Keine Belege für Verkauf von Kindern auf Vinted
In sozialen Netzwerken verbreiten sich derzeit Behauptungen, auf der Plattform Vinted würden Kinder zum Kauf angeboten. Als angebliche Belege kursieren Screenshots von Anzeigen mit hohen Preisen und auffälligen Beschreibungen, bei denen es sich häufig um Stofftiere handelt. Beweise für einen Zusammenhang mit Kinderhandel gibt es nicht.
Das Bundeskriminalamt teilt mit, dass das Phänomen bekannt sei. Frühere Hinweise auf vermeintlichen Kinderhandel über Online Kleinanzeigen hätten sich nicht bestätigt. Seit dem 23. Juni häuften sich Anzeigen aus verschiedenen Bundesländern zu dem Thema auf Vinted. Auch die Polizei Hessen sieht bislang keine belastbaren Hinweise auf tatsächlichen Kinder oder Menschenhandel.
Vinted erklärt, keine Belege für einen solchen Zusammenhang gefunden zu haben. Teilweise bezögen sich Altersangaben auf die Zielgruppe eines Spielzeugs. Verdächtige Anzeigen würden geprüft und bei Bedarf entfernt. Auch die Echtheit der kursierenden Screenshots lässt sich nicht abschließend belegen. Ähnliche Gerüchte hatten sich bereits in Frankreich und zuvor rund um andere Plattformen verbreitet.
