Retter finden nach Zugunglück in Spanien ein weiteres Opfer
Nach dem schweren Zugunglück in Spanien dauern die Bergungsarbeiten an. Rettungsteams suchten auch in der Nacht mit drei großen Kränen in den zerstörten Waggons nach möglichen Opfern. Dabei wurde ein weiterer Leichnam gefunden. Die Zahl der Toten wird inzwischen mit 69 angegeben, mehr als 100 Menschen wurden verletzt.
Ministerpräsident Pedro Sánchez rief eine dreitägige Staatstrauer bis Samstag aus und kündigte eine umfassende Aufklärung an. Verkehrsminister Óscar Puente machte eine unerklärliche und falsche Entscheidung der Bahnleitstelle für den Zusammenstoß verantwortlich. Nach bisherigen Erkenntnissen war das automatische Sicherungssystem in dem betroffenen Gebiet ausgefallen.
Im Streckennetz kam es danach zu einem folgenschweren Ablauf, bei dem ein Zug weiterfahren durfte, obwohl ein anderer noch auf der Strecke stand. Die Ermittler prüfen zudem, warum die Gefahr nicht rechtzeitig erkannt wurde. In Madrid gab es am Abend Ausschreitungen am Rande einer Protestkundgebung rechtsextremer Gruppen.
