Rückzug von Investitionen ist ein Warnsignal für gescheiterte Standortpolitik
Pharma Deutschland hat den Rückzug von Milliardeninvestitionen durch Lilly und Boehringer Ingelheim als Warnsignal für die Standortpolitik der Bundesregierung bezeichnet. Der Verband erklärte, Unternehmen zögen Entscheidungen zurück, wenn sie in Deutschland keine guten Investitionsbedingungen sähen.
Vorstandsvorsitzender Jörg Wieczorek forderte klare Signale der Bundesregierung und Gespräche mit Pharmaunternehmen und Verbänden über tragfähige Rahmenbedingungen. Nur so lasse sich ein möglicher Dominoeffekt verhindern.
Pharma Deutschland kritisierte zudem, dass Zusagen aus der Standort und Pharmastrategie in der Praxis nicht verlässlich bei den Unternehmen angekommen seien. Die Branche sei bereit, langfristig in Forschung, Entwicklung und Produktion zu investieren, wenn die politischen Bedingungen kalkulierbar, wettbewerbsfähig und verlässlich seien.
