Ölschock verdrängt den Krisenbonus von Gold
Gold hat am Freitag unter Druck gestanden, weil der Markt die jüngsten Spannungen mit Iran vor allem als Inflationsrisiko deutete. Steigende Ölpreise nährten die Erwartung, dass die US Notenbank länger an einer straffen Geldpolitik festhalten könnte. Damit gerieten die Chancen auf weitere Zinserhöhungen stärker in den Fokus als der klassische Sicherheitsaspekt von Gold.
Der Spotpreis lag am Abend bei rund 4102 US Dollar je Feinunze und damit leicht unter dem Vortagesniveau. Der August Future an der Comex notierte ebenfalls schwächer. Die Rendite zehnjähriger US Staatsanleihen blieb bei etwa 4,5 Prozent, während der Dollar stabil verlief und Gold damit kaum unterstützte.
Auch im Wochenverlauf zeigte sich die Anfälligkeit des Edelmetalls. Nach einem Anstieg auf mehr als 4140 US Dollar rutschte der Preis zwischenzeitlich bis nahe 4067 US Dollar ab. Zusätzlichen Druck brachten Abflüsse aus Goldfonds in Nordamerika, während die Nachfrage in Asien positiv blieb.
