Frankreichs Schulproteste: Mehr als eine Bildungskrise
In Frankreich protestieren Schülerinnen und Schüler gegen Probleme im Bildungsbereich wie Lehrermangel und marode Schulgebäude. Die Demonstrationen haben sich seit Ende September ausgeweitet, teils kam es auch zu Blockaden und Gewalt. Bildungsminister Édouard Geffray geht inzwischen davon aus, dass die Bewegung unterwandert wurde. Die Behörden melden mehr als 5000 Festnahmen und rund 600 verletzte Einsatzkräfte.
Auch Studierende beteiligen sich inzwischen an den Protesten. Schülerverbände distanzierten sich von der Gewalt, warfen den Sicherheitskräften zugleich aber ein zu hartes Vorgehen vor. Neben Bildungsfragen spielen bei den Demonstrationen auch soziale Ungerechtigkeit, Gewalt im Bildungssystem, Polizeigewalt, Rassismus und der Klimawandel eine Rolle.
Die Regierung hat die geplante Einführung einer neuen Studiengebühr zurückgenommen und einen strukturierten Dialog angekündigt. Für den 6. Oktober haben Schülervereinigungen gemeinsam mit großen Gewerkschaften zu einer landesweiten Demonstration aufgerufen.
