Singapur: Sauberkeit als sanfter Autoritarismus?
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Singapur: Sauberkeit als sanfter Autoritarismus?

Singapur geht weiter hart gegen Verschmutzung vor. Die Nationale Umweltbehörde meldete für 2025 mehr als 13.600 Einsätze gegen Umweltsünder. An Brennpunkten führte sie rund 300 Schwerpunktkontrollen durch, mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Außerdem verhängte die Behörde über 700 Anordnungen zu gemeinnütziger Arbeit und ging rund 350 Mal gegen Menschen vor, die Abfall aus Hochhäusern geworfen hatten.

Sauberkeit hat in dem Stadtstaat seit Jahrzehnten einen hohen Stellenwert. Nach der Unabhängigkeit 1965 setzte die politische Führung unter Lee Kuan Yew auf ein sauberes, effizientes und leistungsfähiges Singapur. Die 1968 gestartete Kampagne Keep Singapore Clean sollte nicht nur Müll beseitigen, sondern auch das Verhalten der Bevölkerung verändern.

Bis heute verbindet der Staat Aufklärung, Kontrollen und Strafen mit Förderprogrammen und Hygienestandards. Öffentliche Toiletten, Hawker Centres und andere Bereiche werden regelmäßig überprüft. Fachleute sehen darin ein Zusammenspiel aus staatlicher Regulierung, gesellschaftlichen Normen und dem Anspruch auf Ordnung und Gesundheit.

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