Prozess um getöteten Zugbegleiter beginnt: Er liebte seinen Job
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Prozess um getöteten Zugbegleiter beginnt: Er liebte seinen Job

Vor dem Landgericht Zweibrücken hat der Prozess um den gewaltsamen Tod des Zugbegleiters Serkan Çalar begonnen. Der 36 Jahre alte Kundenbetreuer war am 2. Februar 2026 im Regionalexpress 4131 nach Koblenz in Landstuhl angegriffen worden und starb zwei Tage später an den Folgen einer Hirnblutung.

Nach Angaben der Familie hatte Çalar über Jahre immer wieder Übergriffe erlebt, liebte aber seinen Beruf. Die Angehörigen und Kollegen sehen in dem Fall auch ein Zeichen für die Belastung des Bahnpersonals. Im vergangenen Jahr registrierte die Bundespolizei 3200 Gewaltdelikte gegen Beschäftigte von Eisenbahnverkehrsunternehmen, mehr als acht Übergriffe am Tag.

Die Staatsanwaltschaft hatte Mord angeklagt. Das Landgericht geht im Zwischenverfahren jedoch von Körperverletzung mit Todesfolge aus. Dem 26 Jahre alten Angeklagten drohen bei einer Verurteilung drei bis 15 Jahre Haft. Ein Urteil könnte am 9. Juli fallen.

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