Rechtsextremismus: Sorge um die Demokratie in Deutschland
Eine aktuelle Studie sieht die gesellschaftliche Mitte in Deutschland zwar stabiler als zuvor, zugleich aber angespannt. Nach Angaben der Forschenden hat die Zustimmung zum Rechtsextremismus abgenommen. Nur drei Prozent der Befragten verfügen demnach über ein festes rechtsextremes Weltbild. 70 Prozent empfinden den Anstieg des Rechtsextremismus als bedrohlich, mehr als die Hälfte wäre bereit, sich dagegen zu engagieren.
Die Forscher warnen zugleich vor einem wachsenden Graubereich zwischen demokratischen und antidemokratischen Einstellungen. Dort zeige sich eine größere Offenheit für Rechtsextremismus und Populismus. Besonders besorgniserregend sei, dass das Vertrauen in Institutionen und demokratische Prinzipien deutlich sinke.
Bei jungen Menschen sei Rechtsextremismus stärker verbreitet als bei älteren. In dieser Gruppe beobachtet die Studie zudem mehr autoritäre Einstellungen, darunter den Wunsch nach einer starken Führungspersönlichkeit. Die Forschenden betonen, die gesellschaftliche Mitte müsse im öffentlichen Diskurs stärker berücksichtigt werden, weil Misstrauen gegen die Demokratie extremistische und populistische Angebote begünstigen könne.
