“Schande von Mannheim”: Sicherheitsdebatte wird auf dem Pokal Schlachtfeld neu entfacht
Nach den schweren Krawallen beim DFB Pokalspiel zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern ist die Debatte über den Umgang mit Hochrisikospielen neu aufgeflammt. Die Partie der ersten Runde eskalierte am Freitagabend, begleitet von einem massiven Polizeieinsatz mit 1400 Beamten. Nach Angaben aus dem Umfeld des Spiels gab es 85 Verletzte, zudem laufen Ermittlungen wegen verschiedener Straftaten.
Der baden württembergische Innenminister Manuel Hagel sprach von Kriminellen und forderte null Toleranz für solche Ausschreitungen. Er sieht die Klubs in der Verantwortung, will aber keine Rechnungen an sie schreiben und verweist auf die Stadionallianzen, über die Kosten und Gewalt zurückgehen sollen. Die Gewerkschaft der Polizei fordert dagegen, die Vereine müssten die Einsatzkosten übernehmen.
Der DFB ermittelt bereits. Neben hohen Geldstrafen gelten auch Zuschauer Ausschlüsse für künftige Spiele als möglich. FCK Geschäftsführer Thomas Hengen verurteilte die Gewalt als furchtbar und sagte, ein Derby dürfe nicht ausarten.
