Justitia auf Irrwegen: Die Rechtsprechung und der Kampf mit dem KI Müll
Seit der massenhaften Verfügbarkeit generativer künstlicher Intelligenz greifen immer mehr Anwältinnen und Anwälte bei der Erstellung von Schriftsätzen auf KI Werkzeuge zurück. Dabei kommt es nach Angaben aus der Justiz immer wieder zu Fehlern, weil die Systeme erfundene Gerichtsurteile zitieren, Aussagen verfälschen oder Urteile falsch wiedergeben.
Der Rechtswissenschaftler Damien Charlotin von der Wirtschaftshochschule HEC Paris betreibt eine Datenbank zu Verfahren, in denen Gerichte Personen wegen Schriftstücken mit KI Fehlern sanktionierten. Bis Juni 2026 verzeichnete sie mehr als 1500 Fälle, darunter 1000 in den USA. Die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen, weil nur Fälle erfasst werden, in denen die Fehler vor Gericht aufgefallen sind.
