Proteste in Mexiko-Stadt eskalieren vor Beginn der WM
In Mexiko Stadt haben sich die Proteste von Lehrern der Gewerkschaft CNTE vor dem Start der Fußball Weltmeisterschaft zugespitzt. Seit Tagen blockieren sie Hauptstraßen und haben im historischen Zentrum ein Zeltlager errichtet. Zuvor war ein Regierungsgebäude gestürmt worden, zudem wurden WM Figuren beschädigt und Kleidungsstücke verbrannt.
Die Gewerkschaft droht mit Massendemonstrationen bei der Eröffnungsfeier im Aztekenstadion und beim ersten Spiel gegen Südafrika am 11. Juni, falls die Regierung ihre Forderungen nicht erfüllt. Gefordert werden deutliche Gehaltserhöhungen und neue Verhandlungen über das Rentensystem. Die Regierung hat eine Gehaltserhöhung von neun Prozent angeboten, deutlich weniger als die verlangten 100 Prozent.
Auch Angehörige von Vermissten, Bauern und Kraftfahrer wollen Proteste und Straßenblockaden organisieren. Präsidentin Claudia Sheinbaum sprach von Provokationen, bot den Demonstrierenden aber zugleich einen Dialog an. In Mexiko finden 13 der 104 WM Spiele statt, auch rund um die Stadien in Mexiko Stadt, Monterrey und Guadalajara sind Demonstrationen geplant.
