Offshore Forschung: Die Schweißnaht, die sich jung hält
Forscher der Bundesanstalt für Materialforschung und prüfung haben gemeinsam mit dem Fraunhofer Werkstoffmechanikinstitut IWM ein Schweißverfahren entwickelt, das den Einsatz von hochfestem Stahl in Offshore Windenergieanlagen erleichtern könnte. Grundlage ist eine neue Schweißnahtlegierung, die laut den Tests die Tragfähigkeit von Verbindungen deutlich erhöht.
In Laborversuchen mit Kleinproben stieg die Tragfähigkeit um den Faktor zwei, ohne die Lebensdauer zu verringern. Unter Bedingungen eines Offshore Windparks könnte die Tragfähigkeit nach Einschätzung der Forscher um bis zu 30 Prozent höher liegen. Möglich wird das durch einen Chrom Nickel legierten Schweißdraht und Anpassungen beim Verfahren.
Der neue Werkstoff soll außerdem Nacharbeiten überflüssig machen. Er erzeugt nach dem Abkühlen eine Druckspannung statt einer Zugspannung, was die Bildung von Rissen hemmen kann. Wegen der höheren Kosten empfehlen die Forscher ein Hybridschweißen, bei dem die neue Technik vor allem an kerbempfindlichen Fügestellen eingesetzt wird.
