Regierung will Soldaten schicken: Krawalle in Italien, Meloni kündigt hartes Vorgehen an
Nach den schweren Ausschreitungen in mehreren italienischen Städten will die Regierung in Rom mit harten Maßnahmen reagieren. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte ihr Kabinett zu einer Krisensitzung zusammengerufen. Danach hieß es aus Regierungskreisen, der Staat werde entschlossen auf die Unruhen reagieren. Auch mögliche Ausgangssperren stehen demnach im Raum.
In Mailand, Turin und Bologna war es nach zunächst friedlichen Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten zu Gewalt gekommen. Auf dem Domplatz in Mailand wurden Schaufensterscheiben eingeschlagen, Geschäfte und Supermärkte geplündert. Mehr als 270 Menschen wurden vorübergehend festgenommen, darunter viele Minderjährige. Fünf Jugendliche kamen in Untersuchungshaft.
Nach offiziellen Angaben wurden mindestens 14 Sicherheitskräfte verletzt. Der Schaden wird auf Millionenhöhe geschätzt. Zudem erwägt die Regierung offenbar, 500 weitere Soldaten nach Mailand zu schicken.
