Reisners Blick auf die Front: Der russische Vormarsch ist sichtbar
Der russische Vormarsch an der Front ist nach Einschätzung von Oberst Markus Reisner sichtbar. Vor allem im Donbass rücken die Kreml Truppen demnach langsam, aber stetig vor. Ihr Schwerpunkt liegt weiter im Zentrum der Front, wo sie den ukrainischen Festungsgürtel bei Kramatorsk und Slowjansk von Norden und Süden unter Druck setzen.
Reisner beschreibt die Lage als dynamisch, weil in der von Drohnen geprägten Grauzone kleine Trupps vorrücken, zurückgedrängt werden und Geländegewinne oft nur vorübergehend sind. Einen operativen Durchbruch habe Russland bisher nicht erzielt, zugleich entspreche die Sommeroffensive nicht den Erwartungen der Führung.
Im Luftkrieg sieht Reisner die Ukraine wegen knapper Patriot Munition und begrenzter europäischer Bestände im Nachteil. Russland habe seine Produktion von Raketen und Marschflugkörpern erhöht und setze diese zunehmend ein. Die Ukraine versuche deshalb, gezielt russische Produktionsstätten anzugreifen.
