Timmy, der Wal: Chronik einer deutschen Gefühlslage
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Timmy, der Wal: Chronik einer deutschen Gefühlslage

Der Buckelwal Timmy, der seit Anfang März in Deutschland für große Aufmerksamkeit sorgte, ist tot. Das Tier war mit einem implantierten Sender identifiziert worden und lag zuletzt vor der dänischen Insel Anholt im seichten Wasser. Mittlerweile wurde der Kadaver an Land gezogen, wo eine Obduktion vorgesehen ist. Behörden warnten Anwohner und Touristen vor möglicher Ansteckungsgefahr und riefen dazu auf, Abstand zu halten.

Wochenlang verfolgten viele Menschen die Entwicklung des gestrandeten Wals, der zunächst vor Wismar und auf der Insel Poel, später auch vor Timmendorfer Strand gesehen wurde. Mehrere Rettungsversuche scheiterten. Bei Untersuchungen wurden Verletzungen festgestellt, vermutlich durch Schiffsschrauben. Der Wal war geschwächt und hatte stark geschädigte Haut.

Die Aktion um Timmy führte zu breiter öffentlicher Aufmerksamkeit und hohen Kosten. Eine Geldgeberin nannte dafür insgesamt 1,5 Millionen Euro. Der Umweltminister von Mecklenburg Vorpommern, Till Backhaus, verteidigte die Rettungsversuche später weiterhin.

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