Private Parkraum Überwacher machen mit Strafzetteln Kasse
Private Parkplatzkontrollen sind in Deutschland zu einem lukrativen Geschäft geworden. Firmen überwachen bundesweit Parkflächen von Supermärkten, Restaurants und Geschäften und verschicken oft automatisiert Vertragsstrafen. Begründet wird das mit dem Ziel, Dauerparker fernzuhalten und Stellplätze für Kunden freizuhalten.
Betroffene berichten jedoch von fragwürdigen Forderungen. So erhielt eine Frau aus Bad Honnef nach einem kurzen Aufenthalt auf einem Supermarktparkplatz eine Vertragsstrafe von 47,50 Euro, obwohl ihre Bewegungsdaten nach ihrer Darstellung nicht dazu passten. Ein Mann aus Bruchsal sollte 107 Euro zahlen, weil er auf einem Parkplatz gewendet hatte. Nach einem Inkassoschreiben stieg die Forderung auf 196 Euro.
Juristen verweisen darauf, dass Regeln auf privaten Parkplätzen zwar zulässig sein können, sie aber erkennbar sein müssen. Zugleich steigen die Abfragen von Halterdaten beim Kraftfahrtbundesamt stark an. Auch Vorwürfe über überhöhte Forderungen und mögliche Manipulationen an Beweisfotos sorgen für Kritik.
