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Serbien: Droht Vucic ein Schicksal wie Milosevic?

In Serbien steht Aleksandar Vucic vor einer schwierigen Wahl. Der Präsident will nach seinem Rücktritt bei der am 25. Oktober anstehenden Abstimmung als Spitzenkandidat seiner Serbischen Fortschrittspartei Ministerpräsident werden. Der Politikwissenschaftler Dusan Lj. Milenkovic spricht von einer Richtungsentscheidung zwischen einer Fortsetzung der autokratischen Herrschaft und einem Machtwechsel.

Anders als 2000 kommt der Druck diesmal vor allem von Studenten. Ihre Liste entstand aus Protesten gegen Machtmissbrauch und Korruption nach dem Einsturz des Vordachs am Bahnhof von Novi Sad, bei dem 16 Menschen starben. Auf der Liste stehen Professoren, Aktivisten und bekannte Persönlichkeiten, aber keine Berufspolitiker. In Umfragen liegt sie teils knapp vor Vucics Lager, andere Erhebungen sehen den Präsidenten vorn.

Die Studenten setzen im Wahlkampf vor allem auf soziale Netzwerke und Haustürgespräche. Die Opposition unterstützt sie inzwischen weitgehend. Zugleich gibt es Sorgen vor Wahlmanipulationen und möglicher Gewalt. Für Serbien gilt die Abstimmung als die unberechenbarste seit dem Jahr 2000.

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