Platin unter Druck: Südafrikas Minen schwächeln
Platin gerät trotz schwacher Förderdaten aus Südafrika unter Druck. Die Produktionszahlen des wichtigsten Förderlandes für das Edelmetall enttäuschten und rückten die Angebotsseite erneut in den Fokus. Am Markt überwogen jedoch andere Belastungsfaktoren, darunter neue Sorgen über die US Geldpolitik und eine schwächere Nachfrageperspektive.
Zwischenzeitlich verlor Platin rund 0,8 Prozent. Im Verlauf des Handelstags lag der Spotpreis bei etwa 1.661 US Dollar je Feinunze, nachdem er zuvor bis auf 1.713 US Dollar gestiegen war. Die Marke von 1.700 Dollar konnte damit nicht gehalten werden.
Zusätzlich hat sich das Marktbild deutlich verändert. Aus einer früher erwarteten Angebotslücke ist inzwischen ein Überschuss geworden. Der World Platinum Investment Council erwartet für 2026 nun mehr Angebot als Nachfrage. Belastend wirken zudem schwächere Investmentzuflüsse sowie Rückgänge bei Schmuck und Automobilnachfrage.
