Linnemann gegen Rentenkürzungen für pflegende Angehörige
Der neue Gesundheitsminister Carsten Linnemann will die von seiner Vorgängerin Nina Warken geplanten Kürzungen bei der Rente pflegender Angehöriger nicht mittragen. Er sagte der Bild am Sonntag, er wolle nicht bei der Rente von Menschen sparen, die Angehörige pflegen, und den Punkt im Pflegeneuordnungsgesetz korrigieren.
Warkens Sparplan war wegen eines erwarteten Milliarden Defizits in der Pflegeversicherung vorgelegt worden. Er sieht vor, künftige Rentenansprüche pflegender Angehöriger nur noch zu 70 Prozent zu berücksichtigen. Nach Angaben aus dem Ministerium sollte das 2027 Einsparungen von 1,8 Milliarden Euro bringen.
Linnemann bezeichnete pflegende Angehörige als die Alltagshelden Deutschlands. Er verwies darauf, dass in Deutschland rund sechs Millionen Pflegebedürftige leben und mehr als drei Millionen zu Hause gepflegt werden. Kritik an der geplanten Einschränkung kam auch von Gesundheitsexperten, Kanzler Friedrich Merz, der CSU und aus der SPD. Der GKV Spitzenverband, der SoVD und die Deutsche Stiftung Patientenschutz begrüßten Linnemanns Ankündigung.
