Platin zwischen Hormus und Pretoria
Platin hat sich am Dienstag trotz eines belastenden Marktumfelds leicht verteuert. Der Spotpreis lag Reuters zufolge bei 1.768,60 US Dollar je Feinunze und damit 0,5 Prozent über dem Vortag. Unterstützt wurde das Metall durch seine relative Stabilität, obwohl steigende US Renditen und ein festerer Dollar unverzinste Rohstoffe unter Druck setzten.
Gleichzeitig wirkt die geopolitische Lage auf den Markt. Der Ölpreisschock verteuert Energie und Transporte, erhöht den Inflationsdruck und stärkt damit den Fokus auf die Geldpolitik der US Notenbank. Die Eskalation im Nahen Osten und die Lage an der Straße von Hormus belasten zudem die globale Lieferkette.
Bei Platin kommt hinzu, dass die Förderung stark auf Südafrika und Russland konzentriert ist. Der World Platinum Investment Council erwartet für 2026 zwar einen Marktüberschuss von rund 265.000 Unzen, doch die strategische Bedeutung der Lieferländer bleibt hoch. Southafrika steht zugleich unter Druck durch den schwächeren Rand und steigende Kosten.
