Schuljahr in der Ukraine beginnt trotz russischer Angriffe
In der Ukraine hat das neue Schuljahr trotz anhaltender russischer Angriffe begonnen. In Kiew traf kurz vor dem ersten Schultag eine russische Rakete die Gesamtschule Nummer 20, in der eine Lehrerin nach den Ferien eine erste Klasse übernehmen sollte. Statt Unterricht stand zunächst das Aufräumen von Scherben und Trümmern an.
Die Rakete explodierte im Schulhof, besonders schwer beschädigt wurden Turnhalle und Mensa. Die Schule gehört zu mehr als 4000 Bildungseinrichtungen, die nach Angaben aus dem Kriegsverlauf beschädigt oder zerstört wurden. Lehrkräfte und Eltern versuchen dennoch, den Schulalltag aufrechtzuerhalten und den Kindern Unterricht zu ermöglichen.
Doch selbst dort, wo Präsenzunterricht möglich ist, bleibt der Alltag von Luftalarm geprägt. In Kiew gab es in den vergangenen Tagen jeweils mehr als zehn Warnungen, weshalb der Unterricht immer wieder in Schutzkellern unterbrochen wird. Lehrerinnen und Lehrer berichten zudem, dass Stress die Konzentration und das Gedächtnis der Kinder beeinträchtigt.
