Rechenzentren in Deutschland: Wettlauf um die Unabhängigkeit
Deutschland will seine digitale Unabhängigkeit stärken und die Kapazitäten von Rechenzentren bis 2030 verdoppeln. Eine Auswertung von NDR und Süddeutscher Zeitung zeigt jedoch, dass viele der neuen Projekte von Unternehmen aus dem Ausland geplant oder gebaut werden, vor allem von US Konzernen. Von 99 erfassten Rechenzentren sind 41 bereits im Bau.
Die geplanten Anlagen werden deutlich größer als bisherige Rechenzentren. Oft geht es um Leistungen von 200 bis 500 Megawatt, teils sogar um mehr als ein Gigawatt. Unter den Projekten mit mehr als 100 Megawatt liegen 14 in der Hand von US Firmen. Die Standorte konzentrieren sich vor allem auf die Regionen Frankfurt am Main, Berlin und Köln sowie auf Nordrhein Westfalen.
Auch im ländlichen Raum entstehen neue Vorhaben, etwa in Schuby in Schleswig Holstein. Zugleich liegt rund ein Viertel der geplanten Projekte in Regionen mit Wasserknappheit. Experten und Kommunen warnen davor, dass der Bedarf an Strom, Fläche und Wasser weiter steigen dürfte.
