Sprengstoffdrohne in Leipzig und Halle: Ein Angriff fremder Mächte oder Russlands?
Der Vorfall mit einer mit Sprengstoff bestückten Drohne am Flughafen Leipzig Halle hat neue Fragen zur Drohnenabwehr und zur Sicherheit kritischer Infrastruktur aufgeworfen. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Eine weitere Drohne oder ein anderes kleines Flugobjekt könnte zudem mit einem Flugzeug kollidiert sein.
Politisch wird vor allem über eine mögliche russische Urheberschaft gestritten. Mehrere Experten und Politiker verweisen auf Moskaus Drohnentechnologie, frühere Drohungen und ähnliche Vorfälle. Die Bundesregierung vermeidet bislang eine direkte Schuldzuweisung und spricht von einem Angriff fremder Mächte. Der Nationale Sicherheitsrat hat sich mit dem Fall befasst, Ergebnisse wurden nicht bekannt.
Aus Moskau kommen Vorwürfe gegen die Ukraine. Gleichzeitig gibt es Stimmen, die auch eine Operation unter falscher Flagge für möglich halten. Einige Politiker fordern wegen des Vorfalls NATO Konsultationen nach Artikel 4.
