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Protest und offene Fragen nach Urteil im Fall Daphne Galizia

Nach dem Freispruch des maltesischen Geschäftsmanns Yorgen Fenech im Fall Daphne Caruana Galizia ist auf Malta Wut und Enttäuschung ausgebrochen. Vor dem Gerichtsgebäude in Valletta riefen Wartende ihm „Mörder“, „Abschaum“ und „Mafia“ entgegen. Die Familie der 2017 getöteten Investigativjournalistin sprach von einer schrecklichen Entscheidung.

Fast neun Jahre nach dem Mord bleibt die zentrale Frage offen, wer den Auftrag gab. Verurteilt sind bereits die Männer, die die Bombe beschafften, unter dem Fahrersitz platzierten und aus der Ferne zündeten. Ein rechtskräftig identifizierter Auftraggeber fehlt weiterhin.

Fenech galt lange als Schlüsselfigur der Ermittlungen. Die Anklage stützte sich vor allem auf die Aussage des Mittelsmanns Melvin Theuma, dessen Glaubwürdigkeit die Verteidigung anzweifelte. Die Staatsanwaltschaft verwies auf Recherchen Galizias zu Fenech und seinem Umfeld. Eine Jury folgte der Anklage am Ende nicht.

Die Familie und Journalisten fordern weitere Ermittlungen. Zugleich steht Malta wegen offener Reformen bei Justiz und Medienfreiheit weiter in der Kritik.

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