Tankstellenpächter befürchten neuen Unmut von Autofahrern
Tankstellenpächter in Deutschland haben nach dem Tankrabatt vor neuen Spannungen mit Autofahrern gewarnt. Steven Gröbler aus Berlin schilderte, dass vor der Entlastung viele Kunden ihren Frust über die hohen Spritpreise am Personal ausgelassen hätten. Auch Herbert Rabl vom Tankstellen Interessensverband berichtete von Vorwürfen, Beleidigungen und Anschuldigungen gegen Beschäftigte.
Mit den gesunkenen Preisen habe sich die Stimmung vorübergehend beruhigt. Gröbler sagte, die Pächter bekämen vom Kraftstoffverkauf nur eine geringe Provision und verdienten einen großen Teil ihres Unternehmerlohns im Shop. Dort seien die Umsätze zeitweise deutlich eingebrochen, während sich nach dem Tankrabatt wieder mehr Kundinnen und Kunden im Laden bedient hätten, meist aber bei günstigen Produkten.
Gröbler berichtete zudem von erheblichen finanziellen Belastungen in den Monaten vor dem Tankrabatt. Er habe eigenes Geld in den Betrieb gesteckt und im Mai sieben Minijobber kündigen müssen, um Beschäftigte mit Haupteinkommen zu halten. Mit steigenden Spritpreisen rechnet er erneut mit wachsendem Unmut.
