Tarifverhandlungen in der Ernährungswirtschaft Sachsen Anhalt: Arbeitgeber machen weiter keine Zugeständnisse
In der vierten Verhandlungsrunde der Tarifrunde in der Ernährungswirtschaft Sachsen Anhalt hat die Tarifgemeinschaft im Verband der Ernährungswirtschaft der Gewerkschaft NGG ein umfassendes Angebot vorgelegt. Ziel ist die vollständige Angleichung der Löhne an das Westniveau innerhalb von acht Jahren. Danach sollen die Beschäftigten in Sachsen Anhalt bis spätestens zum 31. Dezember 2033 mindestens 35 Prozent mehr Lohn erhalten.
Für 2026 sieht das Angebot eine Erhöhung um insgesamt 4 Prozent in zwei Schritten vor, 3,5 Prozent ab dem 1. Juli und weitere 0,5 Prozent ab dem 1. Dezember. Ab 2027 sollen sich die jährlichen Lohnerhöhungen an der Entwicklung des niedersächsischen Tarifabschlusses orientieren, ergänzt um einen festen jährlichen Angleichungswert von 1,55 Prozent. Beide Seiten seien sich in zentralen Punkten bereits einig, hieß es. Nach Angaben des Verbandes liegt das Angebot an der Grenze des wirtschaftlich Machbaren. Die Unternehmen litten unter hohen Rohstoff, Energie sowie Transport und Logistikkosten. Zugleich kritisierte der Verband die anhaltenden Streikaufrufe der Gewerkschaft als kontraproduktiv und zeigte sich zuversichtlich, dass eine schnelle Einigung möglich ist.
