Tag der Deutschen Einheit: Kirchen fordern Zusammenhalt, warnen vor Polarisierung
In Bremen hat die offizielle Feier zum Tag der Deutschen Einheit mit einem ökumenischen Festgottesdienst begonnen. Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche riefen zu Zusammenhalt, gegenseitiger Unterstützung und Solidarität auf. Kirchenpräsident Bernd Kuschnerus mahnte, in anstrengenden Zeiten die Zuversicht nicht zu verlieren und füreinander einzustehen.
Der katholische Bischof Dominicus Meier warnte vor Vereinsamung und Überforderung in Zeiten des Umbruchs. Er wandte sich gegen die Vorstellung, jeder sei allein seines Glückes Schmied, und rief zu einer klaren Haltung gegen Ausgrenzung, Fremdenhass, Antisemitismus, Spaltung und Polarisierung auf. An dem Gottesdienst nahmen auch die Spitzen der Verfassungsorgane, der Bundesländer und der Parlamente teil, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz.
Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser forderte zugleich eine ostdeutsche Bundespräsidentin und verwies auf bestehende Unterschiede zwischen Ost und West. In Bremen werden bis Sonntag mehr als 400.000 Besucher erwartet.
