Niedriger Donaupegel: Rumänien schaltet einziges Atomkraftwerk komplett ab
Wegen des niedrigen Wasserstands der Donau hat Rumänien sein einziges Atomkraftwerk in Cernavoda vollständig vom Netz genommen. Bereits zuvor war der erste Reaktorblock heruntergefahren worden, nun wurde auch Block 2 schrittweise abgeschaltet. Damit entfallen rund 20 Prozent der rumänischen Stromproduktion.
Die Behörden versuchten zuvor, den Betrieb mit ungewöhnlichen Maßnahmen zu sichern. In der Donau wurden mit Steinen beladene Lastkähne versenkt, außerdem sprengte die Armee einen Felsen, um mehr Wasser zum Kraftwerk zu leiten. Der Stromausfall soll vor allem durch Importe sowie Windenergie ausgeglichen werden. Für die kommende Woche steht bei Bedarf ein Block des Kohlekraftwerks Rovinari bereit. Rumänien will wegen der Energiekrise zudem die Stilllegung einiger Kohlekraftwerke verschieben.
