Studie warnt vor deutlich mehr Waldbränden in Europa
Eine Studie des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung warnt vor deutlich mehr Waldbränden in Europa. Bis zum Ende des Jahrhunderts könnte sich die jährlich von Bränden betroffene Fläche im schlimmsten Fall fast verdreifachen. Entscheidend dafür sind unter anderem Hitze, Trockenheit, Wind, verfügbare brennbare Materialien sowie Vorbeugung und Brandbekämpfung.
Die Forschenden sehen vor allem durch den Klimawandel mehr Wetterlagen mit Hitze, extremer Trockenheit und starken Winden. Bei starkem Temperaturanstieg könnte es besonders im Mittelmeerraum, in West und Mitteleuropa sowie auch in Deutschland und den Niederlanden häufiger brennen. Zunehmende Gefahr besteht demnach auch in Mittelgebirgen, im Alpenvorland, im französischen Zentralmassiv und in den Pyrenäen.
Als wirksam gilt nach den Berechnungen ein besseres Brandmanagement, das die betroffene Fläche deutlich verringern könnte. Zugleich betonen die Forschenden, dass wirksamer Klimaschutz nötig bleibt, weil Brände unter extremen Bedingungen kaum noch kontrollierbar sein könnten.
