Preisgekrönter Schriftsteller soll mit KI geschrieben haben
Der haitianische Schriftsteller Thélyson Orélien steht nach dem Erfolg seines Debütromans im Zentrum von Vorwürfen, er habe das Buch mit Künstlicher Intelligenz geschrieben. Der 38 Jahre alte Autor, der auf Französisch veröffentlicht, weist das zurück. Sein Roman C était ça ou mourir war in Kanada als literarisches Ereignis gefeiert worden, zudem erhielt Orélien am Montag den Preis der französischen Buchhandlung FNAC und galt als aussichtsreicher Kandidat für den Prix Goncourt.
Die Anschuldigungen gehen auf Rechercheure zurück, die auf der Plattform X unter dem Namen Balance ton Claude aufgetreten sind. Sie berufen sich auf eine KI Analyse mit der App Pangram. Orélien zeigt sich empört, sein Verlag Grasset verteidigt ihn und spricht von verletzenden Vorwürfen. Auch der Präsident des Prix Goncourt, Philippe Claudel, mahnt zur Vorsicht und verweist auf die begrenzte Verlässlichkeit solcher KI Detektoren. Orélien arbeitet nach eigenen Angaben an einem Dossier, das seine Unschuld belegen soll.
