See tritt über die Ufer: Sucheinsatz im Katastrophengebiet in Tibet gestoppt
Im Katastrophengebiet in Tibet ist der Rettungseinsatz wegen der Gefahr einer erneuten Überflutung unterbrochen worden. Ein See, der sich hinter Schlamm und Geröll aufgestaut hat, begann über die Ufer zu treten. Die Behörden ordneten an, dass sich alle Rettungsteams einen Kilometer zurückziehen und auf weitere Anweisungen warten.
Nach Angaben des chinesischen Staatssenders CCTV und der Nachrichtenagentur Xinhua droht bei anhaltendem Regen ein deutlich größeres Volumen des Sees. In den kommenden drei Tagen könnte er auf rund drei Millionen Kubikmeter anwachsen. Bereits in der Nacht hatte es in China eine Warnung vor einem hohen Risiko erneuter Überflutungen gegeben.
Die Sturzflut hatte am Mittwoch entlang zweier Flüsse in Nepal schwere Verwüstungen angerichtet und auch Tibet betroffen. Nach Angaben der nepalesischen Polizei stieg die Zahl der bestätigten Todesopfer auf mindestens 469. In Tibet wurden bislang drei Todesopfer bestätigt.
