTK-Antenne entfallen – stattdessen kombiniert Ecovacs einen 360°-LiDAR mit einem 3D-ToF-Sensor und einer KI-Kamera. Das ist ein klarer Vorteil bei schwierigen Empfangsbedingungen, etwa unter hohen Bäumen oder in Hinterhöfen, wo Satellitensignale oft ausfallen.

Getestet wurde der 18,3 kg schwere Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro in einem anspruchsvollen Garten mit drei Rasenzonen und einer Gesamtfläche von knapp 500 m². Eine Zone weist eine Steigung von rund 30° auf, zwischen den Zonen liegen 4 bis 5 cm hohe Randsteine, und eine weitere Zone ist nur über eine 70 cm breite Engstelle erreichbar. Die Mähgeschwindigkeit wurde auf einer flachen, 240 m² großen Referenzfläche gemessen. Ziel war es herauszufinden, ob der integrierte Tru-Edge-Trimmer und die Dual-LiDAR-Navigation den Alltag wirklich erleichtern – oder ob die vielen Sensoren an komplexen Gegebenheiten scheitern.

Design, Verarbeitung und Ausstattung

Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro präsentiert sich in einem modernen weiß-schwarzen Gehäuse, dessen Verarbeitung einen hochwertigen Eindruck hinterlässt. Auffällig sind die großen, stark profilierten Offroad-Räder, die gute Traktion versprechen.

Auf der Oberseite thront die charakteristische 360°-LiDAR-Kuppel, die sich mit einer Schutzkappe abdecken lässt. Frontseitig ergänzen eine KI-Fischaugenkamera mit 150° horizontalem und 80° vertikalem Blickfeld sowie ein 3D-ToF-LiDAR mit 90° horizontalem und 70° vertikalem Erfassungswinkel bei einer Reichweite von 3 bis 4 Metern das Sensorsystem. Ein integriertes Display mit drei Tasten und eine gut erreichbare rote Stopptaste erlauben die Bedienung auch ohne Smartphone. Auf der Unterseite arbeiten zwei Messerscheiben mit jeweils drei Klingen bei 3.000 Umdrehungen pro Minute. Der seitliche Fadentrimmer wird separat montiert.

Der Ecovacs Goat A1600 LiDAR Pro und der Goat O1200 verfügen ebenfalls über eine Trimm-Einheit.

Modellvarianten: Ecovacs bietet den Mähroboter in zwei Ausführungen an. Der Goat A1600 LiDAR Pro ist mit einem 3.000-mAh-Akku bei 32,4 V für Flächen bis 1.600 m² ausgelegt, wiegt 17,8 kg und kostet rund 1.500 Euro. Der hier getestete Goat A3000 LiDAR Pro verfügt über einen deutlich größeren 7.500-mAh-Akku für Flächen bis 3.000 m², wiegt 18,3 kg und liegt bei etwa 2.300 Euro. Beide Modelle sind ansonsten baugleich – Schnittbreite von 33 cm, Trimmer und Navigationssystem sind identisch. Der A3000 bringt lediglich den größeren Akku und ein schnelleres Ladegerät mit.

Inbetriebnahme und Kartierung

Die Einrichtung über die Ecovacs-App ist vorbildlich gelöst. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Bildern führt durch Bluetooth-Kopplung, QR-Code-Scan und WLAN-Verbindung über 2,4 GHz – auch in gemischten Netzen gab es keine Probleme. Nach einem obligatorischen Firmware-Update war der Roboter in etwa 30 Minuten startklar. Einzig die Montage des Trimmermoduls erfordert etwas Geduld und einen Kreuzschlitzschraubendreher mit langer Klinge von mindestens 10 cm, da eine Schraube tief im Gehäuse sitzt.

Kartierung: Die automatische Kartierung funktioniert grundsätzlich nur bei klaren Rasenkanten wie Randsteinen oder Mauern. Da der Testgarten offene Grenzen hat und nur teilweise mit Randsteinen umgeben ist, konnte die automatische Kartierung nicht sinnvoll überprüft werden. Für komplexe Gärten ist die manuelle Kartierung ohnehin die bessere Wahl: Man läuft in Bluetooth-Reichweite hinter dem Roboter her und steuert ihn per App entlang der Rasengrenzen. Das ist präziser, zuverlässiger und wird von der App gut unterstützt. Es lassen sich mehrere Zonen und Verbindungspfade anlegen.

Unsere nur 70 cm breite Engstelle zwischen zwei Rasenzonen passiert der Goat A3000 LiDAR Pro im Test nicht. Scheinbar ist der Mähroboter durch die Trimmeinheit dafür zu breit geworden, denn das Vorgängermodell hat diese Engstelle gemeistert. RTK-Mähroboter sind bislang alle daran gescheitert.

Die Mindestdurchfahrtsbreite gibt Ecovacs mit 90 cm an. Die 70 cm breite Engstelle im Testgarten konnte der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro nicht passieren – anders als noch der Vorgänger Goat A3000 LiDAR ohne Pro-Zusatz. Für Gärten mit schmalen Durchgängen ist das eine relevante Einschränkung.

Mähleistung im Praxistest

Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro mäht in geraden, parallelen Bahnen und liefert ein tadelloses Schnittbild. Die Schnitthöhe lässt sich elektrisch von 3 bis 9 cm in 1-cm-Schritten einstellen. Pro Zone kann man die Mährichtung gradgenau und die Mähgeschwindigkeit zwischen 0,4 und 0,9 m/s festlegen. Für ein besonders gepflegtes Erscheinungsbild lässt sich ein Schachbrettmuster mit 90°-Wechsel aktivieren. Die Mähgeschwindigkeit sollte man allerdings nur erhöhen, wenn die Rasenfläche kaum Hindernisse wie Bäume oder Büsche aufweist – bei höherem Tempo navigiert der Roboter etwas unpräziser, was grundsätzlich für alle Mähroboter gilt.

Flächenleistung: Auf dem 240 m² großen Teststück benötigte der Roboter 1,6 Stunden, was einer Stundenleistung von 155 m² entspricht. Das ist ein solider Wert, liegt aber deutlich unter der Herstellerangabe von bis zu 400 m²/h, die wohl nur auf völlig freier Fläche bei maximaler Geschwindigkeit erreichbar ist. Der Dreame A3 AWD Pro 3500 ist aufgrund seiner größeren Schnittbreite von 40 cm mit 186 m²/h auf derselben Testfläche schneller.

Kantenschnitt mit dem TruEdge-Trimmer: Die größte Neuerung des Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro ist der integrierte Fadentrimmer. Er wird separat über die App gestartet, nachdem man die zu bearbeitenden Kanten markiert hat. Der Roboter fährt diese dann ab, senkt den Trimmer auf eine feste Höhe von 6 cm und beginnt zu trimmen.

Der Trimmer funktioniert noch nicht perfekt. Aber nach zwei Durchläufen kann sich das Ergebnis sehen lassen. So wenig Nacharbeit an den Kanten bietet bislang kein anderer von uns getesteter Mähroboter.

An den Außengrenzen des Gartens funktioniert das Trimmen zufriedenstellend – es bleibt deutlich weniger Nacharbeit als bei Mährobotern ohne Trimmer. Allerdings zeigten sich im Praxistest mehrere Schwächen: Der Roboter verlor gelegentlich ohne ersichtlichen Grund den Kontakt zum Rasenrand, navigierte ins Flächeninnere oder stoppte den Trimmer während der Fahrt. An Sperrflächen hielt er einen viel zu großen Abstand von 10 bis 20 cm, obwohl diese auf 1 bis 2 cm genau kartiert waren – der Trimmer wurde dort wirkungslos. Zudem kann die feste Bauhöhe von 6 cm dazu führen, dass der Trimmer an Randsteinen aufsetzt, wenn der Rasen tiefer als die angrenzende Fläche liegt.

Ecovacs weist in den FAQ darauf hin, dass dichtes Gras mehrere Trimmsitzungen erfordern kann und die Personenerkennung den Trimmvorgang unterbricht – beides bestätigte sich im Test. Nach zwei Durchläufen war das Ergebnis an den Außenkanten gut, die Sperrflächen-Problematik bleibt jedoch ein Ärgernis. Insgesamt ist der Trimmer eine vielversprechende Innovation, die in der aktuellen Softwareversion aber noch nicht ihr volles Potenzial entfaltet.

Navigation und Hinderniserkennung

Das Holo-Scope-360-System kombiniert den 360°-LiDAR mit dem frontalen 3D-ToF-LiDAR und der KI-Kamera zu einem leistungsfähigen Navigationsverbund, der im Regelbetrieb präzise und zuverlässig arbeitet. Die Hinderniserkennung ist vorbildlich: Schläuche, kleine Bälle, Spielzeug und Igel – Ecovacs wirbt mit über 200 erkennbaren Objekttypen – werden sicher umfahren. Dunkle Bereiche oder schlechter Satellitenempfang stellen dank LiDAR kein Problem dar, was einen echten Vorteil gegenüber RTK-basierten Systemen darstellt.

Ganz ohne Kritikpunkte bleibt die Navigation allerdings nicht. Die Hinderniserkennung reagiert gelegentlich übervorsichtig auf hohes Gras oder Löwenzahn, was die Mähzeit unnötig verlängert. Hier hilft die Anpassung des Vermeidungsmodus in der App, der sich auf 10, 15 oder 20 cm konfigurieren lässt. Auch die Überlappung der Mähbahnen schwankt stellenweise, was den insgesamt guten Gesamteindruck etwas trübt. Die Hindernisumfahrung funktioniert im Nahbereich bis auf etwa 5 cm Abstand, was für die meisten Alltagssituationen ausreicht.

Ecovacs-App: Die Aufteilung in Zonen ist möglich und bei einem großen Garten mit unterschiedlichen Flächen auch sinnvoll, da man je Zone die optimale Mährichtung einstellen kann.

Akkulaufzeit und Ladezeit

Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro ist mit einem 7.500-mAh-Akku bei 32,4 V ausgestattet, was einer Kapazität von rund 243 Wh entspricht. Im Praxistest auf dem flachen 240-m²-Teststück verbrauchte er bei 1,6 Stunden Mähzeit etwa 45 bis 50 Prozent der Kapazität. Die Ladezeit von 15 auf 100 Prozent betrug mit dem 189-W-Netzteil 85 Minuten – die Herstellerangabe von 70 Minuten wurde damit nicht ganz erreicht, der Wert ist aber akzeptabel. Die Reichweite dürfte für die beworbenen 3.000 m² in der Praxis bei komplexen Gärten mit Hindernissen und Steigungen etwas geringer ausfallen, ist aber insgesamt sehr gut dimensioniert.

Bei einem Strompreis von 35 Cent/kWh kostet eine Vollladung rund 8,5 Cent – die Betriebskosten sind damit vernachlässigbar.

Hanglagen und Geländetauglichkeit

Ecovacs gibt eine maximale Steigfähigkeit von 50 Prozent an, was etwa 27° entspricht. Im Testgarten wurde der Mähroboter auch auf einer 30°-Steigung eingesetzt – also oberhalb der Herstellerangabe. Auf weniger steilem Gelände arbeitete der Hinterradantrieb zuverlässig, solange längs zum Hang gemäht wurde. Quer zum Hang oder bei nassem, rutschigem Gras kam es jedoch zu Traktionsverlusten und Wendemanövern, die Rasenschäden verursachen können. Für Gärten mit extremen Steigungen ist ein Allradantrieb wie beim Dreame A3 AWD Pro 3500 die bessere Wahl – doch auch mit Allrad sollte man steile Flächen nur bei trockenem Untergrund mähen, um Rasenschäden zu vermeiden.

Die maximale Hindernishöhe liegt bei 4 cm, was für viele Gärten ausreichen dürfte. Die 4 bis 5 cm hohen Randsteine im Testgarten stellten jedoch eine unüberwindbare Hürde dar, sodass der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro eine der drei Rasenzonen nicht erreichen konnte. Für normale Hanglagen bis etwa 45 Prozent Neigung und Gärten ohne hohe Bordsteinkanten ist das Gerät gut geeignet, bei extremeren Anforderungen stößt es an seine Grenzen.

So sieht der Ecovacs A3000 LiDAR Pro die Umgebung

Lautstärke und Betriebszeiten

Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro ist im normalen Mähbetrieb mit 62 dB(A) angenehm leise – das entspricht in etwa einer normalen Unterhaltung. Man kann sich problemlos im Garten aufhalten, während er arbeitet.

Deutlich anders verhält es sich mit dem integrierten Trimmer: Mit 82 dB(A) erreicht er die Lautstärke eines herkömmlichen Rasentrimmers. Der Geräuschpegel schwankt dabei je nach Situation – leiser bei der Navigation zwischen den Kanten, lauter im dichten Gras und kurzzeitig mit höherer Drehzahl beim Markieren der Schnittlinie. Nach herrschender Rechtsauffassung gelten für den regulären Mähbetrieb die Zeiten der 32. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV): Montag bis Samstag von 7:00 bis 20:00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ist der Betrieb grundsätzlich untersagt. Da § 7 der 32. BImSchV für Graskantenschneider verschärfte Einschränkungen vorsieht, sollte der Trimmer vorsichtshalber nur werktags zwischen 9:00 und 13:00 Uhr sowie zwischen 15:00 und 17:00 Uhr eingesetzt werden.

Sicherheit und Diebstahlschutz

Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro verfügt über einen PIN-Code, der beim Einschalten oder Verlassen der Mähkarte abgefragt wird. Doch selbst mit Kenntnis der PIN können Diebe mit dem Gerät nichts anfangen: Solange der Roboter mit einem Nutzerkonto verknüpft ist, lässt er sich nicht mit der Ecovacs-App nicht verbinden. Wird das Gerät angehoben, löst es einen Alarm aus. Optional kann ein 4G-Modul mit GPS-Einheit für 150 Euro nachgerüstet werden, das im Lieferumfang nicht enthalten ist und eine Echtzeit-Ortung ermöglicht sowie eine Fernsteuerung außerhalb des heimischen WLAN-Netzes erlaubt.

Die Kombination aus LiDAR, Kamera und ToF-Sensor erkennt selbst kleine Gegenstände zuverlässig, eine hundertprozentige Garantie gibt es dennoch nicht. Zum Schutz nachtaktiver Tiere wie Igel sollte der Mähroboter ausschließlich tagsüber betrieben werden. In einigen Kommunen gibt es bereits Nachtfahrverbote mit empfindlichen Geldbußen – in Leipzig beispielsweise bis zu 50.000 Euro. Geht es nach dem Deutschen Städtetag, könnte ein solches Verbot bald bundesweit gelten. In der Ecovacs-App lassen sich entsprechende Tierschutz-Zeiten definieren, die standardmäßig auf 19:00 bis 7:00 Uhr eingestellt sind.

App und Smart-Home-Integration

Die Ecovacs-App ist funktional und übersichtlich gestaltet. Sie bietet zonenbasierte Einstellungen für Mährichtung, Geschwindigkeit, Schnitthöhe und Hindernisvermeidungshöhe. Zeitpläne lassen sich ebenso konfigurieren wie Tierschutz-Zeiten und eine Regenverzögerung von 3 bis 5 Stunden. Die Kartenbearbeitung erlaubt das Teilen und Zusammenführen von Zonen, das Anlegen von Sperrflächen und Verbindungspfaden sowie die gezielte Auswahl der Kanten für den Trimmereinsatz. Darüber hinaus stehen eine manuelle Steuerung und ein Livestream der integrierten Kamera zur Verfügung. Die App ist allerdings nicht für Tablets wie das iPad optimiert – die Darstellung lässt sich lediglich größer zoomen.

Smart-Home-Integration: Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro unterstützt Sprachsteuerung über Amazon Alexa und Google Assistant sowie Siri-Kurzbefehle für grundlegende Befehle wie Start, Stopp und Rückkehr zur Ladestation. Auch eine Einbindung in Smart Home by Hornbach ist möglich, bietet aber nur rudimentäre Funktionen wie Start und Stopp – selbst das Auslesen von Betriebsdaten wie dem Akkustatus fehlt. Die Community-basierte Home-Assistant-Integration unterstützt derzeit den Goat A3000 LiDAR aus dem Vorjahr, jedoch bislang nicht das aktuelle Pro-Modell. Zudem ist die Integration an die Hersteller-Cloud gekoppelt – ein rein lokaler Zugriff auf das Gerät ist nicht möglich. Eine native Anbindung an Apple Home besteht nicht.

Mit einem Hochdruckreiniger darf der Ecovacs nicht gereinigt werden. Aber Wasser aus einem normalen Gartenschlauch hält er dank IPX6-Zertifizierung aus.

Wartung und Pflege

Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro ist nach IPX6 zertifiziert und kann mit einem sanften Wasserstrahl gereinigt werden – ein Hochdruckreiniger sollte jedoch nicht zum Einsatz kommen. Die Ladestation ist nach IPX4 geschützt. Vor dem Reinigen oder Umdrehen des Geräts muss die Gummikappe auf die LiDAR-Kuppel gesetzt werden, um den empfindlichen Sensor zu schützen.

Laut Handbuch sollte der LiDAR-Sensor wöchentlich abgewischt werden, Kamera und ToF-Sensor alle ein bis zwei Wochen. Die Messer sind alle vier bis sechs Wochen zu wechseln, Trimmerfaden und -bürste alle vier bis acht Wochen. Ein Ersatzmessersatz mit 18 Klingen kostet 15 Euro, von Drittanbietern gibt es 30 Stück bereits für aktuell rund 16 Euro. Ein Trimmer-Kit mit zwei Fäden und zwei Bürsten schlägt mit 35 Euro zu Buche.

Der Akku ist über eine verschraubte Abdeckung auf der Unterseite zugänglich und grundsätzlich wechselbar. Die Kosten für einen Austausch außerhalb der Garantie sind allerdings nicht verbindlich beziffert – der Support verweist auf autorisierte Servicepartner.

Preis

Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro positioniert sich mit rund 2300 Euro im oberen Premiumsegment. Sein größtes Alleinstellungsmerkmal ist der integrierte Trimmer, der allerdings in der aktuellen Softwareversion noch nicht perfekt arbeitet. Gegenüber RTK-Systemen hat er den Vorteil, dass er auch ohne Satellitenempfang zuverlässig navigiert. Gegenüber dem Dreame A3 AWD Pro 3500 fehlt ihm der Allradantrieb für extreme Steigungen und hohe Randsteine, dafür bietet er mit dem Trimmer eine Funktion, die kein anderes Gerät im Testfeld hat. Ecovacs gewährt drei Jahre Garantie.

Für Gärten bis 1.600 m² ohne extreme Steigungen ist der Goat A1600 LiDAR Pro mit rund 1500 Euro die wirtschaftlichere Alternative: Baugleiche Technik, mit identischem Trimmer und Navigationssystem, lediglich der Akku ist kleiner. Wer keine 3.000 m² mähen muss, spart 800 Euro ohne funktionale Einbußen.

Fazit

Der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro ist ein mutiger, aber noch nicht vollständig ausgereifter Meilenstein. Die kabellose Dual-LiDAR-Navigation arbeitet hervorragend – vor allem unter Bäumen oder in Hinterhöfen, wo RTK-Systeme regelmäßig scheitern. Die Mähleistung ist mit 155 m²/h gut, das Schnittbild tadellos gleichmäßig. Auch die App überzeugt mit übersichtlicher Bedienung und umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten, die sich pro Mähzone individuell festlegen lassen.

Der integrierte Tru-Edge-Trimmer ist die eigentliche Innovation dieses Modells. An den Außenkanten des Gartens spart er spürbar Nacharbeit – kein anderes Gerät im Testfeld kommt ohne manuellen Rasentrimmer an ein vergleichbares Ergebnis. Allerdings kämpft der Trimmer mit Abstandsproblemen an Sperrflächen, gelegentlichen Unterbrechungen und einer festen Bauhöhe von 6 cm, die an Randsteinen zum Problem werden kann. Die Technik ist vielversprechend, benötigt aber noch Software-Feinschliff.

Grenzen zeigt der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro bei der Geländetauglichkeit: Die Mindestdurchfahrtsbreite von 90 cm schließt enge Passagen aus, die maximale Hindernishöhe von 4 cm macht hohe Randsteine zur unüberwindbaren Hürde, und bei Steigungen jenseits von 27° gerät der Hinterradantrieb ins Rutschen. Wer einen Mähroboter für Gärten mit Engstellen, hohen Bordsteinkanten oder steilen Hängen sucht, ist mit einem Allrad-Modell wie dem Dreame A3 AWD Pro 3500 (Testbericht) besser bedient.

Für große, überwiegend offene Gärten mit moderaten Steigungen und dem Wunsch nach möglichst wenig Nacharbeit an den Kanten ist der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro dennoch eine der interessantesten Optionen am Markt. Wenn Ecovacs die Software-Baustellen beim Trimmer und bei der Bahnüberlappung per Update behebt, könnte dieses Gerät sein volles Potenzial entfalten.

Dreame A2 im Test: Mähroboter im Porsche-Look überzeugt mit präziser Navigation

Der Dreame A2 navigiert dank Lidar und Kamera ohne Begrenzungskabel. Wie gut er das macht und wie die Mähleistung ausfällt, zeigt der Test.

VORTEILE

  • Lidar-Navigation mit KI-Kamera und damit unabhängig von Satellitendaten
  • Top-Software mit vielen Einstellmöglichkeiten pro Zone
  • Durchfährt problemlos enge Stellen

NACHTEILE

  • Schnittbreite mit 22 cm nur Durchschnitt
  • Teilweise Durchdrehen der Räder

Der Dreame A2 navigiert dank Lidar und Kamera ohne Begrenzungskabel. Wie gut er das macht und wie die Mähleistung ausfällt, zeigt der Test.

Saugroboter fahren schon seit Jahren mit Lidar (Light Detection and Ranging) zentimetergenau durch den Haushalt, Haushaltshelfer mit Laserturm haben sich längst gegen Kamerasysteme durchgesetzt. Bei Mährobotern ist das anders. Aktuelle Modelle, die ohne Begrenzungsdraht auskommen, verwenden überwiegend entweder Kameras und/oder RTK (Real Time Kinetics) mit GPS (Global Positioning System) zur Orientierung. Doch die Satellitennavigation hat ihre Tücken. Begrenzen hohe Gebäude die Rasenfläche, kann es wie im Fall des Ecovacs Goat A1600 RTK (Bestenliste) passieren, dass nicht genügend Satellitendaten empfangen werden. Im schlimmsten Fall fährt der Mähroboter erst gar nicht los. Auch kann der Empfang bei um Gebäude verlaufenden Rasenflächen gestört werden. Lidar-gestützte Mähroboter wie der Ecovacs Goat A3000 Lidar (Bestenliste) kommen ohne Satellitendaten aus. Das prädestiniert sie für den Einsatz in SAT-feindlicher Umgebung. Dreame hatte bereits 2024 mit dem A1 (Bestenliste) einen Mähroboter mit Lidar im Programm. Der A2 setzt ebenfalls auf diese Technik und hat zudem eine Kamera an Bord und mäht nun bis zu 3000 m² statt 2000 m² beim A1. Außerdem hat Dreame ein 4G-Modul integriert, das ab Inbetriebnahme drei Jahre kostenlosen Empfang ermöglicht. Damit hat man im Garten auch ohne WLAN Zugriff auf den Mähroboter inklusive Kamera. Die Schnittbreite beträgt wie beim Vorgängermodell 22 cm, allerdings mit einem gravierenden Unterschied: Der A2 bietet ein bewegliches Schneidesystem, das bis auf 5 cm zum Gehäuserand ausgefahren werden kann. Mit dieser Ausstattung konkurriert der Dreame A2, der aktuell bei Amazon für 1900 Euro erhältlich ist (Normalpreis: 2500 Euro, Garage: 149 Euro), mit dem Ecovacs Goat A3000 Lidar, der statt 3000 Euro nur noch 2000 Euro kostet.

Was der Dreame A2 ansonsten noch zu bieten hat und wie er sich in der Praxis in Bezug auf Navigation, Mähleistung und Kantenmähen schlägt, zeigt unser Test.

Dreame A2

Design

Mit dem A1 hat Dreame bereits einen sehr schönen Mähroboter vorgestellt. Doch der A2 sieht tatsächlich noch besser aus. Das lange, flache Chassis mit glänzendem Finish in Silber gleicht auf den ersten Blick dem des Vorgängers, bietet aber an der oberen Abdeckung an der Front eine umlaufende, leicht zurückgesetzte LED-Beleuchtung, die von einer Silber-schwarz lackierten wenige Zentimeter großen Fläche reflektiert wird. Während so gut wie alle anderen Hersteller auf widerstandsfähigen, matten Kunststoff setzen, verpasst Dreame seinem Modell eine Oberfläche wie ein Luxusauto. Vor allem das Heck erinnert an das Design eines weltbekannten Sportwagenhersteller aus Stuttgart. Finish und langgestrecktes Chassis lassen den Roboter mit dem kleinen „Knopf“ vorn, bei dem es sich um das Lidar-System handelt, hochwertig erscheinen.

Dreame A2: Top-Technik schön verpackt.

Der Rest ist hingegen Standard: Es gibt zwei nur teilweise verdeckte, große Antriebsräder mit Stollen und vorne zwei ungelenkte Stützräder. Die große Stopp-Taste im hinteren Bereich der Oberseite unterbricht nicht nur sofort den Mähvorgang, sondern öffnet gleichzeitig auch die obere Abdeckung, unter der ein kleines Display sowie ein dreh- und drückbarer Bedienknopf und Folientasten zur weiteren Steuerung untergebracht sind. Das erinnert an den Worx Vision (Testbericht), nur dass diese Elemente dort nicht unter einer Abdeckung verborgen sind. Die Unterseite des A2 bietet mit drei per Schnellverschluss ohne Werkzeug wechselbaren Klingen ein weiteres kleines Highlight des rund 16 kg schweren Geräts. Zudem darf der Dreame-Mäher dank IPx6-Zertifizierung auch auf der Unterseite mit einem Gartenschlauch abgespritzt werden – das ist bei vielen Wettbewerbern anders.

Wie gut ist die App des Dreame A2?

Zur Steuerung des Dreame A2 kommt die bewährte Dreamehome-App zum Einsatz. Dort scannt der Nutzer mit seinem Smartphone wie gewohnt den QR-Code, der unter der Bedienfeldabdeckung positioniert ist, und folgt den weiteren Anweisungen. Das klappt genauso einfach wie bei den Saugrobotern des Herstellers. Im Laufe der Einrichtung wird nach der Bluetooth-Verbindung auch eine WLAN-Verbindung hergestellt, über die der Roboter später auch aus der Ferne gesteuert werden kann. Fährt der A2 aus dem Empfangsbereich des WLANs, sorgt das integrierte 4G-Modul für eine Verbindung.

Mittig ist die Mähkarte positioniert, darüber Auswahlbuttons für die Mähart („Gesamtes Gebiet“, „Begrenzung“, „Zone“), Zeitpläne (unterteilt nach Frühling/Sommer und Herbst/Winter), Karte, Einstellungen und Sperrung der Bedienung am Mäher. Darüber befindet sich eine weitere Reihe mit Anzeigen für Bluetooth, WLAN und 4G, außerdem werden hier die Gesamtgröße aller Zonen und die Akkuladung des Roboters angezeigt. Ganz oben rechts gibt es über das typische Dreipunkt-Menü Zugriff auf weitere Optionen wie Aktivitätenprotokolle, Regen- und Frostschutz, Roboterstimme und einiges mehr.

Im Kartenmenü zeigt sich die Erfahrung des Herstellers mit Saugrobotern. Hier gibt es zahllose Features zum Anlegen von Zonen, Verbotszonen und Pfaden. So viel gibt es bei der Konkurrenz meist nicht. So dürfen No-Go-Zonen nicht nur wie gewohnt mit dem Roboter abgefahren, sondern wahlweise auch in der App eingezeichnet werden, wobei Nutzer Linien, Rechtecke oder Kreise verwenden können. Pfade verbinden Zonen untereinander oder die Ladestation mit einer Zone – sie darf also auch außerhalb stehen. Die Schnitthöhe darf der Nutzer pro Zone oder global zwischen 30 und 70 mm wählen, die Ausrichtung der Mähbahnen frei bestimmen.

3D-Karte: So sieht der Dreame A2 unsere Rasenflächen.

Besonders hervorzuheben ist, dass man eine Zone nicht nur hinsichtlich der Mähgeschwindigkeit und -höhe, sowie Hinderniserkennung konfigurieren kann, sondern, anders als etwa bei Ecovacs, auch die Mährichtung und das Muster (Kreuz- oder Schachbrettmuster) einstellen kann. Zudem unterscheidet die Hinderniserkennung nicht nur hinsichtlich der Größe, sondern auch zwischen Menschen, Tieren und Objekten. All dies lässt sich pro Zone und nicht nur generell festlegen – ausgezeichnet.

Schick ist auch die 3D-Darstellung dessen, was der Roboter sieht. In einem Punktraster findet der Nutzer hier eine erstaunlich detaillierte Karte der Umgebung vor, auf der Gegenstände, Pflanzen, Bäume, Autos und wegen der großen Reichweite des Lidar-Systems auch schon mal Teile vom Nachbarhaus schematisch angezeigt werden. Der „Laser“ des A2 kommt nämlich bis zu 75 Meter weit und in einem Winkel von bis zu 59 Grad hoch. Die Karte ist flüssig zoom-, dreh- und bewegbar.

Im Standard-Modus fährt der A2 überlappende Bahnen und lässt nichts aus, er mäht hier bis zu 120 m² pro Stunde. Im Effizienzmodus sinken Genauigkeit und Hinderniserkennung, dafür steigt die Mähleistung auf bis zu 200 m²/h. Einer der wichtigsten Punkte dürfte die Hinderniserkennung sein. Hier darf der Nutzer bestimmen, ob der Roboter generell berührungslos fahren soll und wie groß Hindernisse sein müssen, um erkannt werden zu können. Die App unterscheidet dabei zwischen ab 5, 10, 15 und 20 Zentimeter Höhe. Je unebener oder höher der Rasen ist, desto häufiger werden mit abnehmender Höhe der zu erkennenden Objekte allerdings Fehlerkennungen. So kann es passieren, dass der Roboter einzelne Grasbüschel nicht mehr mäht oder in die Zone hängende Zweige und Blätter dafür sorgen, dass er darum herum statt darunter herfährt.

Der Dreame A2 bietet eine 1080P-Kamera, die auch Menschen erkennt und eine entsprechende Benachrichtigung verschickt.

Wie lernt der Dreame A2 die Mähzonen?

Die Einrichtung der einzelnen Mähzonen klappt dank der guten Erklärungen und des überwiegend einfachen Aufbaus der App kinderleicht und letztlich wie beim Großteil der Konkurrenz. Der Nutzer muss dafür beim Anlernen den A2 wie ein RC-Auto mit dem Smartphone steuern und die Grenzen abfahren – fertig. Neu ist beim A2 die Möglichkeit der automatischen Kartierung. Allerdings funktioniert das im Test in unserem Garten mit direkt an den Rasen grenzenden Beeten und Bepflanzungen ohne Randsteine nicht so gut. Daher raten wir bei Rasenflächen ohne klare Abgrenzung zur manuellen Kartenerstellung. Damit fährt man besser, weil diese Karte einfach präziser ist.

Vorsicht ist wie immer bei Kanten geboten, die die Rasenfläche von einem etwas tiefer liegenden Weg abgrenzen. Hier sollte man ein wenig Abstand halten und nicht auf Kante kartieren. Denn ansonsten kann es wie im Test passieren, dass der A2 über diese hinausfährt und hängenbleibt. Dadurch besteht außerdem die Gefahr, dass sich die Klingen stumpf schleifen und die bewegliche Mähscheibe beschädigt wird. In einem solchen Fall schaltet der A2 sich zwar ab, doch die Vermeidung solcher Vorfälle ist immer besser.

Toll ist auch die Möglichkeit, dass man die Rasenfläche auch nach der Kartierung in mehrere Zonen einteilen kann. Und zwar ohne, dass man diese Trennlinie mit dem A2 abfahren muss. Stattdessen ermöglicht das die App, indem man einfach eine Linie einzeichnet.

Dreame A2: Die Zonenverwaltung sucht ihresgleichen. Nach der Kartierung kann man die Rasenfläche bequem per App in mehrere Zonen aufteilen und diese umfassend konfigurieren. So kann man etwa unterschiedliche Mährichtungen und -muster einstellen und auch die Mähgeschwindigkeit und -höhe sowie die Hinderniserkennung lokalen Begebenheiten anpassen.

Wie navigiert der Dreame A2 im Alltag?

Wir haben uns wie immer nicht an die Vorgaben gehalten, sondern ohne Blick ins Handbuch losgelegt – und sind grundsätzlich nicht enttäuscht worden. Zwar bezahlte unser Testgerät des Dreame A2 schon nach kurzer Zeit mit einer hässlichen Schramme von der unsachgemäßen Installation, die er sich an einer Wand zugezogen hatte. Das als Bumper konzipierte Chassis sorgt aber in solchen Ausnahmen dafür, dass der Roboter problemlos weiter mäht. Hier rächt sich dann allerdings das schicke Hochglanz-Chassis des „Silberpfeils“.

Dreame A2: An dieser Engstelle scheiterten bislang alle RTK-basierten Mähroboter. Die Lidar-basierten Modelle wie den Dreame A2 oder den Ecovacs A3000 passieren das enge Verbindungsstück problemlos.

Davon abgesehen schlug sich der A2 bei der grundsätzlichen Navigation aber sehr gut, auch wenn es im Detail noch etwas Anpassungsbedarf gibt. So findet sich der Mähroboter stets sehr gut zurecht und navigiert daher auch in Umgebungen, in denen RTK/GPS-basierte Modelle längst aufgeben. Wir haben ihn etwa dem Härtetest rechts neben dem Haus unterzogen, wo selbst die besten GPS-Mäher wie Mammotion Luba (Testbericht) und Stiga A1500 (Testbericht) immer wieder mit Problemen zu kämpfen hatten. Außerdem haben wir zwei Zonen per Pfad zwischen zwei Gebäudeteilen hindurch verbunden. Spätestens hier hätte sich jeder GPS-Mäher geweigert und die Arbeit eingestellt. Nicht so der A2, der nach dem ersten Anlernen fortan stoisch dem einmal angeeigneten Weg folgte und auch die beiden Problemzonen ohne Einschränkung mähte. Auch hat er eine Engstelle wie der Ecovacs A3000 Lidar gemeistert, an der etwa der Mammotion Luba Mini nicht vorbeikam.

Es wurde bereits angedeutet: Ganz rund läuft trotzdem nicht alles beim A2. Zwar passt für uns die grundsätzliche Navigation schon sehr gut und auch die Genauigkeit, die der Hersteller mit bis zu 1 cm angibt, scheint meist erreicht zu werden. Gerade in Verbindung mit der anpassbaren Hinderniserkennung, die im Abschnitt “App” beschrieben wurde, mäht der Roboter nach der Fläche dann auch direkt an der Begrenzung – und das bei entsprechender Einstellung auch unter Büschen. Bei GPS-Mähern steigt hier die Abweichung, Kamera-Mäher wollen sich erst gar nicht in die Büsche schlagen.

Auffällig ist allerdings, dass der A2 – egal ob manuell per Fernbedienung gesteuert oder automatisch fahrend – immer wieder für den Bruchteil einer Sekunde abrupt stehenbleibt und dann direkt ohne Richtungswechsel weiterfährt. Das hatte im Test auch der sehr gute Segway Navimow (Testbericht) gemacht. Außerdem wirkt er – vor allem bei aktivierter Hinderniserkennung – bisweilen recht unstrukturiert. Dann wird mal hier, mal dorthin gedreht, ein Bogen gefahren oder sonst wie versucht, mit dem Störfaktor klarzukommen. Das funktionierte letztlich immer, wirkt aber noch sehr chaotisch und kostet Zeit. Denn gemäht wird bei solchen Kapriolen auch nicht, wohl aus Sicherheitsgründen.

Wie gut mäht der Dreame A2?

Dank der systematischen (und in der Ausrichtung frei wählbaren) Bahnennavigation schafft der Dreame A2 pro Tag etwa 1000 m² Rasenfläche. Die versprochenen 3000 m² beziehen sich also auf 2 Tage – oder der Nutzer stellt die Mäeffizienz in der App von „Standard“ auf „Effizient“ um. Die angegebenen Rasenflächen erreicht er wie die Konkurrenz, indem er mäht, anschließend zur Ladestation zurückkehrt, lädt und nach rund einer Stunde wieder seine Arbeit fortsetzt. Das Schnittbild gibt keinen Anlass zur Kritik.

Dreame A2: Der Abstand zwischen Gehäuserand und Mähteller beträgt wie bei den Ecovacs-Modellen A3000 Lidar und A1600 RTK nur 5 cm. Entsprechend wenig muss man mit einem Trimmer an Kanten mit fester Begrenzung nacharbeiten.

Wird es enger und der A2 muss viel rangieren, macht sich das langgezogene Chassis negativ bemerkbar. Gerade dann, wenn der Rasen eher holperig ist und nicht einem englischen Wimbledon-Grün entspricht, bleibt der Mäher bei Wendemanövern immer wieder kurz mit den vorderen, ungelenkten Rädern hängen. Das führt dann immer wieder kurzzeitig zu durchdrehenden Rädern, denn die Kraft, die der Bot benötigt, um den langen Vorbau herumzuschwenken, ist einfach höher als bei einem kompakten Modell. Das macht sich auch an Hängen bemerkbar. Muss er sie nur gerade hinauf oder hinunterfahren, gibt es bis zur Herstellerangabe von 45 Prozent oder 24 Grad keine Probleme. Soll am Hang gewendet werden, rutscht der Roboter aber immer wieder ab. Das machen Stiga und Mammotion besser.

Der Dreame A2 bietet ein bewegliches Klingensystem mit einer Schnittbreite und drei Klingen, das am Rand nur 5 cm ungemäht lässt. Im Lieferumfang befinden sich zudem 81 Ersatzklingen. Somit kann man die Klingen, die nach 100 Stunden Betriebszeit ausgetauscht werden sollen, 27x wechseln.

Preise: Was kostet der Dreame A2?

Die UVP für den Dreame A2 für Rasenflächen bis 3000 m² beläuft sich auf 2500 Euro, eine andere Farbe als Silber gibt es nicht. Aktuell gibt es den Lidar-Mähroboter für 1599 Euro, der Tiefstpreis liegt bei 1579 Euro.

Im Lieferumfang sind nicht nur sämtliche Werkzeuge für die Befestigung der Ladestation enthalten, sondern auch 81 Ersatzklingen.

Wer auf die Kamera verzichten kann, erhält mit dem Dreame A1 Pro für Rasenflächen bis 2000 m², einer etwas verbesserten Version des 2024 vorgestellten A1 (Testbericht), einen Lidar-basierten Mähroboter für 899 Euro. Ist die zu mähende Rasenfläche kleiner als 1000 m², kommt auch der Dreame Mova 1000 für 699 Euro infrage.

Dreame A2: Gibt es eine Integration für Home Assistant?

Es gibt eine Community-Integration für Home Assistant für Mähroboter von Dreame. Die Einbindung in Home Assistant erfolgt über die Dreame-Cloud. Der Dreame A2 wird inzwischen ebenfalls unterstützt. Neben der Steuerung des Mähroboters kann man sich über die Integration Benachrichtigungen über bestimmte Betriebszustände wie den Ladestand des Akkus schicken lassen, was etwa mit der App nicht möglich ist.

Dreame A2: Cloud-basierte Community-Integration für Home Assistant

Fazit

Der Dreame A2 bietet mit Lidar-Navigation und KI-Kamera das Beste, was die Technik für Mähroboter in puncto Navigation und Hinderniserkennung derzeit hergibt. Allerdings ist das noch immer nicht perfekt. Im Test in unserem anspruchsvollen Parcours ist der Dreame A2 wie jeder andere von uns getestete Mähroboter über den befestigten Rasenrand auf einen tieferliegenden Weg gefahren und hing dort fest. Allerdings ist das weniger häufig vorgekommen als bei den RTK-basierten Modellen. In einem solchen Fall lässt man bei der Kartierung besser einen kleinen Abstand zur Kante, dann passiert das nicht, muss aber später mit einem Trimmer mehr nacharbeiten.

Insgesamt haben uns die Leistungen des Dreame A2 nicht nur überzeugt, sondern auch begeistert. Wie der Ecovacs bewältigt er auch Engstellen von weniger als 1 Meter Breite bravourös und bietet in puncto Zonenkonfiguration die meisten Einstellungen. Allerdings gibt es mit dem Blick auf die Konkurrenz auch einige Kritikpunkte. Die Schnittbreite von 22 cm ist für ein Top-Modell nur durchschnittlich. Hier haben die Ecovacs-Varianten A1600 RTK und A3000 Lidar mit 32 cm und die Mammotion-Luba-Modelle mit 40 cm deutlich mehr zu bieten. Dadurch verlängert sich die Mähzeit des Dreame A2 erheblich. Was in kleinen und mittleren Gärten kaum eine Rolle spielt, kann in größeren Gärten schnell zum Problem werden – und dafür ist der A2 mit einer maximal möglichen Mähfläche von 3000 m² ausgelegt. Vor allem bei wechselhaftem Wetter, wie das hierzulande leider häufig der Fall ist. Für derart große Gärten empfehlen wir daher eher den Ecovacs Goat A3000 Lidar oder Mammotion Luba 2 AWD. Für kleinere und mittlere Gärten ist hingegen der Dreame A2 klar unsere Nummer 1. Mehr Technik und Einstellungsmöglichkeiten bietet derzeit kein anderer von uns bislang getesteter Mähroboter. Mit einem Preis von derzeit knapp 1899 Euro ist der A2 allerdings kein Schnäppchen. Das sind Sportwagen aus Stuttgart aber auch nicht.

  • Historie:
  • Veröffentlichung des Artikels am 15.5.2025
  • Letztes Preis-Update siehe Artikeldatum

Preis-Leistungs-Sieger

Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro

Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro im Test: Mähen & Kanten trimmen für unter 1000 Euro

Der Goat O1200 LiDAR Pro ist der günstigste Ecovacs-Mähroboter mit integriertem Trimmer. Wie gut das LiDAR-Modell in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.

VORTEILE

  • preiswert
  • dank Trimmer wenig Nacharbeit an Kanten
  • passiert 70 Zentimeter breite Engstelle problemlos
  • Integration für Home Assistant

NACHTEILE

  • Mähgeschwindigkeit nur Durchschnitt, aber klassentypisch
  • überwindet keine Hindernisse wie Randsteine, die höher als 3 Zentimeter sind
  • steile Bereiche und Kantenschnitt bei Sperrzonen problematisch

Der Goat O1200 LiDAR Pro ist der günstigste Ecovacs-Mähroboter mit integriertem Trimmer. Wie gut das LiDAR-Modell in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.

Aktuelle Mähroboter setzen für die Navigation vermehrt auf LiDAR. Die Technik bietet in kleinen und mittelgroßen Gärten Vorteile gegenüber der Satelliten-Navigation (RTK), da LiDAR auch unter Bäumen oder zwischen Gebäuden zuverlässig funktioniert und nicht von Empfangsproblemen der Satellitendaten betroffen ist.

Auch beim Kantenschnitt gibt es in diesem Jahr einige Neuerungen. Manche Hersteller verwenden ein Schnittsystem, das wie beim Dreame A3 AWD Pro beim Kantenschnitt nach außen fährt, sodass nur noch wenig Rasen am Rand stehen bleibt. Bei anderen Modellen, etwa dem Mammotion Luba Mini 2 AWD, kommt ein zweites Schnittsystem nah am Gehäuserand zum Einsatz, das ebenfalls für einen sauberen Randschnitt sorgt. Mit den Modellen Goat A3000, A1600 und O1200 LiDAR Pro integriert Ecovacs einen Trimmer, der Nacharbeiten am Rasenrand reduzieren soll.

Getestet wurde der 13 kg schwere Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro in einem anspruchsvollen Garten mit drei Rasenzonen und einer Gesamtfläche von knapp 500 m². Eine Zone weist eine Steigung von rund 30° auf, zwischen den Zonen liegen 4 bis 5 Zentimeter hohe Randsteine, und eine weitere Zone ist nur über eine 70 Zentimeter breite Engstelle erreichbar. Die Mähgeschwindigkeit wurde auf einer flachen, 240 m² großen Referenzfläche gemessen.

Design & Lieferumfang

Mit Abmessungen von 60,0 × 47,9 × 30,4 Zentimeter fällt der Goat O1200 LiDAR Pro kompakt und mit einem Gewicht von 13 Kilogramm vergleichsweise leicht aus. Das Gehäuse besteht aus mattem Kunststoff in Weiß und Schwarz und entspricht im Wesentlichen dem Design der Vorjahresmodelle. Eine Ausnahme bildet der an der linken Geräteseite angebrachte Tru-Edge-Trimmer, der wie ein herkömmlicher Trimmer mithilfe eines Fadens den Kantenschnitt verbessern soll. Dieser muss zunächst an den Mäher geschraubt werden, was mit dem mitgelieferten Inbusschlüssel schnell erledigt ist. Eine seitliche Bürste schirmt den Trimmer nach außen ab und schützt Bordsteine, Mauern sowie Zäune vor Kontakt mit dem rotierenden Faden.

Ecovacs O1200 LiDAR Pro: Mähroboter für Flächen bis 1200 m² mit integriertem Kantentrimmer

Der umlaufende Stoßfänger aus schwarzem Kunststoff ist federnd gelagert und dient zusammen mit einem integrierten Sensor als Kollisionsdetektor (Bumper). Bei Kontakt mit einem Gegenstand stoppt der Mähroboter.

Das Gehäuse reicht fast bis zum Boden, sodass der Mäher nur Hindernisse von bis zu drei Zentimetern Höhe überwinden kann. Die durch 4 bis 5 Zentimeter hohe Randsteine abgegrenzte Rasenzone des Testgartens erreicht er damit ebenso wenig wie das Schwestermodell Goat A3000 LiDAR Pro (Testbericht).

Die breiten, tief profilierten hinteren Antriebsräder sorgen für ausreichende Traktion. Mit der Schutzklasse IPX6 ist das Gehäuse gegen Strahlwasser aus allen Richtungen geschützt, sodass die Unterseite mit einem Gartenschlauch, nicht aber mit einem Hochdruckreiniger gesäubert werden kann.

Die Ladestation fällt kompakt aus, benötigt wenig Raum und lässt sich dank des zehn Meter langen Netzkabels flexibel positionieren. Die Verarbeitung des Mähroboters ist insgesamt solide.

Das Mähwerk verfügt über eine einzelne Klingenscheibe mit drei Wechselmessern und einer Schnittbreite von 22 Zentimetern. Die Schnitthöhe lässt sich elektrisch in 0,5-Zentimeter-Schritten von drei bis acht Zentimetern einstellen, und das zonenweise über die App.

Ausstattung

Zur Navigation verwendet der O1200 LiDAR Pro ein 360-Grad-LiDAR, das wie bei den Schwestermodellen A1600 und A3000 LiDAR Pro an der Glaskuppel an der vorderen Gehäuseoberseite zu erkennen ist. Hinzu kommt ein 3D-ToF-Solid-State-LiDAR, ergänzt durch eine KI-Kamera. Zusammen ermöglichen die drei Sensoren eine kontinuierliche dreidimensionale Erfassung der Umgebung mit einer Positioniergenauigkeit von rund zwei Zentimetern. Mithilfe von KI dient das System auch zur Erkennung von Hindernissen. Laut Hersteller identifiziert die Technik mehr als 200 verschiedene Objekte wie Menschen, Tiere, Gartenschläuche und Spielzeug.

Das Mähwerk verfügt über eine einzelne Klingenscheibe mit drei Wechselmessern und einer Schnittbreite von 22 Zentimetern. Die Schnitthöhe lässt sich elektrisch in 0,5-Zentimeter-Schritten von drei bis acht Zentimetern einstellen, und das Zonenweise über die App. Die Flächenleistung liegt laut Hersteller bei 180 m² pro Stunde. In der Praxis fällt sie deutlich niedriger aus (siehe Abschnitt Mähleistung im Praxistest).

Inbetriebnahme und Kartierung

Die Einrichtung über die Ecovacs-App ist gelungen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Bildern führt durch Bluetooth-Kopplung, QR-Code-Scan und WLAN-Verbindung über 2,4 GHz. Auch in gemischten Netzen traten keine Probleme auf. Nach einem obligatorischen Firmware-Update war der Roboter in etwa 30 Minuten startklar. Lediglich die Montage des Trimmermoduls erfordert etwas Geduld und einen Kreuzschlitzschraubendreher mit langer Klinge von mindestens 10 Zentimeter, da eine Schraube tief im Gehäuse sitzt.

Die Ecovacs-App ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Sie erlaubt die Einstellung wichtiger Mäh-Parameter und bietet viele Hilfestellungen, etwa für die Kartierung.

Kartierung: Die automatische Kartierung funktioniert nur bei klaren Rasenkanten wie Randsteinen oder Mauern. Da der Testgarten offene Grenzen hat und nur teilweise mit Randsteinen umgeben ist, ließ sich die automatische Kartierung nicht sinnvoll überprüfen. Für komplexe Gärten ist die manuelle Kartierung ohnehin die bessere Wahl: Dabei läuft der Nutzer in Bluetooth-Reichweite hinter dem Roboter her und steuert ihn per App entlang der Rasengrenzen. Das ist präziser, zuverlässiger und wird von der App gut unterstützt. Mehrere Zonen und Verbindungspfade lassen sich nach der Kartierung der Gesamtfläche bequem über die App anlegen.

Die Mindestdurchfahrtsbreite gibt Ecovacs mit 80 Zentimeter an. Dennoch passierte der O1200 LiDAR Pro die nur 70 Zentimeter breite Engstelle im Testgarten problemlos, während das größere Modell, der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro, daran gescheitert ist.

Das manuelle Kartieren ist präziser als eine automatische Kartierung. Letztere funktioniert zufriedenstellend nur bei Rasenflächen mit festen Grenzen. Eine Aufteilung in Zonen unterstützt die App nach der Kartierung. Damit kann man pro Zone nicht nur die optimale Mährichtung einstellen, sondern auch andere Mähparameter wie Schnitthöhe und Hinderniserkennung.

Mähleistung im Praxistest

Der Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro mäht in geraden, parallelen Bahnen und liefert ein sauberes Schnittbild. Pro Zone lassen sich die Mährichtung gradgenau und die Mähgeschwindigkeit zwischen 0,35 und 0,5 m/s festlegen. Die Mähgeschwindigkeit sollte allerdings nur erhöht werden, wenn die Rasenfläche kaum Hindernisse wie Bäume oder Büsche aufweist – bei höherem Tempo navigiert der Roboter etwas unpräziser, was grundsätzlich für alle Mähroboter gilt.

Auf dem 240 m² großen Teststück mit einigen Hindernissen benötigte der O1200 LiDAR Pro 3 Stunden und 7 Minuten, was einer Stundenleistung von 77 m² entspricht. Da er diese Fläche nicht am Stück schafft, sondern zwischendurch zur Ladestation muss, dauert das Mähen der 240 m² inklusive Ladezeiten 4 Stunden und 26 Minuten. Damit liegt die Bruttomähleistung bei 54 m² pro Stunde. Für die vom Hersteller spezifizierte Rasengröße von 1200 m² benötigt der Goat O1200 LiDAR Pro mehr als 22 Stunden.

Über Zeitpläne lässt sich der Einsatz des Mähroboters automatisieren. Soll auch der Trimmer verwendet werden, muss für diesen ein zusätzlicher Zeitplan erstellt werden. Zuvor markiert man den Bereich auf der Karte, der von der Trimmeinheit bearbeitet werden soll. Nützlich ist auch die Möglichkeit, Zonen mit geringer Hinderniserkennung festzulegen. Dadurch mäht der O1200 LiDAR Pro auch unter Büschen.

Die vom Hersteller angegebene Stundenleistung von bis zu 180 m² gilt vermutlich nur für Flächen ohne Hindernisse bei maximaler Geschwindigkeit. Zum Vergleich: Der Dreame A3 AWD Pro 3500 ist aufgrund seiner Schnittbreite von 40 Zentimetern mit 186 m²/h auf derselben Testfläche deutlich schneller, kostet jedoch mehr als doppelt so viel.

Die wesentliche Neuerung des Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro ist der integrierte Fadentrimmer. Er wird separat über die App gestartet, nachdem die zu bearbeitenden Kanten markiert wurden. Der Roboter fährt diese ab und beginnt mit dem Trimmen.

An den Außengrenzen des Gartens funktioniert das Trimmen zufriedenstellend, sodass deutlich weniger Nacharbeit anfällt als bei Mährobotern ohne Trimmer. Im Praxistest zeigten sich jedoch mehrere Schwächen: Der Roboter verliert gelegentlich ohne erkennbaren Grund den Kontakt zum Rasenrand, navigiert ins Flächeninnere oder stoppt den Trimmer während der Fahrt. An Sperrflächen hält er einen Abstand von 10 bis 20 Zentimetern, obwohl diese auf 1 bis 2 Zentimeter genau kartiert waren – der Trimmer ist dort wirkungslos. Zudem kann die feste Bauhöhe des Trimmers von 6 Zentimeter dazu führen, dass dieser an Randsteinen aufsetzt, wenn der Rasen tiefer als die angrenzende Fläche liegt.

Ecovacs weist in den FAQ darauf hin, dass dichtes Gras mehrere Trimmsitzungen erfordern kann und die Personenerkennung den Trimmvorgang unterbricht. Beides bestätigte sich im Test. Nach zwei Durchläufen war das Ergebnis an den Außenkanten gut, die Sperrflächen-Problematik bleibt jedoch bestehen. Insgesamt ist der Trimmer eine vielversprechende Innovation, die in der aktuellen Softwareversion noch nicht ganz ihr volles Potenzial entfaltet.

Die 3D-Karte gibt interessante Einblicke, wie der Mähroboter seine Umwelt wahrnimmt.

Navigation und Hinderniserkennung

Die Hinderniserkennung mittels LiDAR und KI-Kamera arbeitet im Test zuverlässig: Schläuche, kleine Bälle, Spielzeug und Igelattrappen werden sicher umfahren. Dunkle Bereiche oder schlechter Satellitenempfang stellen dank LiDAR kein Problem für eine präzise Navigation dar, was einen Vorteil gegenüber RTK-basierten Systemen darstellt.

Die Navigation weist jedoch einige Kritikpunkte auf. Die Hinderniserkennung reagiert mitunter übervorsichtig auf hohes Gras, was die Mähzeit verlängert. Hier hilft die Anpassung des Vermeidungsmodus in der App, der sich auf 10, 15 oder 20 Zentimeter konfigurieren lässt. Auch die Überlappung der Mähbahnen schwankt stellenweise, was den Gesamteindruck etwas trübt.

Akkulaufzeit und Ladezeit

Der Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro ist mit einem 5.200-mAh-Akku bei 18 V ausgestattet, was einer Kapazität von rund 94 Wh entspricht. Damit mäht er im Test auf flachem Grund etwa zwei Stunden, bevor er bei einem Akkustand von 15 % zur Ladestation zurückkehrt. Das Laden von 15 auf 80 Prozent dauert im Test 1 Stunde und 16 Minuten. Bei 80 Prozent Ladung setzt der O1200 LiDAR Pro seine Arbeit fort. Eine vollständige Ladung von 15 auf 100 Prozent dauert 1 Stunde und 51 Minuten. Zum Vergleich: Der A3000 LiDAR Pro benötigt dafür 1 Stunde und 25 Minuten.

Bei einem Strompreis von 35 Cent pro kWh kostet eine Vollladung rund 5 Cent. Die Betriebskosten sind damit vernachlässigbar.

Sicherheit und Diebstahlschutz

Der Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro verfügt über einen PIN-Code, der beim Einschalten oder Verlassen der Mähkarte abgefragt wird. Selbst mit Kenntnis der PIN können Diebe mit dem Gerät wenig anfangen: Solange der Roboter mit einem Nutzerkonto verknüpft ist, lässt er sich nicht erneut mit der Ecovacs-App verbinden. Wird das Gerät angehoben, löst es einen Alarm aus.

Die Kombination aus LiDAR, Kamera und ToF-Sensor erkennt auch kleine Gegenstände zuverlässig, eine hundertprozentige Garantie gibt es dennoch nicht. Zum Schutz nachtaktiver Tiere wie Igel sollte der Mähroboter ausschließlich tagsüber betrieben werden. In einigen Kommunen gibt es bereits Nachtfahrverbote mit empfindlichen Geldbußen, in Leipzig beispielsweise bis zu 50.000 Euro. Geht es nach dem Deutschen Städtetag, könnte ein solches Verbot bald bundesweit gelten. In der Ecovacs-App lassen sich entsprechende Tierschutz-Zeiten definieren, die standardmäßig auf 19:00 bis 7:00 Uhr eingestellt sind.

Für Home Assistant gibt es eine Community-Integration, die den Ecovacs Goat O1200 LiDAR unterstützt und viele Konfigurationsmöglichkeiten bietet. Außerdem liefert sie viele Betriebsdaten wie den Akkustand. Damit lassen sich Automatisierungen erstellen, etwa für eine Benachrichtigung über das Laden des Akkus.

App und Smart-Home-Integration

Die Ecovacs-App ist funktional und übersichtlich gestaltet. Sie bietet zonenbasierte Einstellungen für Mährichtung, Geschwindigkeit, Schnitthöhe und Hindernisvermeidungshöhe. Zeitpläne lassen sich ebenso konfigurieren wie Tierschutz-Zeiten und eine Regenverzögerung von 3 bis 5 Stunden. Die Kartenbearbeitung erlaubt das Teilen und Zusammenführen von Zonen, das Anlegen von Sperrflächen und Verbindungspfaden sowie die gezielte Auswahl der Kanten für den Trimmereinsatz. Hinzu kommen eine manuelle Steuerung und ein Livestream der integrierten Kamera. Für Tablets wie das iPad ist die App nicht optimiert; die Darstellung lässt sich lediglich vergrößert zoomen.

Der Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro unterstützt Sprachsteuerung über Amazon Alexa und Google Assistant sowie Siri-Kurzbefehle für grundlegende Kommandos wie Start, Stopp und Rückkehr zur Ladestation. Auch eine Einbindung in Smart Home by Hornbach ist möglich, bietet jedoch nur rudimentäre Funktionen. Selbst das Auslesen von Betriebsdaten wie dem Akkustatus fehlt.

Die Community-basierte Home-Assistant-Integration bietet mehr Steuerungsmöglichkeiten und Statusabfragen. Sie ist allerdings an die Hersteller-Cloud gekoppelt; ein rein lokaler Zugriff auf das Gerät ist nicht möglich. Eine native Anbindung an Apple Home besteht nicht.

Preis

Regulär kostet der Ecovacs Goat O1200 LiDAR knapp 1000 Euro. Aktuell ist er für 900 Euro im Angebot.

Fazit

Ecovacs bietet mit dem Goat O1200 LiDAR Pro einen Mähroboter, der dank LiDAR auch in schwierigen Situationen wie unter Bäumen und zwischen hohen Gebäuden präzise navigiert. Er meistert die Engstelle zwischen zwei Rasenzonen im Testgarten und liefert mit dem integrierten Trimmer zwar keine perfekte, aber eine brauchbare Lösung für den Randschnitt an befestigten Rasengrenzen.

Schwächen zeigt das Gerät im steilen Gelände und bei Rasenzonen, die von höheren Randsteinen umgeben sind, denn Hindernisse über 3 Zentimetern Höhe überwindet er nicht. Die Mähgeschwindigkeit liegt aufgrund der Schnittbreite von 22 Zentimetern im Mittelfeld, was für diese Preisklasse üblich ist.

Die Leistung des aktuell für 900 Euro erhältlichen Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro ist insgesamt angemessen. Für flache, leicht zugängliche Gärten mit engen Übergängen sowie um einen guten Randschnitt zu erreichen, ist das Modell eine sinnvolle Wahl. Für steilere Gärten und Rasenzonen, die mit Randsteinen bis 5 Zentimeter Höhe eingefasst sind, eignen sich Allradmodelle wie der Dreame A3 AWD Pro (Testbericht) oder der Mammotion Luba Mini AWD LiDAR (Testbericht) besser. Allerdings sind diese deutlich teurer.

Mähroboter Mova Lidax Ultra 1000 AWD im Test: Top-Technik mit Schwächen

Dreame-A3-Technik deutlich günstiger und für 1000 m² Rasen: Der Mova mäht im Test schnell und präzise an Kanten – schwächelt aktuell noch an Engstellen.

VORTEILE

  • Testsieger-Hardware zum reduzierten Preis
  • Exzellenter Kantenschnitt
  • Gleichmäßiges Schnittbild auf jedem Terrain

NACHTEILE

  • Scheitert (noch) an Engstellen unter 70 cm
  • Kein schneller Mähmodus verfügbar
  • Automatische Kartierung an weichen Übergängen unbrauchbar

Dreame-A3-Technik deutlich günstiger und für 1000 m² Rasen: Der Mova mäht im Test schnell und präzise an Kanten – schwächelt aktuell noch an Engstellen.

Auf dem Papier ist der Mova Lidax Ultra 1000 AWD ein Schnäppchen: Lidar-Navigation, zwei Kameras, Allradantrieb, 40 cm Schnittbreite, 243-Wh-Akku – exakt dieselbe Hardware wie im Dreame A3 AWD Pro 3500 (Testbericht), unserem aktuellen Testsieger. Der Unterschied: Der Mova ist für Rasenflächen bis 1000 m² ausgelegt statt für 3500 m².

Beim Preis wird es interessant. Offizieller Verkaufspreis: 1600 Euro für den Mova, 2600 Euro für den Dreame – eine Differenz von 1000 Euro. Allerdings sind beide Geräte regelmäßig im Angebot. Aktuell kostet der Dreame 2200 Euro, der Mova 1600 Euro, war aber schon für 1400 Euro zu haben. Wer geduldig auf Rabatte wartet, spart gegenüber dem großen Bruder also realistisch 600 bis 800 Euro.

Für Gartenbesitzer mit überschaubarer Fläche klingt das nach einem cleveren Deal: Premium-Technik zum reduzierten Preis. Doch hält der Mova, was die Hardware verspricht? Im Test überzeugt er bei Mähleistung und Kantenpräzision – mäht dank verschiebbarem Mähdeck bis auf 3 bis 5 cm an feste Ränder heran. An einer Engstelle scheitert er allerdings. Da der baugleiche Dreame A3 dieselbe Hürde meistert und beide Geräte praktisch identische Firmware verwenden, ist mit einer Behebung per Update zu rechnen.

Getestet wurde der Mova Lidax Ultra 1000 AWD in einem komplexen Garten mit drei Rasenzonen und einer Gesamtfläche von knapp 500 m². Eine Zone weist eine Neigung von etwa 30° auf und ist nur über 4 bis 5 cm hohe Randsteine erreichbar. Eine weitere Zone ist nur über eine 70 cm breite Engstelle zugänglich. Die Mähgeschwindigkeitstests fanden aus Vergleichbarkeitsgründen auf einem flachen, 240 m² großen Teilstück statt, das auch die anderen Testgeräte problemlos erreichen konnten.

Design, Verarbeitung und Ausstattung

Mit Abmessungen von 74,0 × 53,2 × 32,1 cm und einem Gewicht von 23,6 kg gehört der Mova Lidax Ultra 1000 AWD nicht zu den kompakten Vertretern seiner Klasse. Zusammen mit dem baugleichen Dreame A3 AWD Pro ist er der schwerste Mähroboter, den wir bislang getestet haben. Das Gehäuse wirkt hochwertig verarbeitet. Ein integriertes Farbdisplay mit Bedientasten erlaubt die Steuerung auch ohne Smartphone.

Allradantrieb und Steigfähigkeit: Vier einzeln angesteuerte Nabenmotoren treiben den Mäher an. Die beiden omnidirektionalen Vorderräder ermöglichen Drehungen auf der Stelle, die Hinterräder sorgen für Traktion im Gelände. Der Hersteller gibt die maximale Steigfähigkeit mit 80 % (rund 38,7 Grad) an. Im Testgarten meisterte der Mova die rund 30 Grad steile Zone zuverlässig – steilere Passagen für eine Überprüfung der Herstellerangabe standen nicht zur Verfügung.

Der Mova Lidax Ultra AWD ist nahezu baugleich mit dem Dreame A3 AWD Pro. Die Lackierung des Mova ist matt, die Hinterräder nutzen ein anderes Profil und die LiDAR-Einheit sitzt etwas geneigt nach vorn.

Schnittsystem und Kantenverarbeitung: Das Doppelmessersystem schneidet mit 40 cm Breite – ein Spitzenwert, den nur wenige Modelle übertreffen. Mehr Schnittbreite bedeutet weniger Bahnen und kürzere Mähzeiten. Das spielt nicht nur auf großen Flächen eine Rolle: Auch in häufig genutzten kleineren Gärten gibt ein schneller Mäher die Fläche früher zur Nutzung frei.

Die Schnitthöhe lässt sich elektrisch zwischen 3 und 10 cm einstellen. Beim Kantenschnitt verschiebt das Ultra-Trim-2.0-System die Messerscheibe seitlich nach außen – konstruktionsbedingt fährt das Schnittsystem bis auf weniger als 3 cm an den Gehäuserand. In der Praxis bleiben an geraden, festen Rändern rund 3 cm Rasen ungemäht, an kurvigen Verläufen bis zu 5 cm. Diesen Wert erreicht aktuell nur ein weiteres Modell: der baugleiche Dreame A3 AWD Pro, der dieselbe Technik unter dem Namen Edge Master 2.0 vermarktet. Lediglich Mäher mit zusätzlicher Trimmeinheit wie der Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro schneiden Kanten noch sauberer.

Modellvarianten: Die Mova-Lidax-Ultra-AWD-Reihe umfasst drei Modelle für Rasenflächen bis 1000, 1600 und 2000 m² – Mova Lidax Ultra 1000 AWD, Mova Lidax Ultra 1600 AWD und Mova Lidax Ultra 2000 AWD. Die Dreame-A3-Serie deckt die größeren Klassen ab: Dreame A3 AWD Pro 3500 und Dreame A3 AWD Pro 5000. Alle Varianten teilen sich Allradantrieb, 40 cm Schnittbreite und die identische Kantenschneidetechnik – bei Mova als Ultra Trim 2.0 vermarktet, bei Dreame als Edge Master 2.0. Diese parallele Markenführung zieht sich durch beide Produktlinien. Der einzige Hardware-Unterschied: Der Dreame A3 AWD Pro 5000 nutzt einen stärkeren Akku mit 324 Wh statt 243 Wh – passend zur größten abgedeckten Rasenfläche von 5000 m².

Mova Lidax Ultra 1000 AWD: Lidar-Mähroboter mit 40 cm Schnittbreite und 243 Wh-Akku. Das schwimmende Mähdeck wird beim Randmähen seitlich ausgefahren, sodass im optimalen Fall nur ein Rand von unter 5 cm ungemäht bleibt. Etwas Nacharbeit mit einem Rasentrimmer ist also an Rändern nötig.

Inbetriebnahme und Kartierung

Die Einrichtung erfolgt über die Movahome-App, die zunächst eine Bluetooth-Verbindung zum Roboter herstellt und anschließend das Gerät in das heimische 2,4-GHz-WLAN integriert. Die Basisstation sollte auf ebenem Untergrund mit mindestens einem Meter Freiraum vorn sowie 40 bis 50 cm seitlichem Abstand positioniert werden.

Kartierungsprozess: Der Mova bietet wie andere Mähroboter auch zwei Verfahren zur Karten-Erstellung.

Bei der automatischen Kartierung fährt der Roboter die Fläche selbstständig ab und erkennt Rasengrenzen über Lidar und KI-Vision. An klar definierten Kanten wie Randsteinen, Mauern oder befestigten Wegen funktioniert das System zuverlässig. Im Testgarten mit mehreren Zonen und offenen Übergängen zu Blumenbeeten brachen wir den Vorgang nach wenigen Minuten ab: Der Mova kartierte deutlich neben den tatsächlichen Rasengrenzen, in einigen Bereichen fuhr er sogar darüber hinaus. Das ist ein generelles Problem aktueller Mähroboter an weichen Übergängen zu Beeten, Kies oder unbefestigten Flächen, nicht spezifisch für den Mova.

Bei der manuellen Fernsteuerung lenkt der Nutzer den Roboter per App entlang der gewünschten Rasenkanten. Diese Methode lieferte im Testgarten einwandfreie Ergebnisse: Der Mova folgte den per App vorgegebenen Linien präzise und erstellte eine saubere Karte. Bei komplexen Gartenstrukturen, mehreren Zonen oder unklaren Begrenzungen ist sie der automatischen Variante klar überlegen.

Weitere App-Konfigurationsparameter:

  • Sperrzonen (No-Go-Areas) für Teiche, Beete oder Spielbereiche
  • Mähparameter pro Zone: Schnitthöhe, Mährichtung, Geschwindigkeit, Automatisches Randmähen, Sicheres Randmähen, Ultra Trim 2.0, LiDAR-Hinderniserkennung, AI-Hinderniserkennung, Abstand bei Hindernisvermeidung
  • Zeitpläne für bestimmte Wochentage und Uhrzeiten
  • Livestream der Kamera, Personenerkennung mit Benachrichtigungen, Patrouillenfahrten
  • Link-Dienst: Statusabfrage und Steuerung über 4G außerhalb der WLAN-Reichweite
  • Dual-Map-Management: Verwaltung von zwei separaten Gartenbereichen
Für Gärten mit mehreren Zonen bietet die Mova-App viele Konfigurationsmöglichkeiten. So kann man die Mähgeschwindigkeit auf 1800 m² oder 2600 m² festlegen, die Mähhöhe zwischen 3 und 10 cm bestimmen und am wichtigsten: die optimale Mährichtung auswählen.

Mähleistung im Praxistest

Die Mähgeschwindigkeit haben wir in drei unterschiedlich anspruchsvollen Zonen des Testgartens gemessen – jeweils direkt im Vergleich mit dem baugleichen Dreame A3 AWD Pro 3500 (Testbericht). Beide Geräte liefen im jeweiligen Standard-Modus.

Steil (ca. 30°) 63,4 m² 38 min ca. 100 34 min ca. 112
Flach mit Seitenflächen 251,5 m² 145 min ca. 104 107 min ca. 141
Flach mit Hindernissen 240,0 m² 101 min ca. 143 77 min ca. 186

Der Dreame mäht in allen drei Zonen schneller als der Mova – auf flachem Terrain mit 30 bis 36 % Vorsprung, auf der steilen Zone nur noch mit 12 %. Die Erklärung liegt nicht in der Hardware: Beide Geräte sind baugleich. Entscheidend ist die Standard-Geschwindigkeitseinstellung, die beim Dreame deutlich offensiver kalibriert ist (2500 m²/Tag) als beim Mova (1800 m²/Tag). Auf der steilen Zone schmilzt der Vorsprung des Dreame deutlich, weil hier die Hardware physikalisch limitiert – Traktion und Sicherheit gelten für beide Geräte gleich.

Auffällig ist zudem: Der Mova bietet ausschließlich die Modi Standard (1800 m²/Tag) und Effizient (2600 m²/Tag). Der beim Dreame zusätzlich vorhandene Schnell-Modus (5000 m²/Tag) fehlt – obwohl die Hardware identisch ist. Hier liegt offenbar eine bewusste Produktdifferenzierung des Herstellers vor: Wer maximale Mähgeschwindigkeit will, soll zum teureren Dreame greifen.

Für die Zielgruppe des Mova ist diese Einschränkung in der Praxis bedeutungslos. Bei 1000 m² Maximalfläche bewältigt das Gerät im Standard-Modus seinen vorgesehenen Garten in rund 7 bis 10 Stunden je nach Gartenstruktur – mehr als ausreichend für zwei bis drei Mähzyklen pro Woche, auch in der Hauptwachstumszeit.

Der Mova Lidax Ultra AWD ist baugleich mit dem Dreame A3 AWD, jedoch für Rasenflächen von maximal 2000 m² ausgelegt. In der Praxis zeigen sich dennoch Unterschiede, da die Firmware des Mova mehrere Builds hinter der des Dreame zurückliegt. So fehlt beim Mova die Möglichkeit, die Hinderniserkennung an Kanten zu deaktivieren – wodurch er an mit Pflanzen bewachsenen Rändern etwas mehr Abstand hält. Dies lässt sich jedoch mit der Option „Zugängliche Zone“ beheben: Markiert man den entsprechenden Bereich damit, mäht auch der Mova die Ränder sehr gut.

Innerhalb der Mova-Daten zeigt sich ein zweites Muster: Die flache Zone mit Seitenflächen (104 m²/h) liegt praktisch gleichauf mit der steilen Zone (100 m²/h). Wendemanöver und Navigation in komplexer Geometrie kosten den Mova also etwa genauso viel Leistung wie steiles Gelände. Erst bei einfacheren Strukturen mit klaren Hindernissen statt verwinkelter Ausläufer (143 m²/h) zieht das Tempo deutlich an.

Schnittbild: Beide Mähroboter liefern in allen drei Testzonen ein gleichmäßiges Schnittbild ohne sichtbare Reststellen oder Büschel zwischen den Bahnen. Das schwimmend gelagerte Mähdeck folgt Bodenunebenheiten und Senken, ohne die Schnitthöhe zu verlieren – ein klarer Vorteil auf welligen Rasenflächen, wo starre Mähdecks an Hochpunkten zu kurz und in Senken gar nicht schneiden.

Beide Geräte arbeiten mit strukturiertem Bahnenmähen und fahren Flächen systematisch ab, statt – wie ältere Modelle ohne Kartierung – nach dem Zufallsprinzip durch den Garten zu fahren. Das sorgt für gleichmäßige Abdeckung ohne ungemähte Stellen.

Allerdings bleiben die einzelnen Mähbahnen je nach Lichteinfall optisch sichtbar: Die Grashalme werden in Fahrtrichtung leicht umgelegt und reflektieren das Licht je nach Mährichtung unterschiedlich – derselbe Effekt, der das Streifenmuster eines Sportrasens entstehen lässt. Wer eine homogenere Optik bevorzugt, kann ein Kreuzmuster (zwei Mährichtungen) oder Schachbrettmuster (vier Mährichtungen) wählen. Beide Modi überlagern die Bahnen und mildern die Streifenwirkung.

Kantenschnitt: Dank Ultra Trim 2.0 fährt der Mova bis auf weniger als 3 cm an den Gehäuserand. In der Praxis bleiben an festen Rändern 3 bis 5 cm Rasen ungemäht – einer der besten Werte, die aktuelle Mähroboter erreichen. Allerdings arbeitet die nicht deaktivierbare optische Hinderniserkennung nicht immer fehlerfrei: In den Rasen hereinragende Äste oder Pflanzenteile werden teilweise als Hindernis interpretiert, der Mova umfährt sie und lässt entsprechend mehr Rand stehen.

Für solche Fälle bietet die App die Option „Zugängliche Zonen“. In so markierten Bereichen wird die optische Hinderniserkennung deaktiviert, sodass der Mäher direkt an der Kante entlangfährt. Die mechanische Hinderniserkennung über den Bumper bleibt aktiv – der Roboter stoppt also weiterhin bei tatsächlichem Kontakt.

Mova Lidax Ultra 1000 AWD: Präzise an der Kante

Zum Vergleich: Die neuen Ecovacs-Modelle der A-Serie erreichen rund 5 cm Restabstand und ergänzen diesen mit einem integrierten Trimmer – allerdings auf Kosten der Lautstärke. Mit 82 dB(A) erreicht dieser Trimmer das Niveau eines herkömmlichen Rasentrimmers, was bei autonomen Mähzyklen während des Tages für Nachbarschaftsärger sorgen kann. Der kürzlich getestete Segway Navimow i208 LiDAR lässt mit rund 9 cm deutlich mehr Rand stehen – entsprechend mehr Nacharbeit fällt an.

Überwindung von Hindernissen: Randsteine und Absätze bis 5,5 cm überwindet der Mova zuverlässig. An der 70 cm schmalen Passage in unserem Testgarten scheitert er allerdings – im Gegensatz zum baugleichen Dreame A3, der dieselbe Stelle problemlos meistert. Da beide Geräte identische Hardware nutzen und der Mova eine etwas ältere Firmware-Version verwendet (4.3.6_0269 gegenüber 4.3.6_0524 beim Dreame), ist eine spätere Behebung per Update möglich. Sicher ist das nicht: Der Hersteller könnte die Funktion auch bewusst dem teureren Dreame vorbehalten – wie beim ebenfalls fehlenden Schnell-Modus. Sobald sich der Status ändert, aktualisieren wir den Testbericht.

Rasenschäden und Bodenverhältnisse: Mit 23,6 kg gehört der Mova zu den schwereren Mährobotern. Bei feuchtem Rasen in steilem Gelände kann er bei Richtungswechseln Spuren hinterlassen. Der Allradantrieb reduziert zwar das Durchdrehen der Räder, das Gewicht bleibt aber ein Faktor. Steile Rasenflächen sollten daher nur bei trockenem Wetter gemäht werden.

Navigation und Hinderniserkennung

Navigationsprinzip: Der 360°-LiDAR-Sensor mit einer Reichweite von bis zu 70 m erfasst die Umgebung kontinuierlich und nutzt feste Strukturen wie Wände, Zäune oder Bäume als Referenzpunkte. Mittels SLAM (Simultaneous Localization and Mapping) berechnet der Roboter seine Position laufend neu. Gerade in verwinkelten, schattigen oder dicht bebauten Gärten ist das ein entscheidender Vorteil gegenüber RTK-basierten Systemen, die auf satellitengestützte Positionsdaten angewiesen sind und unter Bäumen oder in Häuserschluchten an Genauigkeit verlieren.

Ganz ohne Einschränkungen kommt LiDAR allerdings nicht aus: Auf sehr großen, offenen Flächen mit wenigen markanten Strukturen kann die Positionsbestimmung ungenauer werden – hier spielt RTK weiterhin seine Stärken aus. Der Mova setzt ausschließlich auf LiDAR plus KI-Vision und verzichtet auf eine RTK-Komponente. Konkurrenzmodelle wie der Mammotion Luba Mini AWD LiDAR kombinieren beide Technologien (Tri-Fusion-Ansatz aus LiDAR, Kamera und cloudbasiertem Net-RTK) und sind dadurch auf großen offenen Flächen im Vorteil.

Im Testzeitraum stieg die Außentemperatur über mehrere Tage auf über 30 Grad. Einmal wurde es dem LiDAR-Sensor zu heiß, sodass der Mova die Mähaufgabe unterbrach und nach einer Abkühlung in der Ladestation die Arbeit wieder aufnahm. Auch das Handbuch erwähnt diese Fehlermeldung. Allerdings wird hier auf 40° C verwiesen. So heiß war es allerdings nicht.

Eine Randbeobachtung aus dem Testzeitraum: An einem Tag mit Außentemperaturen über 30 Grad meldete der Mova eine Überhitzung des LiDAR-Sensors und unterbrach die Mähaufgabe selbsttätig. Nach kurzer Abkühlphase setzte er die Arbeit automatisch fort. Da das Phänomen während der mehrtägigen Hitzeperiode am Teststandort nur ein einziges Mal auftrat, lässt sich keine belastbare Aussage über die Häufigkeit oder eine systematische Temperaturempfindlichkeit treffen.

Hinderniserkennung: Der Hersteller wirbt mit der Erkennung von über 300 Hindernistypen, darunter Gartenmöbel, Spielzeug, Tiere und Personen. Im Test zeigte sich: Bei größeren Objekten wie Gartenschläuchen, Bällen ab etwa 10 cm Durchmesser und Werkzeugen funktionierte die Erkennung zuverlässig – der Mova stoppte oder umfuhr die Hindernisse. Bei sehr flachen oder kleinen Gegenständen (etwa flachen Spielzeugen oder herabgefallenen Früchten) kommt es dagegen gelegentlich zu Überfahrten. Eine hundertprozentige Zuverlässigkeit gibt es nicht. In den App-Einstellungen lässt sich die Hindernisempfindlichkeit auf “Hoch” stellen, was die Erkennungsrate verbessert – allerdings auf Kosten der Mähgeschwindigkeit, da der Roboter dann häufiger auf vermeintliche Hindernisse reagiert.

Die Geräteseite in Home Assistant bündelt Steuerung, Batteriestand, Sitzungsdaten und Statusmeldungen.

Smart-Home-Anbindung

Home Assistant – die stärkste Option: Für Home-Assistant-Nutzer gibt es mit der Community-Integration “dreame-mower” von Anton Daubert eine ausgereifte Lösung, die ausdrücklich für Dreame und Mova-Geräte entwickelt wurde – ein weiterer Beleg dafür, wie identisch beide Produktlinien aus technischer Sicht sind. Die Integration lässt sich über HACS installieren und exponiert nicht nur Basis-Funktionen, sondern den vollen Funktionsumfang des Mähroboters.

Im Test bot die Integration eine Live-Map des Rasens, die deutlich mehr darstellt als nur die aktuelle Position des Mähroboters: Sichtbar sind zusätzlich der gemähte Pfad (Mowing Path), erkannte Hindernisse (Obstacles) und die geplante Route (Trajectory). Damit liefert die Home-Assistant-Visualisierung praktisch denselben Informationsumfang wie die Hersteller-App. Über die Geräteseite lassen sich Mähvorgänge starten, pausieren und beenden, der Mäher zur Ladestation schicken und Sitzungsstatistiken einsehen – inklusive Batteriestand, abgemähter Fläche und Mähdauer.

Live-Map in Home Assistant: gemähter Pfad, erkannte Hindernisse und geplante Route auf einen Blick.

Für komplexere Setups stellt die Integration zusätzliche Service-Aktionen bereit, etwa das Mähen mehrerer Zonen in einem Durchgang ohne Rückkehr zur Ladestation. Der Maintainer dokumentiert im GitHub-Repository auch realistische Automatisierungs-Beispiele – darunter eine Kopplung mit motorisierten Toren (Mäher startet erst nach vollständigem Öffnen) und eine Regen-Erkennung über Netatmo, die Mähvorgänge bei nasser Witterung automatisch aussetzt.

Wichtig zu wissen: Die Integration läuft über die Hersteller-Cloud, ein rein lokaler Zugriff ohne Internetverbindung ist nicht möglich. Außerdem handelt es sich um ein Community-Projekt ohne offiziellen Hersteller-Support – die langfristige Pflege hängt am Engagement des Maintainers. In der Praxis ist die Integration aktuell stabil und aktiv weiterentwickelt.

Sprachassistenten: Sprachsteuerung über Amazon Alexa und Google Home wird unterstützt. Damit lassen sich Basis-Befehle wie Mähvorgang starten, pausieren oder beenden per Sprache absetzen sowie der aktuelle Status abfragen. Eine Anbindung an Apple Home fehlt – Apple-Nutzer bleiben auf die Hersteller-App oder den Umweg über Home Assistant angewiesen.

Preis

Der getestete Mova Lidax Ultra 1000 AWD kostet regulär 1600 Euro, war aber auch schon für 1400 Euro erhältlich. Aktuell im Angebot ist der Mova Lidax Ultra 2000 AWD für 1700 Euro.

Fazit

Der Mova Lidax Ultra 1000 AWD ist ein technisch hochwertiger Mähroboter, der unter einem klaren Versprechen antritt: Testsieger-Hardware zum reduzierten Preis. Dieses Versprechen löst er weitgehend ein. Schnittbild, Kantenpräzision und das schwimmend gelagerte Mähdeck bewegen sich auf dem Niveau des deutlich teureren Dreame A3 AWD Pro 3500 – wenig überraschend, da beide Geräte denselben Hersteller und identische Hardware teilen.

Beim Tempo zahlt der Käufer für den Preisvorteil mit Geduld: Im Standard-Modus mäht der Mova 30 bis 36 % langsamer als der Dreame. Für die ausgewiesene Maximalfläche von 1000 m² reicht das problemlos – die Einschränkung wird erst bei größeren Gärten spürbar, für die das Gerät ohnehin nicht vorgesehen ist.

Kritischer sind die beiden bewussten Beschneidungen gegenüber der Dreame-Linie. Der schnelle Mähmodus mit 5000 m²/Tag fehlt komplett. Und an der 70 cm schmalen Engstelle in unserem Testgarten scheitert der Mova, während der baugleiche Dreame sie problemlos meistert. Beides lässt sich technisch nicht erklären, denn die Hardware ist identisch. Es liegt der Verdacht nahe, dass der Hersteller den günstigeren Mova bewusst in der Funktionalität limitiert, um den teureren Dreame zu schützen. Ob die Engstellen-Schwäche per Update behoben wird, ist offen.

Kaufempfehlung: Der Mova Lidax Ultra 1000 AWD ist die richtige Wahl für Gartenbesitzer mit Rasenflächen bis 1000 m² ohne Engstellen unter 80 cm, die Premium-Technik suchen und auf Schnelligkeit verzichten können. Wer 600 bis 1000 Euro sparen will und keine der genannten Schwachstellen in seinem Garten hat, bekommt hier den besten Mähroboter seiner Preisklasse.

Wer dagegen Engstellen umfahren muss oder größere Flächen besitzt, kommt am Dreame A3 AWD Pro 3500 nicht vorbei. Innerhalb der Mova-Reihe lohnt zudem ein Blick auf den Lidax Ultra 2000 AWD: Bei aktuell nur 100 Euro Aufpreis und doppelter Flächenleistung ist der 1000er beim derzeitigen Preisgefüge nur dann sinnvoll, wenn der Preis auf das Angebotsniveau von 1400 Euro fällt.

Segway Navimow X3 im Test: Mähroboter mit GPS & VSLAM

Der Navimow X3 ist das neue Top-Modell unter den drahtlosen Mährobotern von Segway. Wir haben das Modell X350 ausführlich getestet – und sind begeistert.

VORTEILE

  • perfekte Navigation mit Kamera & GPS
  • erstklassiges Mähbild
  • unkomplizierte, schnelle Einrichtung
  • zuverlässig

NACHTEILE

  • teuer
  • WLAN-Passwort darf nicht länger als 32 Zeichen sein

Der Navimow X3 ist das neue Top-Modell unter den drahtlosen Mährobotern von Segway. Wir haben das Modell X350 ausführlich getestet – und sind begeistert.

Segway bietet im Rahmen der Navimow-X3-Serie gleich vier Modelle für unterschiedliche Rasengrößen an. Allen gemein ist die Kombination aus RTK-Navigation per Satellit und VSLAM-Navigation mit drei Kameras – und ein vergleichsweise hoher Preis. Dafür schaffen die Segways aber auch riesige Grundstücke von bis zu 1500 bis 10.000 m². Wir haben den Navimow X350 mehrere Wochen fahren lassen. Ja, der Preis ist hoch, aber wer Wert auf ein tolles Schnittbild, einfache Konfiguration, zuverlässige Navigation und geniale Funktionen legt, ist hier genau richtig. Folgende Modelle stehen zur Auswahl:

  • Segway Navimow X315 für bis zu 1500 m² Rasenfläche
  • Segway Navimow X330 für bis zu 3000 m² Rasenfläche
  • Segway Navimow X350 für bis zu 5000 m² Rasenfläche
  • Segway Navimow X390 für bis zu 10.000 m² Rasenfläche

Wie kompliziert ist der Aufbau des Navimow X3?

Der große Karton wirkt hochwertig und macht Lust aufs Auspacken. Auf der Terrasse klappen wir ihn auf. Im Inneren ist alles sorgfältig verstaut, alle Kisten sind ordentlich beschriftet. Praktisch: Bereits an dieser Stelle wird man mit einer knallorangenen Pappkarte mit QR-Code aufgefordert, die Navimow-App auf dem Smartphone zu installieren. Wer das macht, benötigt keine Anleitung mehr durchzublättern: Ein vorbildlicher und komfortabler Assistent führt durch den Aufbau des Mähroboters und des nötigen Zubehörs, bis das Gerät selbsttätig im Garten unterwegs ist.

Der gesamte Aufbau hat bei uns eine gute Stunde gedauert. Das ist ohne Vorwissen im Bereich der drahtlosen Mähroboter zu schaffen, wenn man ein wenig technisches Verständnis mitbringt und Daten wie sein WLAN-Passwort griffbereit hat. Sollte man zunächst noch Vorbereitungen im Garten treffen müssen, kann die Inbetriebnahme freilich länger dauern. So liegt die maximale Schnitthöhe des Mähwerks von X315, X330, X350 und X390 bei 70 Millimetern – bevor der Roboter die Arbeit übernehmen kann, sollte man den Rasen manuell auf 70 Millimeter oder niedriger gemäht haben. Auch große Steine und Stöcke müssen aus dem Weg, wir haben darüber hinaus noch ein paar Zweige und Brennnesseln, die aus dem Gebüsch in den Rasen hingen, mit einem Trimmer und einer Astschere entfernt.

Es gibt ein paar Anforderungen an die Platzierung der Ladestation sowie der RTK-Antenne. Letztere sollte möglichst freien Blick haben, vorrangig gen Süden – ein Platz wird gesucht, der möglichst weit weg von hohen Bäumen, Hauswänden und so weiter ist. Gleichzeitig will man die Antenne nicht mitten im Garten in den Boden rammen, da von ihr ein Kabel zur Ladestation geführt werden muss – und von dort zu einer Steckdose. Wir haben die Position nach ein paar Tagen noch einmal verändert, um ein besseres Kantenschnitt-Ergebnis zu erhalten. Wer hier von vornherein perfekte Arbeit abliefern möchte, benötigt unter Umständen noch optional zu erwerbende Verlängerungskabel, zusätzliche Bodenhaken für die Kabel und mehr Zeit bei der Ersteinrichtung. Allerdings wird einem der Roboter schon mitteilen, wenn ihm etwas nicht passt – man muss also keine Angst davor haben, sondern bereit sein, vielleicht noch etwas zu optimieren. Nur einen Kritikpunkt haben wir noch an der Einrichtung: Unser WLAN-Passwort war zu lang für den Segway oder seine App. Maximal 32 Zeichen darf es haben. Ein Glück, das Gäste-WLAN hat ein kürzeres Passwort, weswegen das in der Praxis nicht gestört hat – aber dennoch nicht optimal ist.

Die folgende Fotostrecke zeigt den Aufbau des Segway-Mähroboters.

Segway Navimow X3: Wie funktioniert die Kartenerstellung?

Grundsätzlich unterscheidet sich das „Anlernen“ des Grundstücks beim Segway Navimow X3 nicht von anderen kabellosen Mährobotern. Er navigiert mit einer Kombination aus optischer Hindernis- und Grenzenerkennung, dafür hat er drei Kameras an Bord: eine nach vorn gerichtete und zwei seitliche. Außerdem nutzt er Satellitennavigation (RTK), um sich zurechtzufinden.

Wie wir bei anderen Tests dieser Mähroboter schon beobachtet haben, kann RTK in manchen Gärten problematisch sein: Tiefe Häuserschluchten, hohe Bäume, dicke Büsche und überwachsene Rasenteile blockieren den Satelliten-Empfang und können den Roboter blind machen. Tiefe Häuserschluchten hat der Garten, in dem der X350 seine Runden dreht, nicht zu bieten – aber hohe Bäume und ein dichtes Gebüsch, unter dem er sogar durchfahren muss, um den Rasen komplett mähen zu können. An keiner Stelle, selbst unter dichten Thuyen, hatte er dabei Probleme, was wohl an der ergänzenden Orientierung per Kameras liegt.

Sobald die grundlegende Einrichtung abgeschlossen ist, zeigt die App „Gamepad-Controller“ auf dem Display. Mit dem linken Daumen kann man Gas geben und rückwärts fahren, auf der rechten Seite gibt es einen Regler zum Lenken. Die App empfiehlt, ein paar Runden mit dem X3 wie mit einem ferngesteuerten Auto über den Rasen zu drehen, damit man ein Gefühl für das Fahrverhalten bekommt.

Wenn man so weit ist, schickt man den Roboter zurück in seine Ladestation und kann mit dem Kartieren beginnen. Dafür fahren wir unseren Navimow X350 an den Startpunkt der Kartierung, also an einen beliebigen Ort am Rasen-Rand, tippen auf die Start-Schaltfläche und steuern den Roboter wie ein ferngesteuertes Auto an der Rasenkante entlang. Dank der dicken Räder klappt das ziemlich gut, allerdings machen uns Beton-Rasenkanten, neben denen der Boden sich im Laufe der Jahre um zwei Zentimeter abgesenkt hat, etwas Probleme: Aufgrund der Kante können wir nicht direkt am Rand entlangfahren, weil das rechte Rad dann immer wieder mal schleift und der Roboter so nicht sauber geradeaus fährt. Weil auf der anderen Seite feine weiße Ziersteinchen liegen, können wir auch nicht mittig drüberfahren, denn auf dem weichen Schotter kommt der X3 auch nicht perfekt geradeaus.

In der Praxis ist das erst mal kein Problem. Sollte man beim Erfassen der Karte über solche Probleme stolpern, drückt man die Radiergummitaste. Solange man drauftippt, fährt der Roboter den Pfad rückwärts und löscht die eben gelernte Grenze; man kann es einfach noch einmal probieren. An dieser einen Kante halten wir jetzt einen guten Zentimeter Abstand. Damit wird die Rasenkante zwar nicht perfekt vom Roboter gemäht, doch für solche fiesen Sonderfälle gibt es eine Lösung – dazu später mehr. An allen anderen Stellen im Garten, egal ob am Abhang, an ungepflegtem Wildwuchs neben dem Rasen, an Hecken oder Zäunen, hatten wir beim Erfassen der Karte keine Probleme und konnten wirklich bis zum Rand fahren – und später mähen.

Eine nachträgliche Änderung oder Ergänzung der Karte ist jederzeit möglich. Man kann beispielsweise auch das nicht zusammenhängende Nachbargrundstück oder den Vorgarten erfassen und den Roboter dahin tragen, wenn er dort mähen soll. Nur, wenn man die Position der RTK-Antenne verändert, muss man alle Karten neu erfassen. Die gesamte Steuerung und Anlernphase funktionierte im Test vollkommen intuitiv und schnell.

Wie gut mäht der Segway Navimow X3?

Das Grundstück, auf dem der X350 seit ein paar Wochen seine Runden dreht, ist ein gemeiner Härtetest für Mähroboter. Anstelle des gepflegten Golfrasens gibt es hier hauptsächlich vermooste und überwucherte Bereiche, Furchen und Löcher von Wühlmäusen und im Frühjahr plattgetretene, aber bisher nicht schön wieder bewachsene Maulwurfshügel. Neben Rasen wachsen Disteln, Löwenzahn, das bereits erwähnte Moos und diverses andere Krautsorten auf der Grünfläche. Mäht man einen Teil des Gartens, riecht es nach Oregano, in einem anderen füllt sich der Korb des Benzinrasenmähers dem Geruch nach primär mit Zitronenmelisse. Genau deswegen fuhr hier im letzten Jahr auch kein Roboter mehr: Das bislang beim Tester eingesetzte kabelgebundene Modell hat sich regelmäßig festgefahren und benötigte mehrmals pro Woche eine Rettungsaktion – so macht das keinen Spaß.

Der Segway Navimow X350 kurz vor seinem ersten Einsatz.

Der Segway hingegen pflügt wie ein moderner Traktor von John Deere über die „Rasenfläche“. Er hat hinten zwei große, einzeln angetriebene Räder, in der Mitte die Mähscheibe mit frei schwingenden Klingen und vorn zwei große Luftreifen, die um 360 Grad drehbar sind. Fast lautlos fährt und mäht er über Hügel, Stock und Stein, gelegentlich hört man ein leises „Klock“, wenn ein Vorderrad kurz den Kontakt zum Boden verloren hat und wieder erlangt. Unser Navimow X3 nimmt alle Hindernisse hin, als wären sie nicht vorhanden, schafft die engsten Kurven und die tiefsten Löcher. Wird es ihm zu bunt, bremst er etwas ab. Er ist kein einziges Mal stecken geblieben, doch zur Navigation erklären wir später mehr.

Beim Mähen fährt er zunächst die Rasenkante ab und orientiert sich dann an einer Kante, um die Fläche Linie an Linie abzufahren. Beim nächsten Mähvorgang orientiert er sich an einer anderen Kante, sodass er immer in einem anderen Winkel Bahn um Bahn über das Grundstück fährt. Nach drei Durchgängen sieht man keine Bahnen mehr, der Rasen sieht einfach top aus.

Der Segway Navimow X350 von unten.

Die Schnitthöhe kann man zwischen 20 und 70 Millimetern in 5-Millimeter-Schritten in der App einstellen – sogar zonenweise. Der Bereich vor der Terrasse kann auf 35 Millimeter gekürzt werden, der Bereich unter den Streuobstbäumen darf 70 Millimeter hoch wachsen. Rund um den Pool schonen wir den Rasen und erlauben 50 Millimeter. Änderungen sind jederzeit komfortabel per App möglich. Das Einzige, was stört: Das Speichern jeder Änderung dauert immer ein paar Sekunden, in denen man einer Progress Bar beim Ansteigen auf 100 Prozent zusieht.

Wie laut und schnell mäht der Segway Navimow X3?

Im Mähbetrieb arbeitet er erfreulich leise. Per App kann man zwischen drei Modi wählen – normal, leise und schnell. Die Nachbarn, deren Terrasse nur von einer Rosenhecke getrennt an die Rasenfläche grenzt, haben eine Woche lang nicht mal gemerkt, dass da nun wieder ein Roboter seine Touren dreht – selbst, wenn sie zu Kaffee und Kuchen draußen saßen. Im leisen Modus wird der Segway noch mal leiser; der Hersteller spricht von 3 dB, was einer Halbierung der gefühlten Lautstärke entspricht. Tatsächlich wird er noch leiser, aber da er schon zuvor nicht gestört hat, war das gar nicht nötig. Der schnelle Modus hingegen wird ein Stück lauter. Weil es bei uns nicht aufs Tempo ankommt, betreiben wir den X3 überwiegend im normalen Modus.

Auf der Oberseite gibt es ein großes Matrix-Display für Status-Informationen, Akkustand und Begrüßung.

Die Geschwindigkeit hängt vorrangig von der Form des Grundstücks ab. Rechteckig und ohne Hindernisse geht es freilich viel schneller, als wenn der X3 permanent drehen, bremsen, schauen muss. Bei uns hat er sehr verwinkelte und gemeine 200 Quadratmeter in einer knappen Stunde gemäht und dabei in der Ausführung X350 knapp 20Prozent des Akkus verbraucht.

Je mehr Hindernisse die Optik erkennt, desto häufiger muss der Navimow herunterbremsen und noch einmal extra schauen. Wie beim Saugroboter im Wohnzimmer gilt: Je besser das Grundstück auf den Einsatz eines Mähroboters vorbereitet ist, umso schneller und effizienter kann er arbeiten. Im Falle des Segway gilt: Egal, wie das Grundstück aussieht, der Navimow X3 kommt damit klar.

Wie gut ist die Objekterkennung des Segway Navimow X3?

Dem Roboter beim Mähen zuzusehen, hat schon fast etwas Meditatives – ähnlich wie ein 3D-Drucker. Beim X3 kommt hier sogar noch ein Gefühl dazu, das man fast schon als väterlichen Stolz bezeichnen kann, denn sein Umgang mit Hindernissen ist fast ein Spektakel.

Beim ersten Mähen entdeckte die Kamera vor dem Roboter ein Büschel einer anderen Grassorte, das eine etwas andere Farbe hatte als der Rest – und die offensichtlich etwas schneller wächst, denn dieses Büschel stand einen knappen Zentimeter über die Grasnarbe hinweg. Der X3 hat davor abgebremst, ist kurz stehen geblieben, dann drübergefahren – und hat sich danach noch einmal umgedreht. Fast, als wollte er schauen, ob seine Einschätzung richtig und das Mähen erfolgreich war. War es, das Büschel war weg.

Über Stock und Stein und unter Büschen und Blättern zieht der X350 seine Bahnen.

Anderes Beispiel: Eine Brennnessel ist aus dem Gebüsch am Rand über die Rasenfläche gekippt, aber ohne sie zu berühren. Die Pflanze hing gute zehn Zentimeter über dem Rasen, einen halben Meter in die Rasenfläche hinein. Beim Kantenmähen hat der Roboter die Brennnessel erkannt und im großen Bogen umfahren. Am Ende der Mäharbeiten ist er noch mal dahin gefahren, hat sich die Brennnessel von drei Seiten angesehen und dann angestupst. Danach hat er den Rasen unter der Brennnessel abgefahren, als wäre kein Hindernis dort. Den Gartenschlauch und das Kinderspielzeug hat er sauber gemieden und umfahren, auf den kläffend anrennenden Hund reagiert er mit Rückzug – was der Hund wohl als unterwürfiges Verhalten interpretiert und sich sofort mit dem neuen Gast im Garten arrangiert hat.

Kommt ein Mensch in die Nähe des Roboters, zeigt er auf seinem großen Matrix-Display gelegentlich „Hi!“.

Ist der Segway Navimow X3 wasserfest und kommt er mit Regen zurecht?

Das Gehäuse ist wasserdicht. Der Roboter hat einen Feuchtigkeitssensor und holt sich darüber hinaus noch Wetterinformationen aus dem Internet, um zu entscheiden, ob er heute mäht oder nicht.

Sorry für die schlechte Bildqualität: Diese Amsel hat im X350 einen neuen Freund gefunden. Sie saß regelmäßig beim Mähen in seiner Nähe.

Wenngleich er auf feuchtem Untergrund mäht: Er zerstört den Rasen nicht. Seine großen Räder drehen sporadisch mal durch. Der Segway reagiert sofort darauf, schaltet gegebenenfalls das Mähwerk ab und sucht zunächst ganz vorsichtig und langsam nach einem Ausweg, statt einfach stumpf ein Rad weiterdrehen und damit die Grasnarbe abtragen zu lassen. Bei uns hat sich der Navimow nie festgefahren und auch an kritischen Stellen stets und rasenschonend einen Ausweg gefunden.

Wie ist die Verarbeitung des Segway Navimow X3?

Der Segway hat ein Kunststoff-Gehäuse und ist in Grau-Orange gehalten. Er fühlt sich stabil und hochwertig an und hat nach einigen Wochen Test-Betrieb weder Kratzer noch andere Gebrauchsspuren davongetragen. Dazu zahlt natürlich ein, dass seine hervorragende Navigation per Kameras und RTK einen vollkommen berührungslosen Betrieb möglich machen. Der X3 rumpelt nirgendwo gegen.

Auch das Zubehör ist hochwertig. Zur Ladestation gehören stabile Bodenplatten aus dickem Kunststoff und komfortable und gut haltende Erdschrauben zur Befestigung. Die RTK-Antenne bringt eine Halterung aus Metall mit drei Erdspießen aus Metall mit, die wir ohne Probleme mit dem Fuß in Erde und Schotter treten konnten. An keiner Stelle haben wir hier Qualität vermisst.

Preis: Was kostet der Segway Navimow X3?

Alles Gute hat seinen Preis. Das gilt auch für das High-End-Produkt Segway Navimow X3. Der folgende Preisvergleich zeigt die derzeit günstigsten Angebote für die Modelle X315 (1500 m²), X330 (3000 m²), X350 (5000 m²) sowie X390 (10.000 m²).

Fazit

Der Segway Navimow X3 hat uns rundherum begeistert. Seine Einrichtung war einfach, die Verarbeitung ist gut. Er mäht ganz hervorragend und ist dabei noch leise. Selbst in einem für Mähroboter sehr herausfordernden Garten ließ er sich zu keiner Zeit aus der Ruhe bringen. Er navigierte und steuerte perfekt um Hindernisse, mähte aber sauber über alles, was weg sollte. Er fuhr unter Büschen durch, neben Gartenschläuchen, Kies und Kinderspielzeug, freundete sich mit dem Hund an und macht genau das, was ein guter Haushaltsroboter eben machen soll: Er kümmert sich selbsttätig ohne nötiges und nerviges händisches Eingreifen um seine Aufgabe.

Mähroboter Roborock Rockmow Z120 Lidar im Test: Allrad, aktive Lenkung und LiDAR

Roborocks Erstlingswerk für den Garten soll mit Allrad, LiDAR und aktivem Lenksystem punkten. Wir haben im Test überprüft, wie gut das klappt.

VORTEILE

  • sehr starkes Technikpaket für Hanglagen und schwierige Gärten
  • LiDAR, VSLAM und aktives Lenksystem sinnvoll kombiniert
  • gute App mit Zonen, Passagen, Sicherheitsfunktionen und Updates
  • schnelle Ladezeiten und gute Tagesflächenleistung
  • robuste Bauweise mit IPX6 und Federung

NACHTEILE

  • hoher Preis
  • PreciEdge-Modul für randnahes Mähen nicht im Lieferumfang (+150 €)
  • großes und schweres Gerät
  • Software und Funktionsumfang noch nicht vollständig
  • dadurch Probleme bei Randschnitt

Roborocks Erstlingswerk für den Garten soll mit Allrad, LiDAR und aktivem Lenksystem punkten. Wir haben im Test überprüft, wie gut das klappt.

Der Roborock Rockmow Z120 LiDAR zählt zu den auffälligeren Neuerscheinungen im Mährobotermarkt 2026. Das Modell kombiniert Allradantrieb mit einem aktiven Lenksystem, das die Vorderräder einzeln ansteuert. Dadurch kann der Mäher wie ein Pkw lenken oder die Räder gegeneinander drehen, um bodenschonend auf der Stelle zu wenden. Als Spitzenmodell von Roborock setzt der Z120 LiDAR auf ein LiDAR-System (Light Detection and Ranging) anstelle einer RTK-Antenne oder eines Begrenzungskabels.

Auffällig ist, dass die LiDAR-Variante in Deutschland auf der Produktseite als Rockmow Z1 LiDAR geführt wird, während Datenblatt, Anleitung und App die Bezeichnung Rockmow Z120 LiDAR verwenden. Wir haben im Test überprüft, wie sich das Erstlingswerk des Herstellers schlägt.

Design und Verarbeitung

Optisch unterscheidet sich der Rockmow Z120 LiDAR deutlich von vielen Konkurrenzmodellen. Charakteristisch sind die beiden Motorgondeln über den Fronträdern, die der Ansteuerung von Lenkung und Allradantrieb dienen. Das LiDAR-Modul sitzt ungewöhnlich weit hinten auf dem bulligen Gerät. Roborock gibt für die europäische LiDAR-Variante Abmessungen von rund 66 × 47,5 × 33 cm an. Das Nettogewicht liegt inklusive Akku bei knapp 22 kg, was theoretisch die Rasengesundheit beeinträchtigen kann. Zum Vergleich: Ein Mammotion Luba 3 AWD ist leichter, und bei dessen Vorgänger wurde das hohe Gewicht bereits kritisiert, da schwere Geräte weichen Boden stärker belasten.

Das grau-schwarze Design wirkt technisch und modern. Der Roboter macht einen soliden Eindruck, alle Formteile erscheinen robust. Das Gerät ist nach Schutzklasse IPX6 gegen Wasser geschützt – sowohl für den Roboter selbst als auch für die Ladestation. Die nach vorn abfallende Linie verleiht dem Mäher eine gewisse Dynamik, die jedoch durch die klobigen, mit LED-Leisten versehenen Motorgondeln über den Vorderrädern eingeschränkt wird. An der Vorderseite sind Kameras für Navigation und Objekterkennung installiert. Vier kräftige Räder, ein Dynamic Suspension genanntes Federungssystem mit hellorange gefärbten Spiralfedern hinten sowie ein schwebendes Mähdeck sollen den Kontakt zum Boden und die Schnitthöhe stabilisieren. Zusammen mit der Aufhängung und dem Allradantrieb soll der Z120 LiDAR Steigungen von bis zu 80 Prozent (39 Grad) bewältigen und Hindernisse von bis zu 8 cm Höhe überwinden können.

Roborock Rockmow Z120 Lidar: Das schwimmend gelagerte Schnittsystem bietet sechs Messer und eine Breite von 24 cm. Durch das optional erhältliche PreciEdge-Schneidemodul bleiben bei einer festen Randbegrenzung nur drei cm Rasen ungemäht. Ohne das Modul sind es bauartbedingt etwa 10 cm.

Praktisch ist das Display mit Statussymbolen für Akku, WLAN und Bluetooth auf der Oberseite des Geräts. Auch ohne App lässt sich so der Grundzustand schnell prüfen und der Mäher grundlegend bedienen. Die große Stopp-Taste dahinter ist sinnvoll platziert und im Ernstfall sofort erreichbar.

Unter dem Gerät befindet sich das schwebende Mähdeck mit einer Schnittbreite von 24 cm und sechs Messern samt einer Gleitplatte als Schutz. Beim Messerwechsel fallen daher einige zusätzliche Schraubarbeiten an. Die Klingen sollen laut Anleitung je nach Nutzung etwa alle ein bis zwei Monate gewechselt werden, wobei auch die Schrauben ersetzt werden sollten. Roborock empfiehlt zudem im englischsprachigen Handbuch, den Akku etwa alle zwei Jahre über den Service oder den Händler austauschen zu lassen – ein Selbsttausch ist nicht vorgesehen. Das Gerät soll regelmäßig auf Verschmutzung und Beschädigung kontrolliert werden. Ob Roborock hier übervorsichtig ist oder tatsächlich eine so kurze Akkulebenserwartung zugrunde liegt, konnte der Test nicht klären.

Das separat erhältliche PreciEdge-Modul ist nicht serienmäßig im Lieferumfang enthalten. Der Hersteller verspricht damit randnäheres Mähen bis auf 3 cm. Angesichts des recht hohen Preises des Z120 LiDAR ist es als Kritikpunkt zu werten, dass dieses Modul nicht zum Standardumfang gehört. Es kostet etwa 150 Euro, die Installation ist einfach und in wenigen Minuten erledigt. Die beiliegende Anleitung mit mehreren kleinen Bildern hätte jedoch etwas größer ausfallen dürfen.

Mähparameter lassen sich pro Zone festlegen. Die Optionen zur Hindernisvermeidung sind noch nicht final.

Inbetriebnahme und App

Die Inbetriebnahme des Rockmow Z120 LiDAR erfolgt fast ebenso schnell wie bei einem Saugroboter. Die Ladestation kann laut Hersteller innerhalb oder außerhalb der Rasenfläche aufgestellt werden. Sie muss auf einer ebenen Fläche stehen, in guter WLAN-Abdeckung liegen und sich innerhalb von 10 m zum Ladegerät befinden. Im Umkreis von 2 m um die Station sollten möglichst keine Hindernisse sein, wobei weitere Testmuster direkt daneben den Mäher nicht störten. Das Gras in diesem Bereich sollte nicht höher als 9 cm sein – der Grund dafür wird im ersten Betrieb ersichtlich.

Die Verbindung zur App erfolgt anfangs über Bluetooth. Für den weiteren Betrieb wird ein 2,4-GHz-WLAN empfohlen, das Modell unterstützt jedoch auch 5-GHz-Netze. Anschließend steht der erste Kartierungsvorgang an. Eine automatische Kartierung gibt es noch nicht – dies ist jedoch nicht schwerwiegend, da automatisch erstellte Karten häufig nicht überzeugen. Die App führt durch den Prozess: Der Nutzer muss den Mäher per Joystick einmal entlang der zu mähenden Rasenbegrenzung steuern. Auch neue Bereiche, Passagen und No-Go-Zonen werden auf diese Weise manuell angelegt. Roborock bietet in der App einen einzelnen virtuellen Joystick an. Die Bedienung ist ausreichend präzise, jedoch ist eine Steuerung mit zwei separaten virtuellen Sticks für Lenkung und Vorwärts-/Rückwärtsfahrt – wie bei Mammotion – intuitiver. Beim Roborock-Modell ist der Übergang zwischen Vorwärts- und unbeabsichtigter Rückwärtsfahrt auf dem Smartphone-Touchscreen bei sehr langsamen und engen Kurven zu schwammig. Praktisch ist hingegen die Korrekturmöglichkeit während des Anlernens der Karte: Ähnlich wie bei Segway hält der Nutzer den Radiergummi-Button gedrückt, woraufhin der Mäher den zuvor gefahrenen Weg zurückfährt und dabei die gespeicherte Begrenzungslinie für diese Strecke löscht.

Die App bietet viele Einstellmöglichkeiten und informiert auch über zukünftige Wartungsaufgaben.

Die App ist funktional breit aufgestellt. Derzeit lassen sich bis zu 15 Zonen anlegen, wobei Roborock die genaue Zahl nicht eindeutig kommuniziert. Passagen zwischen Flächen können manuell gesetzt werden; sind mehrere Verbindungen vorhanden, wählt der Mäher automatisch den kürzesten und effizientesten Weg zur nächsten Zone. No-Go-Zonen lassen sich ebenfalls anlegen – eine maximale Obergrenze nennt Roborock nicht, solange die Sperrfläche innerhalb der gemappten Fläche liegt. Diese muss jedoch mindestens vier Quadratmeter groß sein. Für Pools, Blumeninseln oder heikle Stellen ist dies brauchbar; für sehr kleine Sperrflächen müssen sich Nutzer auf die selbstständige Erkennung durch den Roboter verlassen.

Die Planungsfunktionen gehen über einfache Zeitpläne hinaus. Hier lassen sich Zonen, Mähzeiten, Mährichtung und Effizienz (und damit die Geschwindigkeit) anpassen. Die automatisch wechselnde Mährichtung ist in der Praxis wichtig, da sie Spurenbildung verhindert. Das Echtzeit-Dashboard dokumentiert Mähfortschritt, wichtige Meilensteine (wie Zwischenladen oder Unterbrechung durch Wildtierschutz zu bestimmten Nachtzeiten) und die voraussichtliche Fertigstellung. Eine Funktion zum Fortsetzen der Aufgabe nach Unterbrechungen wurde ebenfalls implementiert, ebenso wie Erinnerungen an Messerwechsel und Reinigung.

Roborock Rockmow Z120 Lidar: Allrad, aktive Lenkung und LiDAR

Im Smart-Home-Bereich unterstützt der Roborock Z120 LiDAR Alexa, Google Home und Apple Siri. Die Sprachsteuerung ist über den Menüpunkt Profile und Smart Control erreichbar und ermöglicht zumindest Grundfunktionen wie Start und Stopp des Mähens. Eine Integration in Systeme wie Home Assistant gibt es derzeit noch nicht. Die bislang verfügbare Roborock-Integration unterstützt derzeit nur Saugroboter. Sicherheit gegen Diebstahl bieten hingegen eine PIN-Sperre, Ortungsfunktionen, ein akustischer Alarm und ein Extrafach für GPS-Tracker von Drittherstellern (z. B. AirTag). In der App lässt sich der Mäher orten oder per Ton auffinden. Zusätzlich kann ein Diebstahlalarm mit virtueller Grenze eingerichtet werden, wobei die Entfernung, ab der ein Alarm ausgelöst wird, in der App festgelegt werden kann. Praktisch ist auch, dass ein neuer Nutzer den Mäher nicht einfach übernehmen kann: Erst wenn der bisherige Besitzer das Gerät aus seinem Konto entfernt oder Zugriff gewährt, ist eine neue Kopplung möglich. Diese Funktion ist branchenüblich und stellt ein Hindernis für eine unbefugte Weiternutzung durch Dritte dar.

Im Netz finden sich Hinweise darauf, dass Roborock zum Marktstart mit der Software noch nicht vollständig fertig war. Bereits in den ersten Wochen lieferte der Hersteller einige Funktionen nach und korrigierte Fehler. Positiv ist das erkennbare Engagement von Roborock, negativ ist, dass manche Kunden anfangs den Eindruck haben konnten, Betatester zu sein.

Zum Testzeitpunkt Ende April 2026 fehlen mehrere Funktionen weiterhin, obwohl sie auf der offiziellen Produktseite mit Hinweis auf ein kommendes OTA-Update versehen sind. Dazu gehören bestimmte Hinderniskategorien, eine automatische Kartierung, Mähmuster und Teile der Mehrzonenverwaltung. Dass Hindernisse zwar eingezeichnet und anklickbar sind, dann aber nur mit einem Piktogramm und textlicher Benennung dargestellt werden, wirkt unfertig – die Darstellung erweckt den Eindruck, dass eigentlich ein Foto zu sehen sein sollte, da Kameras vorhanden sind.

Insgesamt ist die App bereits jetzt mächtig, logisch aufgebaut und stabil, ohne jedoch an den Umfang des Klassenprimus Mammotion heranzureichen. Am meisten vermisst wird eine Möglichkeit, eine bestehende Zone nachträglich zu korrigieren. Zonen können nachträglich nur umbenannt, zusammengeführt oder geteilt werden. Wer beim ersten Anlernen zu nah an den Rand gefahren ist, kann die Zone nur löschen und neu anlegen – ein Verfahren, das eher dem Stand von 2024 als von 2026 entspricht.

Die App zeigt den Mähfortschritt und bietet auch zahlreiche Funktionen hinsichtlich Diebstahlschutz und Sicherheit.

Navigation und Hindernisvermeidung

Die Navigation ist das Herzstück des Rockmow Z120 Lidar. Roborock setzt auf eine Kombination aus 360-Grad-3D-Lidar, VSLAM und Kameratechnik. Auf der Produktseite sind von 200.000 erfassten Punkten pro Sekunde und einer Erkennungsreichweite von 70 m die Rede. Ein externes RTK-Modul oder eine RTK-Antenne sind daher für eine genaue Navigation nicht erforderlich. Gerade für Gärten mit schwierigem Satellitenempfang – etwa durch viele Bäume oder nahe hohe Gebäude – ist die Lidar-Variante konzeptionell die bessere Wahl.

Zum Paket gehört auch der Antrieb: Allradantrieb, ein patentiertes aktives Lenksystem und das Dynamic-Suspension-System. Damit soll der Roboter Steigungen bis 80 Prozent (38,7 Grad) sowie Hindernisse bis 8 cm überwinden können – das ist außergewöhnlich viel und wird nur von wenigen Modellen wie dem Mammotion Luba 3 AWD oder dem Lymow One Plus erreicht oder übertroffen. Für Hanggrundstücke, Mulden, Bereiche mit hervorstehenden Wurzelausläufern oder wellige Flächen bietet dies einen echten Mehrwert, sofern der Garten nicht zugleich zu weich und matschig ist. Mit montiertem Kantenschnitt-Modul PreciEdge sinkt die überfahrbare Höhe vertikaler Hindernisse von 8 auf 5 cm. Eine testweise in den Weg gelegte Dachlatte mit 3,7 cm überwand der Roboter problemlos.

Für enge Passagen nennt Roborock eine Mindestdurchfahrtsbreite von 80 cm für die AWD-Modelle. Angesichts der Chassisbreite von knapp 50 cm ist dies ordentlich, aber nicht rekordverdächtig schmal. In sehr kleinteiligen Gärten mit schmalen Durchgängen oder dicht stehenden Gartenmöbeln kann dies eine Einschränkung sein. Im Test schaffte der Roboter auch 70 cm, wenn auch nicht kontaktlos.

Die App unterstützt Mähpläne und informiert über den Verlauf bisheriger Einsätze. Mit zukünftigen Firmware-Updates will der Hersteller Verbesserungen implementieren.

Bei der Hindernisvermeidung spricht der Hersteller von einer Vision-Lidar-Fusion und unterscheidet zwischen statischen Hindernissen, Menschen und Tieren sowie überwindbaren Hindernissen. Einzelne Funktionen sind auf der offiziellen Seite mit Hinweis auf ein baldiges OTA-Update versehen. Die binokulare Kamera spielt eine wichtige Rolle bei der Umgebungserkennung, wobei Nebel, Regen und Nacht die Leistung der Kamera verringern. Mähen bei Nacht ist grundsätzlich möglich, wird aber aus Tierschutzgründen nicht empfohlen. In einigen Kommunen gibt es gar ein Nachtfahrverbot. Bei Zuwiderhandlung drohen etwa in Leipzig Bußen bis 50.000 Euro. Ein bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter wird bereits diskutiert.

Im Test erkannte der Z120 Lidar willkürlich platzierte Hindernisse wie Gießkannen oder das durch das PreciEdge-Modul ersetzte Seitenteil zuverlässig. Die Hinderniserkennung ist sogar etwas überengagiert: Der Mäher erkannte wiederholt angebliche Personen und pausierte den Mähvorgang, obwohl keine Personen in der Nähe waren.

Zu Beginn navigiert der Z120 Lidar souverän auf der Fläche, mit zunehmendem Mähfortschritt wird das Verhalten jedoch unstrukturierter. Dann lässt er gelegentlich eine Bahn oder Ecke des Grundstücks aus, die er später nachholt. Dies führt zu vielen zusätzlichen Fahrmetern. Am Rand ist das Fahrverhalten erratisch: Der Roboter dreht oft auf der Stelle, teils stückweise und wieder zurück – obwohl die vorhandene Lenkung auch sanfte Rundungen ermöglichen würde. Zudem tauchen an Sträuchern immer wieder neue Hindernisse auf der Karte auf, um kurz darauf teilweise zu verschwinden. Büsche und Sträucher stellen aktuell die größte Herausforderung für den Rockmow Z120 Lidar dar.

Roborock Rockmow Z120 Lidar: Die LiDAR-Kuppel wird durch Verstrebungen geschützt.

Verbindungsprobleme oder sonstige Einschränkungen gab es im Test nicht – obwohl die Ladestation direkt an einer Hauswand unter einem breiten Dachüberstand stand und rechts und links daneben andere Mähroboter positioniert waren. Festgefahren hat sich der Z120 Lidar nur einmal, als er versuchte, direkt an einer Wand eine Drehung auf der Stelle zu vollführen, und sich anschließend mit dem nach innen eingelenkten Vorderrad an der Wand hochschob. Gelegentlich meldete der Roboter, dass er festgefahren sei, stand dann aber nur am Rand einer sehr kleinen Mähfläche und fuhr nach entsprechendem Befehl per App problemlos weiter. In schwierigen Umgebungen navigierte er selbstständig aus engen Situationen. Der Rasen wurde bis auf die genannte Wandaktion zu keinem Zeitpunkt in Mitleidenschaft gezogen. Eine Einschränkung betrifft die Höhe von Gras auf oder am Rand der Rasenfläche – darauf wird im nächsten Kapitel eingegangen.

Mähleistung im Alltag

Der Rockmow Z120 Lidar arbeitet nach dem klassischen Mulchprinzip: Kleine Stückchen der Grashalme werden oben abgeschnitten, fallen auf den Boden und dienen als Dünger. Die elektrische Verstellung der Schnitthöhe per App ist grundsätzlich angenehm, wird aber vermutlich selten verändert. Das schwebende Mähdeck passt sich dynamisch an Geländeänderungen an und fördert so einen gleichmäßigen Schnitt auf unebenen Flächen. Der Z120 Lidar erzeugt eine gleichmäßige Fläche mit gutem Schnittbild, alternativ fährt er präzise Bahnen. Die Lautstärke ist angenehm – vielleicht nicht der leiseste Mäher, aber dennoch zurückhaltend. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 0,6 m/s. Auch die Piep- und Sprachausgaben sind auf einem erträglichen Niveau: im Nahbereich gut hörbar, aber nicht in Nachbargärten.

Für hohes Gras ist der Mäher – wie fast alle Mähroboter – nicht ausgelegt. Die maximal verarbeitbare Grashöhe wird mit 12 cm angegeben; höheres Gras soll vorab manuell gekürzt werden. Dies liegt nicht nur an der Leistungsfähigkeit des Schneidwerks, sondern auch an der Navigation: Als im Test ein kleines Teilstück mit einzelnen hohen Halmen abgefahren wurde, erkannte der Roboter diese wiederholt als Hindernisse und wich aus. Das dürfte auch der Grund sein, warum Gras vor der Ladestation 9 cm Höhe nicht überschreiten darf, um eine verlässliche Rückkehr zu gewährleisten.

Das aktive Lenksystem des Rockmow Z120 Lidar wirkt sich positiv aus. Ein gezielt lenkender Vorderwagen schont die Grasnarbe mehr als ein Mäher, der das gesamte Chassis nur über unterschiedliche Radgeschwindigkeiten an der Hinterachse wenden muss. Die aktive Lenkung wühlt selbst bei Nässe weichen Boden grundsätzlich weniger auf als anders aufgebaute Modelle. Einschränkend wirkt sich jedoch das hohe Eigengewicht von fast 22 kg aus, das dazu führt, dass der Roboter stärker in weichen Boden einsinkt. Entsprechende Erfahrungen müssen zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht werden – zum Testzeitpunkt war das Wetter bereits so gut, dass Mähroboter problemlos fahren konnten.

Roborock Rockmow Z120 Lidar: Die aktive Lenkung soll den Rasen weniger belasten.

Das größte Problem des Roborock Z120 Lidar betrifft den Randschnitt. Dies betrifft nicht nur das fehlende PreciEdge-Modul im Lieferumfang. Nur mit diesem Modul soll eine Präzision von 3 cm zum Rand erreicht werden. Ohne das Modul bleibt ein Streifen von etwa 10 cm stehen, sofern der Roboter nicht – etwa am Rand einer Terrasse – halb auf Stein ausweichen kann. Im Test mähte der Z120 mit dem Modul gut bis an den Rand. Doch auch das Randschnitt-Modul hilft nicht immer: Sobald der Roboter höhere Hindernisse wie Büsche in der Nähe des Randes erkennt, hält er einen deutlichen Abstand von teils mehr als einer Mäherbreite. Dies betrifft sowohl Büsche, die in oder über die Mähfläche ragen, als auch wandartige Büsche entlang der Grenze. Die Einstellung der Hindernisvermeidung (empfindlich oder ausgeglichen) hat darauf keinen Einfluss; eine vollständige Deaktivierung ist nicht möglich. Der Mäher fährt folglich auch nicht unter Büsche – selbst dann nicht, wenn die Grenze zuvor entsprechend angelernt wurde. An festen Steinwänden tritt dieses Problem nicht auf, was darauf hindeutet, dass der Roboter grüne Grenzen im Frühling, wenn Blätter noch nicht voll ausgewachsen sind und Büsche zu viele Lücken für den Lidar-Sensor aufweisen, noch nicht sicher genug erkennen kann.

An anderer Stelle arbeitet der Z120 Lidar zuverlässiger: Er besitzt einen Regensensor und kehrt bei Regen zur Ladestation zurück. Die Regenpause beträgt standardmäßig 180 Minuten und kann in der App angepasst werden. Fahrten bei Regen sollten nach Möglichkeit vermieden werden, da der Schnitt dann weniger gut ist und der Mäher stärker verschmutzt.

Roborock Rockmow Z120 Lidar: Die Hinterräder sind gefedert und sorgen dafür, dass der Mähroboter auch Unebenheiten, Vertiefungen und unwegsames Gelände problemlos meistert und in Kombination mit dem schwimmenden Mähdeck für ein gutes Schnittbild sorgt.

Akku

Der Rockmow Z120 LiDAR soll bis zu 2.000 Quadratmeter pro Tag schaffen. Roborock verbaut einen Lithium-Ionen-Akku mit 21,6 V und 6 Ah Nennkapazität; geladen wird mit bis zu 5 A. Für einen AWD-Mäher dieser Größe wirkt das zunächst nicht übermäßig stark. Der Roboter punktet jedoch mit kurzen Ladezeiten von etwa einer Stunde, um von etwa 15 Prozent wieder auf rund 85 Prozent zu kommen. Im Testgarten schaffte der Z120 LiDAR in etwas über zwei Stunden rund 190 Quadratmeter und fuhr dann mit etwa 15 Prozent Restakku zum Laden. Hochgerechnet wären das rund 1.500 Quadratmeter in 24 Stunden (und auch nur mit Nachtfahrten). Die Herstellerangabe von 2.000 Quadratmetern pro Tag dürfte auf weniger verwinkelten und weitgehend hindernisfreien Flächen eher erreichbar sein als im Testgarten.

Die Anleitung empfiehlt weiterhin einen Akkuwechsel alle zwei Jahre, was stutzig macht.

Preis & Garantie

Die unverbindliche Preisempfehlung für Deutschland liegt bei 2699 Euro. Niedrigere Preise gab es im freien Handel zum Testzeitpunkt nicht (Stand: 04/2026). Die Garantie beträgt drei Jahre für den Mäher und zwei Jahre für den Akku.

Fazit

Der Roborock Rockmow Z120 LiDAR ist ein interessanter und in vielen Punkten überzeugender Premium-Mähroboter. Die Kombination aus Allrad, aktivem Lenksystem, LiDAR, VSLAM und gefederter Plattform ist technisch beeindruckend und für komplexe Grundstücke sinnvoll. Gerade bei Hanggrundstücken, unebenem Untergrund, verwinkelten Zonen und schwierigen Signalbedingungen setzt sich das Gerät konzeptionell von den meisten Wettbewerbern ab. Hinzu kommt eine grundsätzlich starke App mit guter Kartenlogik, Zonenverwaltung, Sicherheitsfunktionen und Bedienbarkeit.

Dennoch ist der Rockmow Z120 LiDAR noch kein perfektes Gerät. Der Mäher ist groß und schwer, was sich bei schlechtem Wetter und weichem Boden negativ auf die Grasnarbe auswirken dürfte. Ändern lässt sich das nicht. Anders verhält es sich beim fehlenden Randschnitt-Modul und bei den noch nicht vollständigen App- und Software-Features. Roborock könnte die Mähzonen mit einem Update editierbar machen und das Fahrverhalten am Rand so anpassen, dass der Mäher auch dort mäht, wo er angelernt wurde – und nicht nur dort, wo feste Begrenzungsmauern oder keinerlei Hindernisse in der Nähe des Randes vorhanden sind. Dann wären – abgesehen vom Preis – die beiden Hauptnegativpunkte entkräftet. Zum jetzigen Zeitpunkt stört dies jedoch noch, sodass der Mäher hinter seinen Erwartungen und Fähigkeiten zurückbleibt.

Hinweis: Die vergebene Bewertung von 3,5 Sternen ist vorläufig und bezieht sich ausschließlich auf den getesteten Zustand. Eine Anpassung erfolgt, sofern Firmware-Updates die wesentlichen Kritikpunkte adressieren.

Mähroboter Sunseeker S4 bis 1000 m² im Test: Nicht der schnellste, dafür präzise

Der Sunseeker S4 ist ein weiterer Mähroboter, der mithilfe von LiDAR und KI-Kamera navigiert. Ist er damit auch für komplexe Gärten geeignet? Der Test zeigt es.

VORTEILE

  • navigiert präzise
  • Integration für Home Assistant
  • relativ günstig
  • Akku austauschbar

NACHTEILE

  • Mähen an Kanten nur Durchschnitt
  • gemächliches Mähtempo
  • Schnitthöheneinstellung nur manuell
  • App nicht für Tablets optimiert

Der Sunseeker S4 ist ein weiterer Mähroboter, der mithilfe von LiDAR und KI-Kamera navigiert. Ist er damit auch für komplexe Gärten geeignet? Der Test zeigt es.

Mähroboter mit LiDAR sind inzwischen keine Seltenheit mehr. Das hat seine Gründe: LiDAR bietet gegenüber RTK klare Vorteile bei der Navigation in schattigen Gärten. Außerdem ist die Inbetriebnahme einfacher, da keine RTK-Antenne installiert werden muss. Diesem Trend folgt Sunseeker mit dem S4, einem Mähroboter, der für Flächen bis 1000 m² ausgelegt ist und eine Schnittbreite von 18 cm aufweist. Auf dem Papier ist er damit ideal für kleine bis mittelgroße sowie komplexe Gärten geeignet. Ob der knapp 1000 Euro teure Mähroboter diese Vorzüge auf einem anspruchsvollen Testparcours mit flachen und steileren Abschnitten sowie einer nur 70 cm breiten Engstelle unter Beweis stellen kann, zeigt der Test.

Design, Lieferumfang und Ausstattung

Mit 63,8 * 42,2 * 27,4 cm fällt der nur 11 kg schwere Sunseeker S4 relativ kompakt aus. Der Antrieb erfolgt über die hinteren Räder, die anders als die Vorderräder mit ihrem grobstolligen Profil nicht vom schwarz-grauen Gehäuse verdeckt werden. Das äußere Erscheinungsbild ähnelt dem vieler LiDAR-Mähroboter, die wie der S4 ein 360-Grad-LiDAR verwenden und an der klassischen LiDAR-Kuppel im vorderen Bereich zu erkennen sind. Diese fällt beim S4 jedoch relativ groß aus.

Durchdacht ist die Ladestation, die nicht nur die Schutzkappe des LiDAR-Sensors aufnehmen, sondern auch eine integrierte Reinigungsbürste bieten kann, sodass die LiDAR-Kuppel beim Ein- und Ausfahren des Mähroboters automatisch gereinigt wird. Zumindest reicht dies aus, um Blütenstaub zu entfernen, der sich am Teststandort niederschlägt.

Die Verarbeitung ist ansonsten sehr gut, das Gehäuse hinterlässt einen robusten Eindruck. Unter der Klappe im hinteren Bereich befinden sich wie üblich ein kleines Display mit einigen Tasten zur Bedienung, über die nach dem Starten des Roboters der PIN-Code eingegeben, aber auch der Mähvorgang gestartet werden kann. Zudem lässt sich über einen Drehregler die Schnitthöhe von 20 bis 60 mm einstellen.

Die Mähscheibe bietet eine Schnittbreite von nur 18 cm, ist dafür aber schwimmend gelagert und passt ihren Abstand zum Boden bei Unebenheiten entsprechend an, sodass die sechs Messer für ein gleichmäßiges Schnittbild sorgen sollten. Eine spezielle Option für das Randmähen bietet der S4 nicht. Weder ist eine Trimmeinheit integriert – wie sie unter anderem die Ecovacs-Modellen O1200, A1600 und A3000 LiDAR Pro bieten – noch fährt die Mähscheibe wie beim Dreame A3500 Pro an den Rand. Somit bleibt bei Rasen mit einer festen Begrenzung wie Randsteinen mindestens ein zehn Zentimeter breiter Rand ungemäht.

Positiv ist, dass der Sunseeker S4 einen austauschbaren Akku bietet. Was dieser kostet, ließ sich bis zum Redaktionsschluss jedoch nicht ermitteln. Akkus für andere Sunseeker-Modelle sind ab etwa 200 Euro erhältlich.

Sunseeker S4: LiDAR-Mähroboter für 1000 m², Hinterrad-Antrieb, 18 cm breites Schneidesystem,   4-Ah-Akku mit 3-A-Ladegerät

Aufbau und Inbetriebnahme

Der Aufbau ist schnell abgeschlossen: Ladestation anschließen, mit Ladegerät verbinden, Reinigungsbürste an Ladestation anbringen und die Ladestation mit den mitgelieferten Plastiknägeln befestigen. Fertig. Die Positionierung der Ladestation kann auch außerhalb der Rasenfläche erfolgen. Wie üblich muss sich allerdings vom heimischen WLAN abgedeckt sein.

Die weitere Inbetriebnahme erfolgt nach dem Aufbau mit der Sunseeker-App, die leider nicht für Tablets optimiert ist und für die eine Registrierung nötig ist. Die Einbindung in die App ist schnell erledigt. Anschließend wurde bei uns eine neue Firmware zur Installation angeboten. Sunseeker aktualisiert regelmäßig das Betriebssystem seiner Mähroboter. Das konnten wir schon beim Allrad-Modell für große Gärten, dem X7 (Testbericht), beobachten.

Sunseeker S4: Die typische LiDAR-Kuppel wird bei Zu- und Abfahrt der Ladestation automatisch gereinigt. Für Blütenstaub reicht das aus. Stärkere Verschmutzungen sollte man mit einem Mikrofasertuch vorsichtig reinigen.

Kartierung

Der Sunseeker S4 bietet wie fast jedes Modell auch eine automatische Kartierung. Diese ist aber wie üblich an einen Garten mit klaren Grenzen gebunden und scheidet bei unserer Rasenfläche mit offenen Übergängen zwischen Gras, Beeten und Sträuchern aus. Eine automatische Kartierung ist grundsätzlich ein Kompromiss, da sie nicht so präzise erfolgt wie eine manuelle Kartierung, bei der man den Mähroboter um die Grenzen des Rasens per virtuellem Joystick navigiert. Wer also ein möglichst perfektes Mäherlebnis anvisiert, sollte manuell kartieren.

Die initiale Kartierung erfolgt zunächst für die größte zusammenhängende Fläche und wird ergänzt durch zwei zusätzliche Zonen, für die wir Korridore respektive Kanäle anlegen, die abgetrennte Zonen miteinander verbinden, damit diese vom Mähroboter erreicht werden können.

Die Sunseeker-App bietet umfangreiche Einstellungen. Mähparameter wie Schnittrichtung, Geschwindigkeit und Schnittabstand können pro Zone definiert werden.

Konfiguration per App

Die größte zusammenhängende Fläche des Rasens unterteilen wir wie üblich in einzelnen Zonen ein. Dafür sprechen mehrere Gründe (Ratgeber), der wichtigste: Festlegen einer effizienten Mährichtung, mit möglichst wenigen Richtungsanpassungen.

Die App unterstützt diese Vorgehensweise, indem man auf Arbeitszone klickt und anschließend die zu teilende Zone markiert. Dann blendet die App einen Teilungsstrich ein, den man entsprechend seinen Wünschen verschiebt und die Zonenaufteilung bestätigt. Das gelingt in der Praxis einwandfrei, sodass die Rasenfläche entsprechend unserer Vorstellungen aufgeteilt ist. Ein nachträgliches Bearbeiten der Rasengrenze ist ebenfalls möglich.

Die App erlaubt unterschiedliche Einstellungen pro Zone: Mähgeschwindigkeit, Schnittabstand sowie Schnittrichtung. Diese Parameter können auch für mehrere Zonen gleichzeitig definiert werden.

Sunseeker S4: LiDAR-Mähroboter für 1000 m², Hinterrad-Antrieb, 18 cm breites Schneidesystem,   4-Ah-Akku mit 3-A-Ladegerät

Einige Einstellungen lassen sich allerdings nur global ändern. Das betrifft etwa die Hinderniserkennung, die nicht in jedem Fall nützlich ist. Etwa dann nicht, wenn im Laufe des Frühlings und Sommers an die Rasenfläche angrenzende Pflanzen in voller Blüte stehen und der Mähroboter diese als Hindernis erkennt und diese umfährt. In der Praxis bedeutet dies, dass etwa unter einem Strauch mit in die Rasenfläche hineinragenden Ästen Rasen ungemäht bleibt. Für diesen Fall bietet die Sunseeker-App die Option Sichere Zone.

Ist ein solcher Bereich damit markiert, schaltet der S4 die visuelle Hinderniserkennung aus, sodass nur noch das Gehäuse als Sensor zur Verfügung steht. Bei einem Hindernis sorgt diese Einstellung also dafür, dass es zu einem physischen Kontakt kommt und der Mähroboter erst danach seine Richtung ändert. In der Praxis mäht der S4 mit dieser Einstellung auch unter Sträuchern mit herabhängenden Ästen.

Wie üblich unterstützt auch der S2 das Anlegen von Zeitplänen für Mähaufgaben. Für diese kann man entweder die gesamte Fläche oder nur einzelne Zonen konfigurieren.

Navigation, Mähleistung und Hinderniserkennung

Der Sunseeker S4 fährt präzise in geraden Bahnen, sodass das Schnittbild auf einer ebenen Fläche ohne Fehl und Tadel ist. Wir haben in unserem Garten allerdings auch einige Vertiefungen, doch das schwimmende Mähdeck sorgt auch in diesen Bereichen für ein optimales Schnittbild. Die Betriebslautstärke gibt der Hersteller mit 60 dB(A) an, was sich lauter anhört, als es in der Praxis tatsächlich ist. Im Grunde hört man den S4 so gut wie nicht.

Der Randschnitt ist bauartbedingt in Bereichen mit festen Begrenzungen wie Randsteinen nur Durchschnitt. Hier bleibt immer ein Bereich von etwa 10 cm ungemäht und bedarf der Nacharbeit mit einem Trimmer.

Unsere nur 70 cm breite Engstelle, die zwei Rasenzonen miteinander verbindet, hat der Sunseeker S4 mit Bravour gemeistert. Bislang haben diese nur einige LiDAR-Mähroboter wie der Dreame A3 Pro, der Dreame A2 sowie der Ecovacs A3000 LiDAR geschafft. LiDAR scheint also die Voraussetzung für das erfolgreiche Durchqueren dieser Engstelle zu sein. Dennoch hat der Ecovacs A3000 LiDAR diese nicht geschafft, was an dessen Breite liegen dürfte, die aufgrund der integrierten Trimmereinheit mit knapp 60 cm überaus groß ausfällt. Aber auch der kompaktere Segway Navimow i208 LiDAR ist an dieser gescheitert.

Sunseeker S4: Mit einer Schnittbreite von 18 cm gehört der LiDAR-Mähroboter nicht zu den schnellsten. Für die ebene, 240 m² große Rasenfläche benötigt er 3h 31 min. Da er zwischendurch zum Laden an die Station muss, beträgt die Bruttomähzeit sogar fast fünf Stunden.

Die Mähgeschwindigkeit ist aufgrund der nur 18 cm großen Schnittbreite eher gemächlich. Für eine ebene und 240 m² große Fläche beträgt im Test die Mähdauer 3h 31min. Da der S4 zwischendurch zum Laden des Akkus an die Basisstation muss, liegt die Bruttozeit bei insgesamt 4h 53min. Für die anvisierten 1000 m², für die der S4 ausgelegt ist, benötigt der Mähroboter über 20 Stunden.

Die Hinderniserkennung funktioniert im Test nach einem Firmware-Update zuverlässig. Kleinere und größere Gegenstände wie auch Hunde und Menschen hat er großräumig umfahren. Dennoch ist das keine Gewähr dafür, dass er diese in jeglicher Situation erkennt. Daher sollten Mähroboter zum Schutz nachtaktiver Tiere ausschließlich tagsüber betrieben werden. In einigen Kommunen gibt es bereits Nachtfahrverbote mit empfindlichen Geldbußen – in Leipzig beispielsweise bis zu 50.000 Euro. Geht es nach dem Deutschen Städtetag, könnte ein Nachtfahrverbot bald bundesweit gelten.

Smart Home

Der Sunseeker S4 kann über Google Assistant und Amazon Alexa auch per Sprache gesteuert werden. Außerdem gibt es eine Community-basierte Integration für Home Assistant, mit der man den Mäher nicht nur umfänglich steuern kann, sondern auch viele Betriebsparameter liefert und sogar eine Kartenansicht bietet.

Sunseeker S4: Die Integration für Home Assistant ist umfangreich und bietet sogar eine Live-Ansicht der Karte.

Preis

Sunseeker verlangt für den Mähroboter S4 regulär knapp 1000 Euro. Bei Obi ist der S4 aktuell für 900 Euro im Angebot.

Fazit

Sunseeker präsentiert mit dem S4 einen Mähroboter, der dank LiDAR nicht nur präzise navigiert, sondern aufgrund seiner Kompaktheit auch die nur 70 cm breite Engstelle im Testgarten souverän meistert. Der Mähroboter mäht in geraden Bahnen mit entsprechend gutem Schnittbild; dank des schwimmenden Mähdecks gilt dies auch bei Unebenheiten. Die Schnittbreite ist mit 18 cm nicht sonderlich breit. Entsprechend gemächlich arbeitet der Sunseeker S4.

Der Hersteller sieht das LiDAR-Mähroboter für Gärten bis 1000 m² vor. Im Praxistest schafft er 240 m² in 3,5 Stunden. Da er diese Fläche jedoch nicht am Stück schafft, muss er zwischendurch zum Laden an die Station zurückkehren. Somit vergehen insgesamt fast fünf Stunden.

Insgesamt ist der Sunseeker S4 für kleine bis mittelgroße Gärten mit komplexen Strukturen empfehlenswert.

Test: Segway-Mähroboter i208 LiDAR – keine Kabel, keine Antenne, keine Probleme?

Der Segway Navimow i208 navigiert dank LiDAR ohne RTK-Antenne. Das vereinfacht die Inbetriebnahme und sorgt für eine exakte Navigation.

VORTEILE

  • Dank LiDAR einfache Inbetriebnahme
  • Sauberes Schnittbild
  • GPS-Tracking, PIN-Schutz
  • relativ günstig

NACHTEILE

  • Enge Übergänge problematisch
  • scheitert an niedrigen Randsteinen
  • Mähen an Kanten nicht optimal

Der Segway Navimow i208 navigiert dank LiDAR ohne RTK-Antenne. Das vereinfacht die Inbetriebnahme und sorgt für eine exakte Navigation.

LiDAR-Mähroboter waren 2025 noch eine seltene Erscheinung. Dieses Jahr sieht das anders. Nahezu jeder Hersteller hat mindestens ein Gerät im Angebot, das statt auf Basis von Satellitendaten mithilfe von LiDAR navigiert. Vor allem in Stadtgärten mit hohen angrenzenden Gebäuden ist das von Vorteil, da der Empfang von Satellitendaten in diesem Umfeld nicht immer gewährleistet ist.

Auch Segway verwendet bei vielen Navimow-Modellen die LiDAR-Technik. Anders als Hersteller wie Dreame und Ecovacs, die auf ein 360°-LiDAR mit rotierenden Teilen setzen, kommt im Navimow i208 die robustere Solid-State-Variante zum Einsatz. Sie kommt ohne fragile, bewegliche Teile aus und ist daher langlebiger. Der geringere Sichtwinkel von Solid-State-LiDAR (etwa 120–140° statt 360°) ist im Garten meist vernachlässigbar, da sich der Mähroboter beim Navigieren ständig dreht und so die gesamte Umgebung nach und nach erfasst. Nur bei sehr schneller Fahrt oder komplexen Labyrinthen kann der fehlende Rundblick theoretisch Nachteile bringen – für typische Heimgärten spielt das aber keine Rolle.

Wie sich der neue Navimow i208 LiDAR in unserem Testgarten mit nicht verbundenen Zonen und engen Übergängen schlägt, zeigt der Testbericht.

Modelle und Ausstattung

Segway bietet die i2-Serie in unterschiedlichen Ausführungen an, die sich im Wesentlichen durch unterschiedlich große Akkus unterscheiden. Der getestete Navimow i208 ist für Rasenflächen bis 800 m² geeignet, während die Modelle i215 und i220 Flächen bis 1500 m² und 2000 m² bewältigen. Darüber hinaus gibt es noch die Allrad-Variante LiDAR Pro, die für 1000 m² (i210) und 2000 m² (i220) große Gärten geeignet sind. Die Allrad-Modelle mit drei Antriebsrädern können zusätzlich noch RTK-Daten aus der Segway-Cloud zur Navigation verwenden. Das ist etwa bei offenen, großflächigen Gärten nützlich, bei denen die Reichweite des LiDAR-Systems nicht ausreicht.

Das Schnittsystem besteht aus einer Mähscheibe mit sechs Klingen, die von einem 100 Watt starken Motor angetrieben wird. Die Schnittbreite beträgt 22 cm und der Abstand der Messer zum Gehäuserand liegt bei etwa neun Zentimetern. Letzterer Wert signalisiert, dass bei Rasenflächen mit einer festen Begrenzung etwa neun Zentimeter ungemäht bleiben. Die Schnitthöhe kann per App in 5-mm-Schritten zwischen 20 und 70 mm eingestellt werden.

Die Hinderniserkennung des Mähroboters basiert auf Solid-State-LiDAR in Kombination mit einer integrierten Kamera und soll über 200 Hindernisse erkennen.

Neben den typischen Funkverbindungen Bluetooth und WLAN bietet der Navimow i208 LiDAR außerdem noch eine 4G-Mobilfunkverbindung, die für ein Jahr bezahlt ist. Wer den Service weiter nutzen möchte, etwa weil der WLAN-Empfang im Garten nicht bis an alle Grenzen reicht, zahlt für den Service jährlich 30 Euro. Notwendig ist er nicht, solange der WLAN-Empfang bis zur Ladestation reicht.

Mit einem iPhone oder iPad kann man über den Dienst „Wo ist?“ den Standort des Navimow i208 LiDAR ermitteln.

In puncto Sicherheit ist der i208 bestens ausgestattet: GPS-Tracking, Geofencing, Hebealarm und Unterstützung für „Wo ist?“ von Apple gehören serienmäßig dazu. Zusätzlich ist der Roboter ohne das verknüpfte Benutzerkonto des Eigentümers nicht nutzbar – Diebe haben keine Chance. Eine PIN-Funktion bietet weiteren Schutz.

Mit Abmessungen von 635,2 × 445 × 287,5 mm fällt der Navimow nicht besonders kompakt aus. Auf die Waage bringt er knapp 15 kg. Der Antrieb erfolgt über die beiden großen Hinterräder mit auffälligem orangefarbenem Profil. Damit soll der Mähroboter auch Steigungen bis zu 45 % (24°) bewältigen. Die Verarbeitung des schwarz-grau-schwarz lackierten Mähroboters ist ansonsten ohne Fehl und Tadel. Eine Bedienung ist auch per Tasten unterhalb des kleinen Displays auf der Oberseite möglich. Mit der App gelingt die Steuerung aber wesentlich bequemer, sodass wir die Tasten während des Tests nur zur Eingabe der PIN genutzt haben.

Inbetriebnahme, Kartierung

Die Inbetriebnahme erfolgt mit der Navimow-App. Bevor wir diese nutzen, bauen wir zunächst die Ladestation auf und verbinden sie über das mitgelieferte Verbindungskabel mit dem Stromnetz. Die Aufstellung einer Antenne wie bei RTK-basierten Mährobotern entfällt. Damit lässt sich der LiDAR-Mähroboter schon einmal schneller und einfacher in Betrieb nehmen.

Doch so wie in der Werbung versprochen, „Absetzen und mähen“, funktioniert die weitere Inbetriebnahme nur in Ausnahmefällen. Wie viele andere Mähroboter bietet auch der Navimow i208 Lidar eine automatische Kartierung. Doch die gelingt in der Praxis nur zufriedenstellend, wenn der Rasen von klaren Grenzen umgeben ist. Das ist bei unserem komplexen Garten mit mehreren Zonen, die entweder gar nicht oder nur über einen schmalen Verbindungsweg miteinander verbunden sind, nicht der Fall. Somit erstellen wir die Karte des Gartens manuell: Wir fahren dafür die Grenzen des Rasens mit dem Mähroboter ab und teilen die Fläche in einzelne Zonen, um mit der App für jede Zone die optimale Mährichtung wählen zu können. Hat man nur eine Zone, gibt es auch nur eine Mährichtung und die ist häufig nicht optimal, weil der Mähroboter mehr als nötig wenden muss und somit Zeit unnötig vergeht.

Navimow-App: Einstellungen

Konfiguration per App

Mit der Navimow-App kann man pro Zone nicht nur die Mährichtung einstellen, sondern auch die Schnitthöhe und den Modus für das Mähen der Rasenkante festlegen. Mit Edge Sense bietet die App eine Konfigurationsoption für ein optimales Kantenmähen, das auf Vorsichtig, Standard und Extrem eingestellt werden kann. Diese Option ist in der Praxis aber nur relevant, wenn die Rasenkanten nicht genau erfasst wurden, etwa durch eine automatische Kartierung. Hat man wie wir im Test die Karte manuell erstellt und dabei den Mähroboter exakt navigiert, benötigt man diese Option nicht. Jedenfalls haben wir in der Praxis keinen großen Unterschied bemerkt.

Die Navimow-App bietet wie üblich auch das Erstellen von Zeitplänen, sodass man einen Mähvorgang nicht manuell starten muss. Die App bietet mit der Einstellung von Lade- und Entlade-Limits für den Akku außergewöhnliche Konfigurationsmöglichkeiten. Senkt man etwa das Ladelimit auf 80 Prozent, kann man damit die Lebensdauer des Akkus verlängern. Das Entladelimit steht standardmäßig schon bei 15 Prozent und erlaubt eine maximale Entladetiefe von 5 Prozent.

Die Navimow-App ist übersichtlich und lässt sich einfach bedienen. Die Kartenansicht bietet ähnlich wie Google Maps zwei Darstellungsoptionen. Im Test erreicht der Navimow i208 LiDAR eine Mähgeschwindigkeit von etwa 83 m².

Mähleistung und Hinderniserkennung

Der Navimow i208 LiDAR mäht den Rasen in präzisen, geraden Bahnen und liefert ein sauberes Schnittbild. Dabei bleibt er mit maximal 59 dB(A) äußerst geräuscharm. Wenn man nicht direkt danebensteht, ist er kaum zu hören.

Beim ersten Einsatz ließ er stellenweise noch vereinzelt Halme stehen, was bei den folgenden Mähvorgängen nicht mehr auftrat. Mit einer Schnittbreite von 22 cm benötigt er im voreingestellten Standardmodus 2,9 Stunden, um die 241 m² großen Teilflächen unseres Testgartens zu mähen – das entspricht einer Flächenleistung von 83,4 m² pro Stunde.

Segway Navimow i208 LiDAR: Unsere Engstelle passiert er im Test nicht zuverlässig. Einmal ist er gar umgekippt.

Im Vergleich zum Dreame A3 AWD Pro 3500 Pro, der auf 186 m² pro Stunde kommt, ist der i208 LiDAR vor allem aufgrund seiner geringeren Schnittbreite langsamer.

Die Mähleistung an Rasengrenzen ist bei ebenen Flächen perfekt, da er hier über die Rasengrenze hinausfährt und so kein Rasen stehen bleibt. Bei hohen Rasenbegrenzungen aus Stein fährt er zwar nahe an diese heran, lässt aber prinzipbedingt etwa 9 cm Rasen stehen. Der Einsatz eines Trimmers ist an solchen Kanten also vonnöten.

Den engen Übergang zwischen zwei Rasenzonen hat er im Test nicht zuverlässig geschafft. Mal gelang die Hinfahrt, mal die Rückfahrt. Im schlimmsten Fall hat beides nicht funktioniert. Diese Engstelle haben in der Vergangenheit nur LiDAR-basierte Modelle wie der Dreame A2 und der Mammotion Luba Mini 2 LiDAR problemlos passiert.

Randsteine mit einer Höhe von 4-5 cm verhindern, dass der Navimow i208 abgelegene Zonen erreicht.

Doch egal, welche Einstellungen wir vorgenommen haben, der i208 LiDAR scheitert bislang an unserer Engstelle. Während der Testphase erreichten uns zwei Firmware-Updates, die die Navigationsleistung etwas verbessert haben, sodass der Mähroboter nun häufiger mal durchkommt. Doch zuverlässig gelingt das bislang noch nicht. Auch das andere Teilstück hat der Navimow i208 LiDAR nicht erreicht, weil er an den 4 – 5 cm hohen Randsteinen hängen geblieben ist. Für Gärten mit solchen Eigenschaften sind Gelände-gängigere Modelle wie der Mammotion Luba 2 Mini AWD LiDAR besser geeignet.

Die Hinderniserkennung hat im Test bis auf winzige Bälle, die unerkannt blieben, zuverlässig funktioniert.

Smart Home

Der Navimow i208 LiDAR unterstützt eine Sprachsteuerung über Amazon Alexa und Google Assistant. Außerdem gibt es eine offizielle Integration für Smart Home by Hornbach (Bestenliste). Allerdings sind die Steuerungsmöglichkeiten begrenzt. Auch die inoffizielle Integration für Home Assistant bietet nur wenige Möglichkeiten. Eine Integration von Zeitplänen und Karten wie bei Mammotion oder Sunseeker gibt es für den Navimow nicht.

Die inoffizielle Integration für Home Assistant bietet nur wenige Möglichkeiten. Eine Integration von Zeitplänen und Karten wie bei Mammotion oder Sunseeker gibt es für den Navimow nicht.

Preis

Für den Navimow i208 Lidar verlangt Segway regulär 1499 Euro. Die Preise schwankten zuletzt zwischen 1200 und 1000 Euro.

Fazit

Der Segway Navimow i208 LiDAR ist ein solide verarbeiteter, leiser Mähroboter mit überzeugender Sicherheitsausstattung. Die Solid-State-LiDAR-Technik kommt ohne bewegliche Teile aus und ist damit robuster und langlebiger als 360°-Systeme. Für einfache, ebene Gärten bis 800 m² liefert er ein sauberes Schnittbild.

Einschränkungen: Die Flächenleistung ist mit 83 m²/h eher gering, der Akku reicht nicht für einen kompletten Durchgang. Vor allem aber scheitert der i208 an engen Übergängen und niedrigen Randsteinen. Auch an Kanten leistet er sich Schwächen.

Insgesamt ist der Navimow i208 ein guter Mähroboter für Standardgärten ohne komplexe Strukturen. Wer verwinkelte Flächen oder Hindernisse wie Randsteine hat, sollte zu einem anderen Modell greifen.

Mähroboter Ecovacs Goat O600 RTK im Test: Günstig, für kleine Gärten gut 

Ecovacs bewirbt den Goat O600 RTK für bis zu 600 m². In der Praxis ist deutlich früher Schluss. Wer das akzeptiert, bekommt einen günstigen RTK-Mäher.

VORTEILE

  • günstiger RTK-Mäher mit solider Mähleistung pro Akkuladung
  • sauberes Schnittbild
  • drahtlose Einrichtung in wenigen Minuten dank gutem App-Assistenten

NACHTEILE

  • beworbene 600 m² in der Praxis unrealistisch – sinnvoll nur bis etwa 300 m²
  • schwacher Kantenschnitt – bis zu 20 cm Reststreifen an festen Rändern
  • Schnitthöhe nur manuell am Gerät verstellbar

Ecovacs bewirbt den Goat O600 RTK für bis zu 600 m². In der Praxis ist deutlich früher Schluss. Wer das akzeptiert, bekommt einen günstigen RTK-Mäher.

Mit dem Goat O600 RTK positioniert Ecovacs sein günstigstes Modell der drahtlosen O-Serie und zielt damit laut Hersteller auf Gärten bis 600 m². Anders als die größeren Schwestermodelle O800 RTK und O1200 LiDAR PRO verzichtet der O600 RTK auf LiDAR und stützt sich ausschließlich auf RTK-Satellitennavigation in Kombination mit einer Kamera für die Hindernisvermeidung – von Ecovacs als „AIVI“ vermarktet. Begrenzungsdraht und Navigationsbaken entfallen, dafür ist eine freie Sicht der mitgelieferten RTK-Antenne zum Himmel zwingend.

Mit 499 Euro Marktpreis ist der O600 RTK einer der günstigsten RTK-Mähroboter am Markt – nur der Anthbot M5 liegt preislich auf gleichem Niveau, andere RTK-Modelle von Mammotion oder Segway starten deutlich höher. Der Hersteller verspricht eine schnelle Einrichtung, mit wahlweise automatischer oder manueller Kartierung, 45 Prozent Steigfähigkeit und IPX6. Die Schnitthöhe lässt sich von 3 bis 8 cm einstellen – allerdings nur manuell am Gerät.

Das Test-Szenario umfasste einen Garten mit drei Rasenzonen und einer Gesamtfläche von knapp 500 m². Eine Zone ist nur über 4 bis 5 cm hohe Randsteine erreichbar. Eine weitere Zone ist nur über eine 70 cm breite Engstelle zugänglich – exakt der vom Hersteller angegebene Minimalwert. Die Mähgeschwindigkeitstests fanden aus Vergleichbarkeitsgründen auf einem flachen, 240 m² großen Teilstück statt, das auch andere Testgeräte problemlos erreichen. Geprüft wurde zudem, ob und wie sich der Mäher in Home Assistant einbinden lässt – Ecovacs bietet dafür keine offizielle Integration.

Einrichtung und RTK-Set-up

Der Lieferumfang umfasst neben dem Mäher eine RTK-Station, eine Ladestation, Befestigungsmaterial für beide sowie ein Netzteil. Die Stromversorgung der Ladestation erfolgt über das mitgelieferte 37-Watt-Netzteil mit 10 Meter langem Anschlusskabel. Die RTK-Antenne wird über ein separates 10-Meter-Kabel mit der Ladestation verbunden, die sie zugleich mit Strom versorgt. Da die Antenne 1,2 Meter hoch auf einem Mast sitzt, an dem das Kabel vom Antennenkopf bis zum Boden geführt wird, reduziert sich der nutzbare Aufstellungs-Radius gegenüber der Ladestation auf etwa 9 Meter.

Die Einrichtung des Mähroboters erfolgt über die Ecovacs-App, für die eine Registrierung erforderlich ist – der O600 RTK ist damit zwingend mit der Hersteller-Cloud verbunden. Der App-Assistent erklärt detailliert die Positionierung von RTK- und Ladestation und koppelt den Mähroboter mit der App, sodass die Inbetriebnahme nach wenigen Minuten abgeschlossen ist. Anschließend wird der Goat O600 RTK mit dem heimischen 2,4-GHz-WLAN verbunden – die Ladestation muss daher innerhalb der WLAN-Reichweite des Routers stehen. Eine WLAN-Abdeckung im gesamten Garten ist für den Mähvorgang nicht nötig, wohl aber für Status-Updates und den Livestream der Kamera, da der Mäher keine SIM-Karte besitzt.

Die RTK-Antenne versorgt den Mäher mit Positionsdaten.

Der Aufstellort der RTK-Antenne ist entscheidend für eine präzise Navigation: Je mehr Satelliten die Station empfängt, desto genauer arbeitet der Mähroboter. Im Standard-Testgarten konnten wir die RTK-Antenne direkt neben der Ladestation positionieren und Daten von bis zu 31 Satelliten empfangen. An einem zweiten Teststandort – einem Stadtgarten mit angrenzenden vierstöckigen Gebäuden und Bäumen – reichten die knapp 20 erreichbaren Satelliten nicht für einen regulären Betrieb aus. Erschwerend kommt hinzu: Auch der Mähroboter selbst muss guten Satellitenempfang haben, was nicht in allen Garten-Bereichen gewährleistet ist – dazu mehr im Kapitel zur Navigation.

Ecovacs Goat O600 RTK: Die Schnitthöhe muss man manuell einstellen.

Anders als die App von Sunseeker bietet die Ecovacs-App keine Signalabdeckungskarte, mit der sich Empfangs-Schwachstellen visuell erkennen ließen. Damit bleibt dem Nutzer verborgen, warum der Mäher an manchen Stellen präzise navigiert und an anderen nicht. Empfangsstörungen durch bauliche Gegebenheiten lassen sich allerdings auch mit einer Abdeckungskarte nicht beseitigen – das RTK-Empfangsproblem betrifft grundsätzlich jeden Mähroboter, der mit dieser Technik navigiert.

Kartierung: Wie bei RTK-Mährobotern üblich, lässt sich die Rasenfläche manuell oder automatisch kartieren. Die manuelle Kartierung – bei der man den Mäher per App entlang der Rasenkante steuert – liefert die präzisere Karte. Die automatische Variante ist nur in klar abgegrenzten Gärten sinnvoll: In unserem Testgarten brachen wir sie nach wenigen Metern ab, weil der Roboter angrenzende Blumenbeete in die Karte aufnehmen wollte. Hinzu kommt: Bei der automatischen Kartierung hält der O600 RTK rund 10 cm Abstand zu festen Rändern – mit Konsequenzen für den Kantenschnitt, auf die wir später eingehen. Die Kartierung des gesamten Gartens dauert etwa 20 Minuten – ein Wert, der weniger vom Mäher als von der Gartengröße abhängt und bei Konkurrenten ähnlich ausfällt.

Die fertige Karte lässt sich anschließend in Zonen aufteilen. Dafür zeichnet man in der App eine Markierung ein oder fährt den entsprechenden Bereich mit dem Mäher ab. Bei größeren Gärten ist eine Zonen-Aufteilung sinnvoll, weil sich darüber die Mährichtung optimieren und unnötige Wendemanöver vermeiden lassen.

Navigation, RTK-Empfang und Hindernisüberwindung

Auf ebenem Untergrund mäht der Ecovacs Goat O600 RTK in geraden, parallelen Bahnen. Auf unebenem Gelände kommt es vor, dass die starren Vorderräder kurz nach links oder rechts ausweichen, sodass der Mäher über die Hinterräder den Kurs korrigieren muss. Komplexere Bahnmuster wie Schachbrett-Verläufe, die einige Premium-Modelle für ein gleichmäßigeres Schnittbild bieten, beherrscht der O600 RTK nicht. Immerhin lässt sich die Mährichtung wöchentlich ändern – bei länglichen Rasenabschnitten geht das allerdings zulasten der Effizienz, weil zusätzliche Wendemanöver hinzukommen.

Wenn die Rasenfläche an einen bündigen Weg auf gleicher Höhe grenzt, überfährt der Ecovacs Goat O600 RTK die Grenze leicht und erzielt dadurch einen perfekten Kantenschnitt.

Dass es sich beim Goat O600 RTK um ein Einstiegsmodell mit begrenzter Sensorik handelt, zeigt sich beim Vergleich mit dem teureren Schwestermodell: Dem O600 RTK fehlt ein 3D-ToF-Sensor, den der Goat O800 RTK bietet. Das hat praktische Konsequenzen. Laut Handbuch muss bei der Kartierung von Flächen, die an eine 3 cm abgesenkte Kante grenzen, ein Abstand von 20 cm eingehalten werden – beim O800 RTK reichen 10 cm. Wer diesen Abstand unterschreitet, riskiert, dass der Mäher die Kante überfährt und sich festfährt. Premium-Modelle wie der Dreame A3 (rund 2.200 Euro) erlauben hingegen eine Kartierung direkt an der Kante.

In unserer Test-Zone mit 4 bis 5 cm hohen Randsteinen scheitert der Goat O600 RTK erwartungsgemäß. Ecovacs gibt für den Mäher eine maximale Hindernisüberwindung von 3 cm an – diese Spec hält er ein.

Bei schlechtem Satellitenempfang ist die Navigation  ungenau. Ecovacs empfiehlt für die Kartierung einen Abstand von 20 cm von der Kante einzuhalten, wenn der angrenzende Bereich tiefer liegt.

Die Steigfähigkeit gibt Ecovacs für den mit 10,4 Kilogramm relativ leichten Mäher mit 24 Grad (45 Prozent) an. In Längsrichtung bewältigt der Mäher diese Steigung; Querfahrten an Hängen sollten Nutzer wegen der starren Vorderräder vermeiden, da der Mäher dort häufig korrigieren muss. Wer regelmäßig größere Hangflächen bearbeiten will, ist mit einem Allradmodell besser bedient.

An einer nur 70 cm breiten Verbindung zwischen zwei Rasenzonen unseres Testgartens scheitert der Goat O600 RTK regelmäßig – wie alle bislang von uns getesteten RTK-Mähroboter. Grund ist nicht die Engstelle selbst (Ecovacs nennt 70 cm als minimal passierbare Breite, was der Mäher unter gutem RTK-Empfang auch einhält), sondern der dort schwache Satellitenempfang. Manchmal passiert der Mäher die Stelle auf dem Hinweg, findet aber den Rückweg nicht. Diese Limitierung ist technologiebedingt und betrifft RTK-Mäher generell. LiDAR-Modelle meistern solche Engstellen in der Regel zuverlässiger – wer einen Garten mit RTK-kritischen Zonen hat, sollte das bei der Geräteauswahl berücksichtigen.

Mähleistung, Schnittbild, Kanten und Hinderniserkennung

Mit einer Schnittbreite von 19 cm (Goat O800 RTK: 22 cm) und einem kleinen 45-Wh-Akku darf man beim Goat O600 RTK keine Rekord-Mähzeiten erwarten. Für den 240 m² großen, flachen Geschwindigkeits-Testbereich mit einigen Hindernissen unterbricht der Mäher den Vorgang zweimal: Bei 15 % Akkuladung fährt er zur Ladestation, bei 80 % setzt er das Mähen fort. Das Laden von 15 auf 80 % dauert 57 Minuten, eine vollständige Ladung von 15 auf 100 % 75 Minuten.

Pro Akkuladung schafft der Mäher im Test 1:17 h und übertrifft damit die Herstellerangabe von 45 min erheblich. Dennoch ist der Akku mit 45 Wh nicht besonders leistungsfähig, sodass der Ecovacs für das Mähen der 240 m² großen Testfläche zweimal an die "Tankstelle" muss.

Pro Akkuladung schafft der Mäher im Test 1:17 h – Ecovacs selbst gibt nur 45 Minuten an. Damit übertrifft der O600 RTK seine Hersteller-Spezifikation deutlich. Insgesamt benötigt er für die 240 m² inklusive Ladepausen 6:39 h; die Nettomähzeit ohne Laden liegt bei 3:25 h. Hochgerechnet auf die vom Hersteller beworbenen 600 m² wären das knapp 17 h inklusive mehrerer Ladevorgänge – ein theoretischer Wert, der die Praxis-Grenze des Mähers verdeutlicht.

Die Bahnen überlappen sich beim Mähen, sodass keine Rasenhalme stehen bleiben – das verlängert allerdings die Mähzeit. Im Vergleich landet der O600 RTK damit im Bereich anderer Mäher mit ähnlicher Schnittbreite: Der Sunseeker S4 mit 18 cm benötigt für dieselbe Fläche 4:53 h (Brutto), profitiert aber von einem stärkeren Akku mit nur einer Ladepause. Mäher mit größerer Schnittbreite sind naturgemäß deutlich schneller – Spitzenreiter ist der Mammotion Luba 3 AWD mit 1:15 h, der dank großem Akku ohne Nachladen auskommt.

Mammotion Luba 3 AWD 1:15 1:15
Dreame A3 AWD Pro 3500 1:17 1:17
Ecovacs Goat A3000 LiDAR Pro 1:36 1:36
Mova Lidax Ultra 1000 AWD 1:37 1:37
Segway Navimow i208 LiDAR k. A. 2:54
Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro 4:26 3:07
Sunseeker S4 4:53 3:31
Ecovacs Goat O600 RTK 6:39 3:25

Schnittbild und Kanten: Auf ebenem Untergrund hinterlässt der Mäher ein gleichmäßiges Schnittbild. Durch die Bahn-Überlappung sind die typischen Kontrastunterschiede zwischen den Mähbahnen kaum sichtbar. In Mulden und auf unebenem Untergrund bleibt der Schnitt dank des schwingenden Mähdecks gleichmäßig – die Schnitthöhe selbst lässt sich allerdings nur manuell am Gerät einstellen, nicht per App.

An der Kante lässt der Ecovacs Goat O600 RTK häufig mehr Abstand als nötig. Dort muss man also nacharbeiten.

Beim Kantenmähen zeigt sich die größte Schwäche des O600 RTK. Bauartbedingt beträgt der Abstand der Messer zum Gehäuserand bereits 10 cm. Hinzu kommt: Bei automatischer Kartierung hält der Mäher zusätzlich rund 10 cm Abstand zu festen Rändern (siehe Kapitel zur Einrichtung), sodass an festen Kanten Reststreifen von bis zu 20 cm stehen bleiben können. Selbst mit der Option „Zone mit geringer Hindernisvermeidung“ hält der Mäher in den meisten Fällen einen Abstand von bis zu 20 cm; nur gelegentlich trifft er die Kante präzise.

Ecovacs Goat O600 RTK bietet eine Schnittbreite von 19 cm und ist für Rasenflächen bis 600 m².

Konstruktive Lösungen, die Konkurrenten gegen dieses Problem einsetzen, fehlen beim O600 RTK: seitlich ausfahrende Messer wie beim Dreame A3 AWD Pro 3500, eine zusätzliche Mähscheibe wie beim Sunseeker X5 Gen2 oder eine separate Trimmeinheit, wie sie die aktuellen Goat-A-Modelle von Ecovacs bieten. Wer einen sauberen Kantenschnitt erwartet, muss in eine höhere Preisklasse greifen oder nachtrimmen.

Hinderniserkennung: Die kamerabasierte Hinderniserkennung (von Ecovacs als „AIVI“ vermarktet) funktioniert im Test überwiegend zuverlässig. Menschen und Haustiere wie Hunde umfährt der Mäher großräumig, einen Gartenschlauch erkennt er ebenfalls verlässlich. Kleinere Objekte wie Tennisbälle übersieht er allerdings gelegentlich und überfährt sie. Wer regelmäßig Spielzeug oder Bälle auf dem Rasen liegen hat, sollte das vor dem Start prüfen.

Ecovacs Goat O600 RTK: Für eine optimale Mährichtung ist eine Aufteilung der Rasenfläche in Zonen sinnvoll.

App, Bedienung und Home Assistant

Die Ecovacs-App bündelt alle wesentlichen Konfigurationsparameter übersichtlich. Da der O600 RTK keine elektronische Schnitthöhenverstellung erlaubt, lässt sich diese nur manuell am Gerät über einen Drehregler in 0,5-cm-Schritten zwischen 3 und 8 cm einstellen. In der App lässt sich pro Zone lediglich die Schnittrichtung konfigurieren.

Für die Regenerkennung sitzt auf der Gehäuseoberseite ein Sensor: Erkennt er ausreichend Wasser, kehrt der Mäher zur Ladestation zurück. Anschließend wartet er eine konfigurierbare Trocknungszeit zwischen 30 Minuten und 3 Stunden ab, bevor er die Arbeit fortsetzt. Eine Tierschutz-Option erlaubt es zudem, Zeitspannen festzulegen, in denen der Mäher nicht startet. Das ist mehr als eine Komfortfunktion: Zum Schutz nachtaktiver Tiere sollten Mähroboter grundsätzlich nur tagsüber arbeiten. Einige Kommunen ahnden Nachtfahrten mit empfindlichen Bußgeldern – in Leipzig drohen bis zu 50.000 Euro. Geht es nach dem Deutschen Städtetag, könnte ein bundesweites Nachtfahrverbot bald folgen.

Ecovacs Goat O600 RTK: Fährt der Mähroboter im Empfangsbereich des WLANs, können Nutzer den Livestream der Kamera mit der App abrufen.

Sprachsteuerung und Smart-Home-Anbindung: Über die Ecovacs-App lässt sich Sprachsteuerung via Amazon Alexa, Google Home und Siri aktivieren. Praktisch wichtiger sind allerdings die Zeitpläne, mit denen sich pro Wochentag festlegen lässt, welche Zone wann gemäht werden soll. Eine offizielle Drittanbieter-Integration bietet Ecovacs nur für Smart Home by Hornbach – für die meisten Heise-Leser mit Home-Assistant-Fokus jedoch unattraktiv, zumal die Integration nur die Gesamtfläche steuert und keinen Zugriff auf Akkustatus oder andere Betriebsparameter liefert.

Für Ecovacs-Mähroboter gibt es eine Integration für Home Assistant. Sie ist an die Cloud des Herstellers gekoppelt und bietet Zugriff auf wichtige Betriebsparameter. Die Konfigurationsoptionen sind nicht so umfassend wie bei Integrationen für Mähroboter anderer Hersteller.

Home Assistant: Für Home Assistant gibt es eine Community-Integration, die inzwischen Bestandteil von Home Assistant Core ist. Sie basiert standardmäßig auf der Ecovacs-Cloud, was zwei zentrale Einschränkungen mit sich bringt: Bei Cloud-Ausfällen ist der Mäher aus Home Assistant nicht erreichbar, und sämtliche Steuerbefehle laufen über Ecovacs-Server. Eine cloud-freie Anbindung ist über das Reverse-Engineering-Projekt Bumper möglich, das die Ecovacs-Cloud lokal nachbildet – allerdings handelt es sich um eine Bastler-Lösung ohne offiziellen Support, die nach Firmware-Updates regelmäßig nachjustiert werden muss.

Der Funktionsumfang der HA-Integration bleibt zudem hinter Community-Lösungen für andere Mähroboter zurück. Während etwa PyMammotion für Mammotion-Geräte eine Zonen-Ansteuerung erlaubt, beschränkt sich die Ecovacs-Integration auf Start und Stopp für die Gesamtfläche. Immerhin werden Betriebsparameter wie Akkustand, Anzahl der Mäh-Einsätze und gemähte Gesamtfläche zuverlässig in Home Assistant übertragen.

Die derzeit einzige Mähroboter-Familie mit einer offiziellen, lokalen HA-Integration über MQTT stammt von Terramow. Wer Wert auf cloud-unabhängige Steuerung und vollen Funktionsumfang in Home Assistant legt, findet bei Ecovacs aktuell keine vergleichbare Lösung – egal ob über die offizielle Hornbach-Integration, die HA-Community-Integration oder den Bumper-Workaround.

Preis

Regulär kostet der Ecovacs Goat O600 RTK 649 Euro. Oft ist er wie aktuell für 499 Euro im Angebot.

Fazit

Der Ecovacs Goat O600 RTK ist ein solider Einsteiger-Mähroboter für überschaubare Gärten mit klaren Grenzen und gutem Satellitenempfang. Wer einen ebenen Rasen bis etwa 300 m² hat, bekommt für knapp 500 Euro einen RTK-Mäher mit ordentlicher Mähleistung pro Akkuladung, schwingendem Mähdeck und brauchbarer Hinderniserkennung. Die vom Hersteller beworbenen 600 m² sind in der Praxis allerdings illusorisch – wer regelmäßig größere Flächen mähen will, sollte zum O800 RTK oder zu Modellen mit größerer Schnittbreite greifen.

Die Schwächen liegen im Kantenschnitt (bis zu 20 cm Reststreifen), der nur manuellen Schnitthöhen-Verstellung und der fehlenden offiziellen Home-Assistant-Integration. Für Heise-Leser mit Smart-Home-Fokus ist die cloudbasierte HA-Community-Lösung eine Notlösung – wer Wert auf lokale Steuerung legt, findet aktuell nur bei Terramow eine offizielle MQTT-Anbindung, allerdings in höherer Preisklasse.

Im preisgleichen Umfeld lohnt ein Blick auf die Konkurrenz: Der ungetestete Anthbot M5 (499 Euro) bietet laut Hersteller elektrische Schnitthöhen-Verstellung per App, Dual-Vision-Navigation als Backup bei schwachem RTK-Empfang und 4G – auf dem Papier in mehreren Punkten besser ausgestattet. Der Roboup Raccoon 2 SE für 499 Euro verzichtet auf RTK und nutzt KI-Vision; im Test zeigte er ein deutlich chaotischeres Mähbild und ist nur in klar strukturierten Gärten sinnvoll. Wer eine konkrete Test-Alternative sucht und mit einem weniger systematischen Mähmuster leben kann, findet ihn dort.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Mammotion Luba AWD

Ecovacs Goat G1 800

Einhell Freelexo Cam 500

Worx Landroid Vision

Ecoflow Blade

Mammotion Luba Mini AWD 1500

Mammotion Yuka Mini

Terramow V1000

Anthbot Genie 3000

Ecovacs Goat O800 RTK

Goatbot Unicut H1

Mammotion Yuka 1500 / 2000

Husqvarna Automower 410XE Nera Epos

Ecovacs Goat G1 2000

Sunseeker X7

Ecovacs Goat GX-600

Dreame A1

Airseekers Tron

Mammotion Luba 2 AWD

Mammotion Luba Mini AWD Lidar

Segway Navimow i-Serie

Roboup Raccoon 2 SE

Ecovacs Goat A3000 Lidar

Segway Navimow H-Serie

Ecovacs Goat A1600 RTK

Ecovacs Goat G1

Roboup T1200 Pro

Hookii Neomow X

Lymow One

Mammotion Luba 3

Kärcher RCX 6

Stiga A-Serie

Sunseeker X5 Gen2

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