Spahn Rücktritt entfacht neue Debatte um Leihmutterschaft
|

Spahn Rücktritt entfacht neue Debatte um Leihmutterschaft

Der Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn hat die Debatte über Leihmutterschaft in Deutschland neu belebt. Grünen Fraktionschefin Britta Haßelmann sprach sich dafür aus, sich erneut mit den Ergebnissen der Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin zu befassen und das Thema im Parlament zu behandeln.

Die Kommission hatte im April 2024 empfohlen, Schwangerschaftsabbrüche in der Frühphase nicht mehr grundsätzlich strafbar zu machen. Leihmutterschaft könne in bestimmten Fällen zugelassen werden, wenn der Schutz der Leihmutter und das Kindeswohl gewährleistet seien. Zugleich warnte sie vor Missbrauch und sprach sich nur für sehr enge Voraussetzungen aus.

Die Union hält am Verbot fest. CDU Bundesvize und Familienministerin Karin Prien sagte, auch die altruistische Leihmutterschaft passe nicht zum Werteverständnis der CDU. Sie zeigte zugleich Verständnis für Paare, die aus medizinischen Gründen keine eigenen Kinder austragen können. Die SPD hat sich noch nicht festgelegt, die Linkspartei verweist auf Risiken der Ausbeutung. Der Ethikrat sieht in der Debatte eine Doppelmoral.

Zur Originalmeldung

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert