Seit drei Generationen im Konflikt: USA und Iran
Die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran sind seit Jahrzehnten von Konflikten geprägt. Als wichtige Einschnitte gelten der von der CIA und dem britischen MI6 unterstützte Staatsstreich von 1953 gegen Ministerpräsident Mohammed Mossadegh, die Geiselnahme in der US Botschaft in Teheran von 1979 bis 1981 und der Streit um das iranische Atomprogramm.
Nach der Revolution von 1979 etablierte Ayatollah Ruhollah Chomeini die Islamische Republik mit klar antiwestlicher Ausrichtung. In den USA prägt bis heute vor allem die Besetzung der Botschaft in Teheran das Bild des Iran als Gegner. Die 66 Geiseln wurden 444 Tage lang festgehalten. Auch ein Anschlag auf eine US Kaserne in Beirut 1983 verstärkte die Spannungen.
Trotz zeitweiser Annäherung, etwa nach den Anschlägen vom 11. September 2001 und mit dem Atomabkommen von 2015, blieb das Misstrauen groß. Seit dem Ausstieg der Regierung von Donald Trump aus dem Abkommen 2018 verschärften sich Sanktionen und militärische Angriffe weiter. Zugleich sieht ein Experte Chancen für eine Annäherung durch einen Generationenwechsel im Iran.
