Ölpreis Schock: Ölreserven werden freigegeben
Der Krieg der USA und Israels im Iran treibt die Ölpreise nach oben. Wegen Angriffen auf Frachter und hoher Versicherungsprämien ist die Schifffahrt in der Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gekommen. Auch Angriffe auf Raffinerien in Bahrain und Saudi Arabien haben die Lage verschärft. Fachleute sehen zwar derzeit keine kurzfristigen Engpässe, erwarten aber weitere Preissteigerungen.
Deutschland gibt deshalb einen Teil seiner nationalen Ölreserven frei, ebenso Japan und Österreich. Die strategische Reserve soll die Versorgung in Krisen sichern und Preisanstiege bremsen. In Deutschland lagern Mineralölunternehmen Vorräte für mindestens 90 Tage. Über Freigaben wird politisch entschieden und international koordiniert.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil warf Mineralölkonzernen Preistreiberei vor und forderte kartellrechtliche Untersuchungen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche will Tankstellenpreise nur noch einmal täglich anheben lassen. Die höheren Ölpreise belasten bereits Verbraucher und Unternehmen, besonders Branchen mit hohem Energiebedarf.
