Sensorpflaster als Lebensretter im Katastrophenfall
Bei einem Massenanfall von Verletzten müssen Rettungskräfte in kurzer Zeit entscheiden, wer zuerst behandelt wird. Ein am Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen entwickeltes Sensorpflaster soll sie dabei entlasten. Es wird auf Brust und Stirn geklebt und überträgt Vitaldaten der Verletzten per Funk in Echtzeit.
Die kabellosen Sensoren messen unter anderem Sauerstoffsättigung, Puls, Atemfrequenz und Herzfunktion. Zusätzlich senden sie den Standort des Verletzten an eine zentrale Einsatzleitung. Auf diese Weise können alle Patienten gleichzeitig überwacht und kritische Verschlechterungen schneller erkannt werden.
Das Vitalsensorikpflaster ViseKat soll im Juli 2026 auf den Markt kommen. Die Forschenden sehen darin auch Potenzial für den Einsatz in der Teleüberwachung außerhalb von Katastrophenlagen.
