Reisners Blick auf die Front: Der Angriff in Leipzig war erst der Anfang
Militärexperte Markus Reisner sieht hinter dem Angriff auf Leipzig einen Teil einer breiteren hybriden Strategie Russlands gegen Europa. Er verweist auf Sabotagevorfälle in Deutschland und anderen Ländern sowie auf Aussagen des russischen Außenministers Sergej Lawrow und von Präsident Wladimir Putin, die aus seiner Sicht auf eine Eskalation hindeuten.
Reisner sagt, Russland gehe mit einfachen Mitteln gegen kritische Infrastruktur, Cyberziele und Transportwege vor. Zugleich wachse das Netzwerk aus Agenten, Schläferzellen und sogenannten Wegwerf Agenten, die über soziale Netzwerke angeworben würden. Der Angriff in Leipzig sei spektakulär gewesen, aber nicht der einzige Fall. Nach seiner Einschätzung richtet der Kreml Deutschland bereits als Kriegspartei ein und wird die Angriffe auf Europa verstärken.
Auch die russische Schattenflotte wertet Reisner als Teil dieser Entwicklung. Er nennt bis zu 800 Schiffe, die Öl und Gas transportieren, und berichtet von zunehmenden Kontrollen und Festsetzungen durch die USA und europäische Staaten.
